Wetterwiese 2018

Diskussionen rund um Kurz- & Mittelfristprognosen und Wetterentwicklungen
wienerin
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Donnerstag 3. Mai 2018, 09:25

oliver_vienna hat geschrieben:Bei mir in Wien Hetzendorf waren es 12 Liter. Naja. Ein ordentliches Gewitter bringt 20 Liter. Starke Gewitter 40 Liter.

Ähnlich somit wie bei der Hohen Warte, innerstädtisch waren es um 20mm.
https://wetter.orf.at/wien/innerestadt/" onclick="window.open(this.href);return false;

Die größten Mengen können in Wien die Jubiläumswarte und Mariabrunn verbuchen:

https://wetter.orf.at/wien/wienjubilaeumwarte/" onclick="window.open(this.href);return false;

https://wetter.orf.at/wien/mariabrunn/" onclick="window.open(this.href);return false;

Insgesamt sehe ich es positiv, der Wald hat die meisten Mengen abbekommen und dort wurde der Regen auch sehr dringend benötigt. :)
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schlafsack
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Donnerstag 3. Mai 2018, 09:42

Guten Morgen,

ich habe vier Messwerte von der gestrigen Gewitternacht aus dem Bezirk Hollabrunn.

Hollabrunn: 13mm
Oberfellabrunn: 23mm
Dürnleis: 1,50mm
Hadres: 4mm
Bild
2020 Hollabrunn [X]
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Bürgler87
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Donnerstag 3. Mai 2018, 10:27

etzl hat geschrieben:Auch das Mühlviertel bzw. vermutlich der gesamte Bereich nördlich der Donau wird immer mehr Probleme mit ausbleibenden Niederschlägen bekommen. Im Mühlviertel haben wir aktuell noch den Vorteil dass es nicht so extrem heiß wird. Durch die Trockenheit wird es heuer wieder ein extremes Borkenkäferjahr werden. In den nächsten Jahren wird sich jedenfalls das Landschaftsbild extrem verändern, wenn die hauptsächlich Fichtenmonokulturen vom Käfer "weggefressen" wurden.
So schnell und einfach geht das dann auch nicht. Jeder größere Sturm macht mehr Schaden als Borkenkäfer und das auch ohne von diesen "infizierten" Bäumen. Außerdem gabs schon immer starke Borkenkäfer-Jahre. Nicht durch Trocknheit sondern durch starke Sturm-Jahre und der mangelnden Aufforstung.
Das Problem ist dann eher der (für mich) unbegreifliche Wechsel auf Monokulturen. In schon immer anfälligen Gegenden. Man will da zwar jetzt mit vermehrten Mischwäldern entgegensetzen, aber bis das greift dauerts noch ewig.
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oliver_vienna
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Donnerstag 3. Mai 2018, 10:50

schlafsack hat geschrieben:Guten Morgen,

ich habe vier Messwerte von der gestrigen Gewitternacht aus dem Bezirk Hollabrunn.

Hollabrunn: 13mm
Oberfellabrunn: 23mm
Dürnleis: 1,50mm
Hadres: 4mm
Bild
Wien, Hohe Warte 13 Liter
Innere Stadt 21 Liter
Stammersdorf 15 Liter
Donaufeld 14 Liter
Oberlaa 20 Liter
Mariabrunn 56 Liter
Flughaften 5 Liter
etzl
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Donnerstag 3. Mai 2018, 11:46

