Frage zu lokalen Gegebenheiten in OÖ...

z.B. Halo, Temperaturprofil bei Strahlungsnacht, Alpines Pumpen, ...
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CaptPicard
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Montag 5. Juli 2010, 21:08

Hallo!
was ich in der überschrift leicht hochtrabend formuliert hab, is eine recht simple frage einer Freundin aus Wels:

"i finds komisch, dass in Linz oft anderes Wetter wie in Wels is...".

i bin mit den lokalen gegebenheiten net vertraut, aber i bin ma sicher, dazu weiß wer von euch was ;)

lg, F.
...wer wohl wen zuerst erwischt? ;)
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Graz 47°04'57.75"N; 15°27'29.57"O; 380 m ü.A.
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Montag 5. Juli 2010, 22:28

kennt sich da keiner aus??? :D
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ManuelW4
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Montag 5. Juli 2010, 22:45

Vielleicht, weil unmittelbar nördlich von Linz sich das Mühlviertel mit bis zu knapp 1000m Seehöhe befindet ?

Lg Mani
- Mauerbach (Wienerwald, Bez. PL), 345 m
- Oberedlitz an der Thaya (nördl. Waldviertel, Bezirk WT), 485 m

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Dienstag 6. Juli 2010, 00:28

aha! und nördlich von wels is flach? :)
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ManuelW4
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Dienstag 6. Juli 2010, 00:43

Jop, zumindest mal bis zur Donau... nur nordwestlich wirds etwas hügeliger, aber net so "tragisch" wie bei Linz... :)

Schau mal: *ggg* Bild

lg Mani
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mani
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Dienstag 6. Juli 2010, 00:47

A bissl präziser hätte man die Frage scho noch ausführen können find i ;)

Ich find ja nicht, dass in Linz so oft anders als in Wels ist, kommt halt immer auch auf die Wetterlage drauf an. Bei Nordwestschauerlagen kanns schon mal passieren, dass Linz scho noch eher Schauer als Wels hat, weils eben direkt noch am Mühlviertel liegt.
Aber dass jetzt zwischen Linz und Wels signifikant anderes Wetter herrscht wär mir sonst noch nicht aufgefallen ;)


@Mani: Perfekt eingezeichnet, und auch schön in der Landessprache :D

lg, Mani
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autm

Dienstag 6. Juli 2010, 07:09

Guten Morgen!

Gewitter teilen sich vor Wels, da die Welser Heide (so nennen es die Welser) ein riesiges Schotter Becken ist.
Dann gibts ja noch die Donau, das Mühlviertel (Hügelig wie bereits erwähnt und 1000m ist aber dann doch nur Richtung Böhmerwald, dahinter der Moldaustausee) und natürlich die Voralpen und Alpen. Weiters ist es so, das das Mühlviertel Orthografisch gesehen ein reiner Südhang ist. Wäre auch noch eine Erklärung.
*ja*


Lg.

Autm
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mani
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Dienstag 6. Juli 2010, 12:42

autm hat geschrieben:Guten Morgen!

Gewitter teilen sich vor Wels, da die Welser Heide (so nennen es die Welser) ein riesiges Schotter Becken ist.
Dann gibts ja noch die Donau, das Mühlviertel (Hügelig wie bereits erwähnt und 1000m ist aber dann doch nur Richtung Böhmerwald, dahinter der Moldaustausee) und natürlich die Voralpen und Alpen. Weiters ist es so, das das Mühlviertel Orthografisch gesehen ein reiner Südhang ist. Wäre auch noch eine Erklärung.
*ja*


Lg.

Autm

Hallo!

Wieso sollten sich die Gewitter vor einem Schotterbecken teilen? Schotter gibts ja ned nur in der Welser Heide (oder von mir aus im Tullner Feld, Wiener Becken, etc.) sondern überall entlang der großen Flüsse aus den Alpen. Da müßten sich nach der Theorie ja überall die Gewitter "teilen".
Zumal ich mir auch nicht vorstellen kann, wieso ein Schotterboden, der sowieso mit Erde und Vegetation (oder auch Infrastruktur) bedeckt ist, auch nur irgendwie Einfluß auf die Troposphäre haben könnte. Da ist die Oberflächenbeschaffenheit (rau im Berg und Hügelland, flach im Flachland) oder die Vegetationsbedeckung schon viel wichtiger.

