Wetterwiese 2020

Diskussionen rund um Kurz- & Mittelfristprognosen und Wetterentwicklungen
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Matthias
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Freitag 22. Mai 2020, 17:48

Feli hat geschrieben:
Freitag 22. Mai 2020, 10:39
meister_k hat geschrieben:
Freitag 22. Mai 2020, 08:39
... dafür schauts für morgen nicht schlecht aus ;-) mit der Front am Abend sollten sich in Wien Gewitter ausgehen. sieht im Moment stark nach einer klassischen "Weisswurst" aus *gg*
das wär ja wieder mal was fast neues - hatten wir schon ewig nimmer! jahrelang!? *hm*
ja, das ist schon ewig her...
lg,
Matthias

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Dustdevil
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Freitag 22. Mai 2020, 22:36

meister_k hat geschrieben:
Freitag 22. Mai 2020, 08:39
... dafür schauts für morgen nicht schlecht aus ;-) mit der Front am Abend sollten sich in Wien Gewitter ausgehen. sieht im Moment stark nach einer klassischen "Weisswurst" aus *gg*
Die Rapid Update HD Modelle von Kachelmann berechnen dabei allesamt ziemlich heftige Böen, aber ein paar schießen den Vogel komplett ab. Ist sowas überhaupt realistisch?

Bild
Lg Gerald

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wienerin
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Montag 25. Mai 2020, 19:37

Ein Monat im Soll ist auch zu wenig, um an langfristig gewachsener Trockenheit was zu ändern, aber funktioniert auch alleine auf das Jahr 2020 betrachtet nicht, siehe z.B. Wien mit derzeit ca. 60mm Niederschlag im Mai:

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 2020&ref=3

Auf das gesamte Jahr gerechnet fehlen uns weiterhin ca. 70mm, auch wenn es bis zum Ende der Woche vielleicht "nur" mehr 50mm sind (wenn die 20mm eintreffen, die derzeit in den Modellen drinnen sind), schleppen wir das angewachsene Minus weiter und ein trockener Juni wäre entsprechend verheerend.

Oberflächlich betrachtet bringt so ein verregneter Monat natürlich viel, das Gras ist frisch und hoch, die Bäume wirken vitaler, aber das sind und bleiben derzeit nur trügerische Momentaufnahmen, aber natürlich besser als gar nichts, mittlerweile ist man ja schon froh, wenn man im Mai nicht auf Steppengras blicken muss, sondern erst im Laufe des Junis.
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ManuelW4
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Mittwoch 27. Mai 2020, 11:00

der mai 2020 ist übrigens im vgl zu 1961-1990 um 0,9 grad zu WARM verlaufen, im westen und südwesten gibt es teils abweichungen von > 2K

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 0-05&ref=1
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SteHo
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Mittwoch 27. Mai 2020, 12:32

ManuelW4 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 11:00
der mai 2020 ist übrigens im vgl zu 1961-1990 um 0,9 grad zu WARM verlaufen, im westen und südwesten gibt es teils abweichungen von > 2K

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 0-05&ref=1
Ich ertappe mich selbst auch schon dabei, dass ich mir denke, dass der Mai halbwegs kühl verlaufen ist. Da sieht man erstmal, was in unseren Breiten vor wenigen Zeiten eigentlich noch normal war. Danke für die Erinnerung, Mani.
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nuntius
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Mittwoch 27. Mai 2020, 16:39

SteHo hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 12:32
ManuelW4 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 11:00
der mai 2020 ist übrigens im vgl zu 1961-1990 um 0,9 grad zu WARM verlaufen, im westen und südwesten gibt es teils abweichungen von > 2K

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 0-05&ref=1
Ich ertappe mich selbst auch schon dabei, dass ich mir denke, dass der Mai halbwegs kühl verlaufen ist. Da sieht man erstmal, was in unseren Breiten vor wenigen Zeiten eigentlich noch normal war. Danke für die Erinnerung, Mani.
Hätte ebenso dieses Gefühl, weshalb ich zunächst sehr überrascht war, allerdings ein Blick hatte mich einwenig beruhigt. Es gibt doch ein starkes West-Ost-Gefälle.
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hochalm
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Freitag 29. Mai 2020, 09:32

nuntius hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 16:39
Hätte ebenso dieses Gefühl, weshalb ich zunächst sehr überrascht war, allerdings ein Blick hatte mich einwenig beruhigt. Es gibt doch ein starkes West-Ost-Gefälle.
Vom Gefälle her ist der Mai ähnlich wie der April, nur auf anderem Niveau. Zu warm sind sie im Flächenmittel beide. Der letzte zu kalte Monat ist 1 Jahr her, mittlerweile. Vllt war ja der Mai 2019 überhaupt schon der letzte seiner Art und wir haben nur noch zu warme Monate.. runaway conditions ahead?
April 2020 https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 0-04&ref=1
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marcus_wien
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Montag 1. Juni 2020, 05:53