Bürgler87 hat geschrieben:
etzl hat geschrieben:Auch das Mühlviertel bzw. vermutlich der gesamte Bereich nördlich der Donau wird immer mehr Probleme mit ausbleibenden Niederschlägen bekommen. Im Mühlviertel haben wir aktuell noch den Vorteil dass es nicht so extrem heiß wird. Durch die Trockenheit wird es heuer wieder ein extremes Borkenkäferjahr werden. In den nächsten Jahren wird sich jedenfalls das Landschaftsbild extrem verändern, wenn die hauptsächlich Fichtenmonokulturen vom Käfer "weggefressen" wurden.
So schnell und einfach geht das dann auch nicht. Jeder größere Sturm macht mehr Schaden als Borkenkäfer und das auch ohne von diesen "infizierten" Bäumen. Außerdem gabs schon immer starke Borkenkäfer-Jahre. Nicht durch Trocknheit sondern durch starke Sturm-Jahre und der mangelnden Aufforstung.
Das Problem ist dann eher der (für mich) unbegreifliche Wechsel auf Monokulturen. In schon immer anfälligen Gegenden. Man will da zwar jetzt mit vermehrten Mischwäldern entgegensetzen, aber bis das greift dauerts noch ewig.
Wenns genügend Feuchtigkeit gäbe, würden sich die Bäume besser gegen den Käfer wehren können (je trockener umso mehr Stress für die Bäume / umso weniger Harz kann gebildet werden). Dass der Käfer mindestens so große Flächen wie ein Sturm zerstören kann, musste wir in den letzten Jahren am eigenen Leib spüren.
Bzgl. Monukulturen: für mich ist auch mehr oder weniger unbegreiflich warum man Monokulturen macht. Den Bauern wurde vermutlich damals der große Ertrag durch das schnelle Wachstum eingetrichtert -> ist ja auch einige Jahre gut gegangen. Hab zuletzt mit einem ehemaligen Förster gesprochen, laut ihm werden im Mühlviertel auf Seehöhen um 500m trotz massiver Käferschäden weitern Fichten gepflanzt. Manche habens wohl immer noch nicht verstanden ...
Stefan MV-Alm
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Donnerstag 3. Mai 2018, 12:55

Genau so is etzl,der oder die Käfer werden heuer ein riesen Problem werden :(

übrigends voriges Jahr 3,52 Mio Festmeter Käferholz,so viel wie noch nie :!: seit 1944
LG Stefan

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Bürgler87
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Donnerstag 3. Mai 2018, 14:48

Wie gesagt, das ist nicht nur die Trockenheit sondern eine Wechselwirkung aus Käfer+Stürme. Wenn keiner die Sturmschäden aufarbeitet, hast halt a Baustelle. Problem: Meiste Waldbesitz ist Kirche. Und Kirche lässt selten bis keinen in deren Wald aufforsten.

Beispiel: Der Wald hier gehört Mayr-Melnhof. Der hat seine Förster und Holzknechten. Und trotzdem dürfen wir auch das ganze Fallholz aufforsten weil die bei weitem nicht hinterher kommen. Käfer sind da, ja, aber nicht schlimmer als sonst. Und Sturmschäden halten sich auch in Grenzen.
Wichtig ist, dass das meiste Fallholz wegkommt. Das ist Brutstätte Nummer 1 für Käfer.
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Feli
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Donnerstag 3. Mai 2018, 15:39

fahrt mal durch unsere landschaft wo wald ist....
hier im steyr-/enns- und kremstal - so weit das auge reicht ganz viele fichten - zwar wenig monokulturen zu sehen - aber ganz viele fichten...
was hier heuer enorm viel geschlagen wurde sind die eschen wegen dem pilz - und es stehen noch viel mehr herum.
weil die weg müssen (könnten ja einfach umfallen und riesen schaden an mensch und gebäuden anrichten) - hat mir jemand gesagt - bleibt halt viel anderes holz liegen und der abtransport verzögert sich, weils tw. so viel holz ist.
liebe grüsse
(die) Feli
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Donnerstag 3. Mai 2018, 15:41

Feli hat geschrieben:fahrt mal durch unsere landschaft wo wald ist....
hier im steyr-/enns- und kremstal - so weit das auge reicht ganz viele fichten - zwar wenig monokulturen zu sehen - aber ganz viele fichten...
was hier heuer enorm viel geschlagen wurde sind die eschen wegen dem pilz - und es stehen noch viel mehr herum.
weil die weg müssen (könnten ja einfach umfallen und riesen schaden an mensch und gebäuden anrichten) - hat mir jemand gesagt - bleibt halt viel anderes holz liegen und der abtransport verzögert sich, weils tw. so viel holz ist.
Man koennte auch hin und wieder Holz im Wald liegen lassen, damit sich die normale Biodiversitaet einstellen kann. Aber das will ja auch keiner...
Polar- und Klimaforscher.

