Die Bedeutung des Herren Milankovic' Erdbahnparameterzyklen

z.B. Halo, Temperaturprofil bei Strahlungsnacht, Alpines Pumpen, ...
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Herfried
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Die Bedeutung des Herren Milankovic' Erdbahnparameterzyklen

#1 Beitrag von Herfried » Mittwoch 19. August 2009, 21:55

Es gibt reichlich interessante Klimamodellresultate zum selber an diversen parameterschrauben drehen auf dieser Seite:
http://geodoc.uchicago.edu/models.html" onclick="window.open(this.href);return false;


Hier im Beitrag geht es mir aber ums "Orbital Forcing", welches nichts anderes als die Auswirkungen der Milankovic Zyklen darstellt, und dabei die Verteilung der eingestrahlten Energie auf der Erdoberfläche zu einstellbaren Tagen im Jahr beschreibt.


Damit werden die Milancovic Zyklen endliuch greifbar, vorstellbar, was bewirken die eigentlich....:

Zu Allererst ein mal ein Blick auf den Status Quo, 2009: ("Snapshot")
Bild

Hier sieht man die Verteilung der Sonneneinstrahlung pro Stunde und Quadratmeter fürs gnze Jahr über im jeweiligen Tagesschnitt.
Und was fällt zu allererst auf, ich wette viele Leute wissen das nicht - im Sommer scheint die Sonne im NORDEN stärker als am Äquator - am stärksten am Nordpol selbst. Zwar steht sie nur 23° hoch am Himmel, dafür aber 24h lang konstant Nun der Sinus von 23 ist knapp 0,4 - sprich die Sonne scheint da mit 40% der Maximalleistung bei 90° Einstrahlwinkel (Sinus = 1), dies aber 24h lang, wodurch die den Äquator bei weitem übertrifft.

Auch sieht man, wie flach das Plateau rund um den Sonnerbeginn ist, da schwankt die Sonnenleistung ín 40, 50 Tagen nur von 500 bis 520, 530 W/m² im Tagesmittel. Ob man also den 1 Juni, oder den 12. Juli oder irgendwas dazwischen betrachtet ist einigermaßen egal.

In unseren Breiten ist dieser Peak noch flacher zwischen 400 und ca. nach den Farben 430 W mindestens 110, fast 120 Tage lang. d.h. zwischen 21 April und 21. August ist die Sonnenleistugnsänderung eigentlich marginal.
Sie ist schon da, aber noch gering - und das erklärt auch die Bereitschaft zu Hitze auch spät im Sommer, oder wie zuletzt bei günstigen Wetterlagen bereits im April. Die 10% machen sich am ehensten bei der Neigung zum Überhitzen bemerkbar, im August werden Gewitter seltener als im Frphsommer, wei die obere Atmosphäre wärmer wurde, unten eben eine Spur Leistung fehlt.

Was fällt in der Arktis auf - nehmen wir "heute" den 19. August, oder auch Tag 231:

Immer noch fallen rund 300 W/m² Sonnenleistung ein. Das bedeutet ob nun deutlich zurückgegangener Albedo, viel Eis ist ja weg, Schnee ist weg, vorhandenes eis ist relativ dunkel, dass auf keinen Fall weniger Energie real zur Erwärmung da bleibt als am 21. Juni, traditionell noch ein richtig "weißes" Datum.

Man sieht aber auch das Ablaufdatum... Am Tag 250 - dem 6. September - sind es schon nur mehr 150W, das kann vielleicht noch halbwegs durch die Albedo wett gemacht werden aber rund um den termin ist einfach der Ofen aus - es kühlt rasch ab, die Eisschmelze stoppt bald (meist kann Warmluftzufuhr durch auflebende Tiefdrucktätigkeit noch eine Woche verlängern, manchmal 2).


Ich denke, dem Verständnis unseres Wetters, bzw. Jahreszeitlich bedingten Klimas, sollte diese Karte sehr helfen. Hier - DARUM gibt es die Endaprilerwärmung... DARUM endet der hochsommer recht aprupt zumeist in der 3. Augustdekade, kann sich nur bei extremer WLA länger halten.