lg, Mani
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autm

Dienstag 6. Juli 2010, 20:08

War die Behauptung der älteren Welser, also viele sagten das.
Es würde selten ein Gewitter sein in Wels also direkt in der Stadt.
Glaub auch nicht unbendingt an die Teilung durch Schotter allerdings das mit der Hügellandschaft schon oder mitn Wasser.
Wäre ein Frage an die Profis: Was begünstigt Gewitter oder die Zugbahn?? :?: *hä*


LG
nadjap
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Dienstag 6. Juli 2010, 20:31

Also Wasser würd ich mal sagen :) Siehe Starnberger-See als Feuchtigkeitsquelle für die Münchner Gewitter. Auch mein Vater sagt immer, in meiner Heimat (Freistadt) hätte es früher viel stärkere und häufigere Gewitter gegeben, heutzutage sammeln und bilden sich aber viel mehr Gewitter im oberen Mühlviertel bzw. Böhmerwald (auch Tschechien) --> Grund: Moldaustausee.
Mein Erklärungsversuch: Der Outflow/Abschattung dieser Gewitter bei NW- oder W-Strömung verhindert das eine oder andere mögliche Gewitter in der Feldaistsenke bzw. im mittleren Mühlviertel, weiter nach Osten hin ists ja wieder eine Gewitterküche (Freiwald, Weinsberger Wald, Waldviertel generell).

Auch ziehen Gewitter aus Bayern ("Weißwurstexpress" ;) ) nach Erreichen der Donauline (meistens eh ostwärts Linz bis ca. Amstetten) oft nicht mehr weiter nach ONO ins Waldviertel, sondern drehen gerne nach W grob entlang der Donau ein. Ob da die Donau der (alleinige?) Grund ist oder die Zuglinie immer entlang des Alpennordrands, oder beides - oder auch die Tendenz zu Neubildungen am rechten Rand (Süden) - kann ich nicht sagen.

Wär gespannt, was unsere Profis dazu sagen!
Klosterneuburg-Scheiblingstein, 487 m (gemessen mit NÖGIS), Wienerwald, Bezirk Wien Umgebung


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mani
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Mittwoch 7. Juli 2010, 13:00

autm hat geschrieben:War die Behauptung der älteren Welser, also viele sagten das.
Es würde selten ein Gewitter sein in Wels also direkt in der Stadt.
Glaub auch nicht unbendingt an die Teilung durch Schotter allerdings das mit der Hügellandschaft schon oder mitn Wasser.
Wäre ein Frage an die Profis: Was begünstigt Gewitter oder die Zugbahn?? :?: *hä*


LG
Naja früher hat man viel geglaubt, was sich als nicht wahr heraus gestellt hat ;)
Ich könnt jetzt nicht sagen, dass Gewitter in Wels seltener als in der Umgebung sind. Wenn man sich die Blitzstatistik von Aldis ansieht, ist die Blitzdichte in der Stadt jetzt auch nicht niedriger als außen herum.

http://www.aldis.at/statistik/dichte.html" onclick="window.open(this.href);return false;

oder siehe auch die Blitzdichteabfrage, ich kann da nicht erkennen, dass in Wels weniger als außen sein sollen:
http://www.aldis.at/blitzdichte/start.php" onclick="window.open(this.href);return false;

Ich glaub da gibts noch viele alte Wettermythen, die sich seit Generationen halten, aber wissenschaftlich nicht wirklich nachweisbar sind. Wenn südlich von Wels ein Gewitter vorbeizieht, heißts immer, das geht an der Traun entlang. Ob das Gewitter in Wirklichkeit 10 km oder 50 km südlich vorbeigeht (und mit der Traun überhaupt nix mehr zu tun hat) ist da Wurscht ;)

Ein einzelner kleiner Fluß wie die Traun ist wohl auch viel zu klein, um einen spürbaren Effekt auf ein Gewitter zu haben. Da brauchts schon wohl einen größeren See oder auch ein großes Tal im Gebirge. Aber im Flachland macht das Gelände wohl nicht viel aus.

lg, Mani
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Stefan.W
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Mittwoch 7. Juli 2010, 13:18

das einzige was offenbar statistisch bewiesen sein dürfte (so is es zumindest in einer meiner Zamg - Karten eingezeichnet) ist dass sich südlich von Wels ein Streifen mit erhöhter Hagelhäufigkeit befindet, der sich von Salzburg bis nach Niederösterreich zieht. Womöglich ist also dieser Bereich öfter von stärkeren Gewittern betroffen. Im nördlicheren Mühlviertel ist die Hagelhäufigkeit ebenfalls erhöht.
mfG, Stefan

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