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Donnerstag 3. Mai 2018, 17:20

so geschehen im nationalpark bayerischer wald - die haben am lusen - glaub ich - den käfer wüten lassen und nix weggeräumt... das reguliert sich inzwischen aber wieder von selber - auch wenns jahrelang nicht wirklich grün war sondern graue baumleichen rumstanden...

https://de.wikipedia.org/wiki/Lusen" onclick="window.open(this.href);return false;
Bis Mitte der 1990er Jahre verlief beinahe der gesamte Anstieg auf den Lusen (bis kurz vor das Blockmeer) im schattigen Misch- bzw. Nadelwald. Ab 1995 fielen aufgrund der ungewöhnlich warmen Witterung jedoch weite Teile des alten Bergfichtenwaldes dem Borkenkäfer zum Opfer. Im Lusengebiet und nördlich davon traten auf rund 4000 Hektar die Schäden fast geschlossen auf. Dem Grundsatz des Nationalparkgedankens folgend wurden keine chemischen oder biologischen Abwehrmaßnahmen ergriffen. Dem Betrachter bietet sich vom Lusengipfel aus daher ein Bild, in dem immer noch die abgestorbenen Nadelbäume dominieren. Die Nationalparkverwaltung hat sich entschieden, kein Totholz aus dem betroffenen Gebiet zu entfernen. Sie vertritt die Philosophie „Natur Natur sein lassen“. Es sterbe nicht der Wald, sondern nur seine alten Individuen. Im Schutze der toten Bäume wächst bereits ein neuer Wald zu einem europaweit einzigartigen „wilden Wald“ nach. Der neue natürliche und baumartenreiche Wald dürfte den üblichen monotonen Nutzholzforsten ökologisch weit überlegen sein. Der Erlebnisweg „Hochwaldsteig“ am Sommerweg gibt Einblicke in diese natürliche Waldentwicklung.
liebe grüsse
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Donnerstag 3. Mai 2018, 19:40

Feli hat geschrieben:so geschehen im nationalpark bayerischer wald - die haben am lusen - glaub ich - den käfer wüten lassen und nix weggeräumt... das reguliert sich inzwischen aber wieder von selber - auch wenns jahrelang nicht wirklich grün war sondern graue baumleichen rumstanden...

https://de.wikipedia.org/wiki/Lusen" onclick="window.open(this.href);return false;
Bis Mitte der 1990er Jahre verlief beinahe der gesamte Anstieg auf den Lusen (bis kurz vor das Blockmeer) im schattigen Misch- bzw. Nadelwald. Ab 1995 fielen aufgrund der ungewöhnlich warmen Witterung jedoch weite Teile des alten Bergfichtenwaldes dem Borkenkäfer zum Opfer. Im Lusengebiet und nördlich davon traten auf rund 4000 Hektar die Schäden fast geschlossen auf. Dem Grundsatz des Nationalparkgedankens folgend wurden keine chemischen oder biologischen Abwehrmaßnahmen ergriffen. Dem Betrachter bietet sich vom Lusengipfel aus daher ein Bild, in dem immer noch die abgestorbenen Nadelbäume dominieren. Die Nationalparkverwaltung hat sich entschieden, kein Totholz aus dem betroffenen Gebiet zu entfernen. Sie vertritt die Philosophie „Natur Natur sein lassen“. Es sterbe nicht der Wald, sondern nur seine alten Individuen. Im Schutze der toten Bäume wächst bereits ein neuer Wald zu einem europaweit einzigartigen „wilden Wald“ nach. Der neue natürliche und baumartenreiche Wald dürfte den üblichen monotonen Nutzholzforsten ökologisch weit überlegen sein. Der Erlebnisweg „Hochwaldsteig“ am Sommerweg gibt Einblicke in diese natürliche Waldentwicklung.
Genau so sollte es sein, ueberall und nicht nur in Nationalparks! :-)
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Bachfan
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Donnerstag 3. Mai 2018, 23:24

Stefan MV-Alm hat geschrieben:Genau so is etzl,der oder die Käfer werden heuer ein riesen Problem werden :(

übrigends voriges Jahr 3,52 Mio Festmeter Käferholz,so viel wie noch nie :!: seit 1944
1944 war allerdings ein kühles und feuchtes Jahr ...
Liebe Grüße :)