Und noch etwas zeigt sich, bereits knapp nachdem es in der Arktis mit jämmerlichen 150W/m² frisch zu werden beginng haben wir auch nicht mehr mehr, es sind nur 50 weitere tage, die uns abstürzen lassen. Das ist um den Nationalfeiertag - und jeder hat schon erlebt, wie Anfang Oktober die Sonne noch für warme tage reicht, kaum frost zu sehen ist, und Ende Oktober herrscht auf einmal eisiger Nebel, wenn die Sonne heiozt gibt sie kaum mehr was her, Allerheiligenwetter kommt.


Zurück zum Ausgangsthema
Was fällt noch auf?
Vergleicht mal den Süden mit dem Norden - wieviel mehr Sonnenleistung bekommt der Süden da im Sommer ab, Sonnenleistung die von der riesigen 4000m hohen auch im Sommer Neuschneebedeckten Eisfläche der Antarktis ungeschaut ins Weltall zurückgeschmissen, nur zu 10% in Wärme umgesetzt wird.

Sonne auf die Antarktis ost verloren, unwirksam, uninteressant, Sonne auf der Nordhalbkugel erwärmt.


Und so wirken sie die Zyklen, wenn die Südsommer viel an Straqhlung abbekommen wirkt dies sogut wie gar nicht erwärmend, die Nordhalbkugel jedoch vermisst diese Leistung und kühlt ab. In Summe bedeuten die Milankovic Zyklen eine veränderte EFFEKTIVE (also auf die Gesamteinstrahlung - die ja global konstantz bleibt - bezogene) Albedo.

Viel Sonne im Südsommer wirkt anders (nämlich nicht) als viel Sonne im Nordsommer. Wenig Sonne im Südsommer wirkt ergo auch nicht, wenig im Nordsommer aber KLAR KÜHLEND, und da geht es um DUTZENDE von Watt/m² MONATELANG.

So - doch wie sieht es nun eigentlich aus mit der klimarelevanten relevanten Nordhemisphäre.
Was ist nun anders als vor 10 000, 20 000, 50 000 jahren?


Dafür gibt es nun eine andere Graphik desselben Modells, die den Verlaufg eines bestimmten Tages in vielen Jahren anzeigt "Time Series"

Der 21. Juni, oder auch Tag 173:

Bild

Das Jahr Null ist nun eben, 2009.
-9000, odfer knapp nahc dem ende der Eiszeit und zugleich nahe des Höhepunktes der Warmzeit zeigt sich eine starke intensive nordhemisphärische Sommersonne.
Diese Sommersonnenleistugn schwächt sich seither langsam ab, schnellste Abschwächtung vor rund 3000 Jahren, und sie schwächt sich noch weiter ab, allerdigns langsamer. Der Tiefpunkt sollte in ca. 3000 Jahren erreicht werden.

Wer die Eiszeittemperaturen kennt, dem sagt dies was.

aus dem Wiki:
Bild

Bild

http://de.wikipedia.org/wiki/Klimagesch ... szeitalter" onclick="window.open(this.href);return false;

Offenbar dauern seit geraumer Zeit (die letzten paar Mio Jahre) Warmzeiten NUR EIN SOMMERSONNENMAXIMUM an. Mit Annäherung des nächsten Sommersonnenleistungsminimum rummst die Erde in die Eiszeit, kommt dann - seit einigen Jahrhunderttausenden, über mehrere Folgemaxima erst mal nicht mehr draus raus - dies wohl
1.) weil nur jedes ca. 4. Max. besonders stark ist (Überlagerung eines 100 000 Jahres, eines 41 000 und eines 26 000 Jahreszyklus.)

Bild

2.) wohl im Klimasystem etwas geschieht (vieleicht generelle Absenkung des CO2...?), welches erstmal einige Zeit lang die Eiszeit erhält, selsbt wenn dann die Sommersonne stark wird (Albedo wirkt ja erst mal), und erst nach 100 000 Jahren so weit geändert ist, dass es mit einer besodners starken Sommersonne wieder die Eiszeit brechen kann.


So - nun sehe man sich noch einmal an, wo wir gerade bei den Milankovic Zyklen stehen...


Daher auch meine unten getroffene Aussage, dass es ohne unseren klimaeinfluss mit Volldampf Richtugn Eiszeit ginge!


Grüße Herfried
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011

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