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Freitag 4. Mai 2018, 00:10

Bei uns in Poysbrunn war letzte Nacht ein leichtes Gewitter mit 4 mm, im April hatten wir 35 mm (10 mm unter dem Durchschnitt), von der Feldfrucht schaut bis jetzt noch alles recht schön aus, ein ausgiebiger Regen von rund 20 mm wäre aber in den nächsten 10 bis 14 Tagen schön langsam doch wichtig, sonst stellt die Vegetation durch die schon beginnende Hitze das Wachstum bald ein - ein vermehrtes Niederschlasgsdefizit in den letzten Jahren stelle ich hier im nordöstlichen Weinviertel noch nicht fest, meist haben wir doch einen Jahresniederschlag zwischen 600 und 700 mm.
Bürgler87
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Freitag 4. Mai 2018, 08:37

Zum Thema Holz im Wald liegen lassen: Wird ja auch oft absichtlich gemacht, Fangbäume, die die Käfer eher belagern als die gesunden Bäume und dann rausgezogen werden.
Hab gestern erfahren, dass Waldbesitzer mittlerweile die Pflicht haben, einmal pro Woche ihren Wald grob durchzuprüfen auf Fallholz, Käferbefall, Pilz. Das gabs früher nicht, da konnte jeder seinen Wald wild lassen.
Zu den Monokulturen konnte keiner eine Antwort geben wieso man das damals gemacht hat. Heute darf man es hier nicht mehr, das weiß ich.

Aber es ist definitiv nicht so schlimm in der heutigen Zeit. Da gabs angeblich vor 30, 40 Jahren größere Probleme, gerade wegen Sturmschäden, vielleicht auch Trockenheit und Kombination der beiden. Es gibt immer stärkere und schwächere Käferjahre. Ist wie mit den Wespen und Gelsen, die sind ja auch nicht jedes Jahr gleich präsent. :)
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etzl
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Freitag 4. Mai 2018, 09:45

Bürgler87 hat geschrieben:Zum Thema Holz im Wald liegen lassen: Wird ja auch oft absichtlich gemacht, Fangbäume, die die Käfer eher belagern als die gesunden Bäume und dann rausgezogen werden.
Hab gestern erfahren, dass Waldbesitzer mittlerweile die Pflicht haben, einmal pro Woche ihren Wald grob durchzuprüfen auf Fallholz, Käferbefall, Pilz. Das gabs früher nicht, da konnte jeder seinen Wald wild lassen.
Zu den Monokulturen konnte keiner eine Antwort geben wieso man das damals gemacht hat. Heute darf man es hier nicht mehr, das weiß ich.

Aber es ist definitiv nicht so schlimm in der heutigen Zeit. Da gabs angeblich vor 30, 40 Jahren größere Probleme, gerade wegen Sturmschäden, vielleicht auch Trockenheit und Kombination der beiden. Es gibt immer stärkere und schwächere Käferjahre. Ist wie mit den Wespen und Gelsen, die sind ja auch nicht jedes Jahr gleich präsent. :)

Von wem hast du die Info mit der "Überprüfungspflicht"? Hab ich in dieser Form noch nie gehört, es sollte eher im Interesse jedes Waldbesitzers sein damit er die Schäden möglichst in Grenzen hält. Die Fangbäume sind genauso wie die "Käferfallen" mit Vorsicht zu genießen. Man muss halt dahinter sein, denn sonst hat man mehr Schaden als Nutzen.
Für das Waldsterben vor 30, 40 Jahren war meiner Meinung nach eher der "Saure Regen" Schuld, wobei es natürlich immer wieder in gewissen Gegenden größere Sturmereignisse gab.
Bürgler87
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Freitag 4. Mai 2018, 11:28

Von meinem Vater sowie den Förstern hier. Haben uns gestern über das Thema unterhalten. Habs bei denen mal in den Raum gebracht und ja, heuer wird ein hartes Jahr, sagen sie alle.

Sicher sind Fangbäume und Käferfallen mit Vorsicht zu genießen. Aber was willst du sonst machen? Zuschauen? Ja, dann kann man natürlich alles auf die Trockenheit und das böse Klima schieben. Man kann natürlich auch Chemie einsetzen, so wie im Kobernaußer gerne mal ganze Flecke eingedeckt werden, aber vorher sollte man es eher noch mit normalen und auch bewährten Mitteln versuchen.

Wenn man dahinter ist hält sich das Ganze sehr in Grenzen. Nur ist kaum noch wer dahinter, das ist eher das Problem.
Wenn ich mir so die Wälder in NÖ (Melk etc.) anschaue. Gut, ist schon 5 Jahre her, aber Schlachtfeld wär untertrieben. Kirche und Geiz halt, anderes Thema.
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Robert83
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Freitag 4. Mai 2018, 11:39

Beim 1. Tolleter Wettertag war ich, neben anderen interessanten Gästen, vor Ort.
Hinsichtlich Bäumen und Wald waren die Aussagen eines Baumexperten interessant, der in sehr einfachen Worten erklärte, was sein Eindruck der Situation ist: der Wald blüht heuer vielfach zum dritten Mal, was absolut nicht der Normalität entspricht und zum einen der Erwärmungssitution, zum anderen der vielfachen Trockenheit geschuldet ist - dem Wald gehts daher nicht so gut. Um in der Stressstition die Chance zu nutzen, um noch möglichst viele "Kinder" in die Welt zu setzen, werden massenhaft Pollen produziert. Dass ein massives Käferjahr droht, hat sich mittlerweile weit herumgesprochen, denn Nahrung findet das Getier genug.
Dafür sollte es auch ein gutes Obstjahr werden, denn die Bäume haben durch den überschüssigen Zucker des Vorjahres, den sie nicht zur Fruchtausbildung brauchten, gute Reserven gehabt, um Blüten und in Folge Fruchkörper auszubilden. Spätfrost war und ist in diesem Jahr in den Obstregionen zum Glück kein Thema.
etzl
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Freitag 11. Mai 2018, 09:57

in der aktuellen Ausgabe der Tips Freistadt ist ein interessanter Artikel zur Veränderung des Wetters/Klimas im Mühlviertel zu lesen:
https://www.tips.at/news/freistadt/land ... ehlviertel
Was wir aufgrund des Klimawandels bereits jetzt erleben:
Die Übergangsjahreszeiten werden wärmer, der Juni entwickelt sich zunehmend zu “dem„ Sommermonat. Bis zum Jahr 2000 waren die Sommer bei uns relativ niederschlagsreich, dann stellten die Meteorologen fest, dass sich die Luftströmungen in Europa umgestellt haben. Es wurde deutlich trockener im Raum Linz/Mühlviertel.
Nicht nur die Strömung hat sich umgestellt, es weht auch ständig relativ kräftiger Wind. Früher gab es Tage an denen es windstill war und es gab "tagelangen", gemütlichen Landregen.

Weiters schreibt Bernhard Niedermoser (ZAMG Salzburg) dass sich in unserer Gegend einiges ändern wird. Bei einem Temperaturanstieg von 2-4 Grad in den nächsten Jahren:
Auch im Mühlviertel müssten wir uns dann auf extreme Trockenheit und steppenartige Pflanzenwelt einstellen. “Vielleicht gibt es dann auch gar keine Vegetation mehr„, sagt Bernhard Niedermoser.

Wenn ich mir ansehe welche Flächen in den letzten Jahren im OÖ-Zentralraum bis rauf ins Mühlviertel versiegelt wurden (Bau von Straßen, Häusern, Einkaufszentren), werden die nächsten Jahre bei Unwettern (Überschwemmungen) und Dürre (Versorgung mit Trinkwasser) auch für uns bisher "verwöhnten" Mühlviertler zunehmend interessant.
rudolf
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Freitag 11. Mai 2018, 11:29

Danke fürs reinstellen. Ein interessanter Bericht zum Nachdenken.
Standort: Sierning bei Steyr/O.Ö. , Seehöhe: 330 m
Wetterstation: Vantage Pro2
Web: http://www.wetter-hausruckviertel.at" onclick="window.open(this.href);return false;
wienerin
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Freitag 11. Mai 2018, 18:45

Zum Thema Belastung der Wälder durch das veränderte Klima (und andere Faktoren, die zusätzlich erschwerend hinzukommen), habe ich heute einen interessanten Artikel im Kurier gelesen:

https://kurier.at/chronik/oesterreich/k ... /400033708" onclick="window.open(this.href);return false;
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SteHo
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Freitag 11. Mai 2018, 19:30

wienerin hat geschrieben:Zum Thema Belastung der Wälder durch das veränderte Klima (und andere Faktoren, die zusätzlich erschwerend hinzukommen), habe ich heute einen interessanten Artikel im Kurier gelesen:

https://kurier.at/chronik/oesterreich/k ... /400033708" onclick="window.open(this.href);return false;
Interessanter Artikel, danke fuers Verlinken! Man sollte vielleicht doch nochmal drueber nachdenken, ob es nicht gut waere ein paar natuerliche Feinde des Wilds wieder dauerhaft in Oesterreich zu haben. Aber sobald sich ein Rudel Woelfe irgendwo niederlaesst ist der Aufschrei immer riesig. Oder sie verschwinden unter komischen Umstaenden (https://www.zeit.de/2008/31/WWF" onclick="window.open(this.href);return false;) wie die mehr als 20 Baeren nahe meiner Heimat im Mostviertel!
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Freitag 11. Mai 2018, 20:20

SteHo hat geschrieben:
wienerin hat geschrieben:Zum Thema Belastung der Wälder durch das veränderte Klima (und andere Faktoren, die zusätzlich erschwerend hinzukommen), habe ich heute einen interessanten Artikel im Kurier gelesen:

https://kurier.at/chronik/oesterreich/k ... /400033708" onclick="window.open(this.href);return false;
Interessanter Artikel, danke fuers Verlinken! Man sollte vielleicht doch nochmal drueber nachdenken, ob es nicht gut waere ein paar natuerliche Feinde des Wilds wieder dauerhaft in Oesterreich zu haben. Aber sobald sich ein Rudel Woelfe irgendwo niederlaesst ist der Aufschrei immer riesig. Oder sie verschwinden unter komischen Umstaenden (https://www.zeit.de/2008/31/WWF" onclick="window.open(this.href);return false;) wie die mehr als 20 Baeren nahe meiner Heimat im Mostviertel!

*gut*
Schöne Grüße aus dem Süden.
Hele *wink* Feldkirchen/Ktn. ca.580m
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Samstag 12. Mai 2018, 19:46

etzl hat geschrieben: Nicht nur die Strömung hat sich umgestellt, es weht auch ständig relativ kräftiger Wind. Früher gab es Tage an denen es windstill war...
Das Thema hab ich vor einem Jahr bereits aufgegriffen. Aber da wurde ich klar mit Zahlen widerlegt, wobei man sagen muss, viele Daten bezüglich Windstille/Flaute gibts bei uns nicht.
Ich blieb dabei, mein subjektives Empfinden ist, dass in den letzten Jahren Windstärken sowie "windige" Tage zugenommen haben.

Alles andere kann ich nur unterschreiben, Klimawandel hin oder her, im Endeffekt sind wir zu 90% selbst an Katastrophen a la Überflutungen, Murren etc. schuld... Auch die gewinnmaximierte Landwirtschaft (leider ist sie mittlerweile anders nicht mehr möglich) vernichtet und vergiftet über die Zeit alles... Leider.
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Samstag 12. Mai 2018, 20:14

Wie schauts bei euch bezüglich Regen aus
Bei mir wirds langsam eng.
Ich betreibe eine kleine Landwirtschaft nebenbei und bei uns steht zur Zeit nur ca 1/3 des Grases wie normal.
Wir hatten im April nur 12 Liter Regen und im Mai bis jetzt läppische 1,2 Liter!
Sämtliche Gewitterregen die etwas Abhilfe schaffen könnten gehen entweder nördlich oder südlich an uns vorbei.
Ich hoffe das nächste Woche etwas Nasses von oben kommt. *grübel*
http://www.e-wetter.at/cgi-bin/wetterwe ... tterlacken" onclick="window.open(this.href);return false;
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Mulvane
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Samstag 12. Mai 2018, 23:43

Wetterlacken hat geschrieben:Wie schauts bei euch bezüglich Regen aus
Bei mir wirds langsam eng.
Ich betreibe eine kleine Landwirtschaft nebenbei und bei uns steht zur Zeit nur ca 1/3 des Grases wie normal.
Wir hatten im April nur 12 Liter Regen und im Mai bis jetzt läppische 1,2 Liter!
Sämtliche Gewitterregen die etwas Abhilfe schaffen könnten gehen entweder nördlich oder südlich an uns vorbei.
Ich hoffe das nächste Woche etwas Nasses von oben kommt. *grübel*

Immer wieder krass die ungleiche Niederschlagsverteilung. Hier in Feldkirchen hatten wir allein in den letzten 10 Tagen 99mm an Regen.
Schöne Grüße aus dem Süden.
Hele *wink* Feldkirchen/Ktn. ca.580m
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