Der mai war nun in wien in keinster weise zu trocken mit um 70 mm ns war er in der norm

Die monate vorher waren jedoch zu trocken und zu warm im durchschnitt
marcus_wien2 165üNN, temp Messung: 2 m über Rasen in ca 800m² grossen begrünten Innenhof - in Wien2 nähe Nestroyplatz
wienerin
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Dienstag 2. Juni 2020, 09:35

Der Mai war mit 83mm bei Wien-Hohe Warte sogar leicht überdurchschnittlich nass, nur wiegt das eben die Trockenheit der vorangegangenen Monate nicht auf, das hat übrigens auch der Mai 2019 mit 147mm nicht geschafft, weil danac der Rekordjuni mit Hitze und überdurchschnittlich viel Sonnenschein kam, bei Sonnenhöchststand mit den bekannten Folgen für die Natur, danach war das Gras verbrannt und warfen die ersten Bäume bereits Blätter ab. *flop*
https://wetter-wien.wien/news/wetter-st ... sterreich/
Insofern finde ich die derzeitigen Aussichten sehr erfreulich, der Juni bietet in der ersten Woche abwechslungsreiche Witterung und sogar nette Gewitteroptionen, morgen schaut besonders spannend aus. *bravo*

https://kachelmannwetter.com/at/modellk ... 1000z.html
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Alpemare
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Freitag 5. Juni 2020, 10:15

Letztes Jahr um diese Zeit begann der extrem heiße Juni mit kaum Regen und praktisch nur stabilem Hochdruckwetter.
Heuer ist's seit dem 20. Mai quasi praktisch ständig richtig arg unbeständig mit Regenschauern über den Tag verteilt und einigen teils sehr zu kalten Tagen. Die stabilen Tage sind leider in den letzten Wochen echt mager, was Outdoor-Aktivitäten echt schwer planbar macht, gestern etwa wars ja auch deutlich unstabiler als erwartet im Osten. Und mit Ausnahme von paar Tagen scheint das auch so weiterzugehen...

Die ZAMG geht in ihrer Saisonprognose mit über 70% von zu warmen Temperaturen aus: "Im Gegensatz zum Mai dürfte der Juni wieder mehr von föhnigen Südwestwetterlagen und Hochdruckgebieten dominiert sein." - immerhin aktualisiert am 29.05, was ja noch nicht solange her ist. Auch wenn's nur eine Saisonprognose ist, aber diese Hochdruckgebiete da sind ja derzeit wirklich weit und breit nicht in Sicht - sondern unbeständiges Wetter bis Mitte Juni... :(
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rudolf
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Freitag 5. Juni 2020, 10:28

Alpemare hat geschrieben:
Freitag 5. Juni 2020, 10:15
Letztes Jahr um diese Zeit begann der extrem heiße Juni mit kaum Regen und praktisch nur stabilem Hochdruckwetter.
Heuer ist's seit dem 20. Mai quasi praktisch ständig richtig arg unbeständig mit Regenschauern über den Tag verteilt und einigen teils sehr zu kalten Tagen. Die stabilen Tage sind leider in den letzten Wochen echt mager, was Outdoor-Aktivitäten echt schwer planbar macht, gestern etwa wars ja auch deutlich unstabiler als erwartet im Osten. Und mit Ausnahme von paar Tagen scheint das auch so weiterzugehen...

Die ZAMG geht in ihrer Saisonprognose mit über 70% von zu warmen Temperaturen aus: "Im Gegensatz zum Mai dürfte der Juni wieder mehr von föhnigen Südwestwetterlagen und Hochdruckgebieten dominiert sein." - immerhin aktualisiert am 29.05, was ja noch nicht solange her ist. Auch wenn's nur eine Saisonprognose ist, aber diese Hochdruckgebiete da sind ja derzeit wirklich weit und breit nicht in Sicht - sondern unbeständiges Wetter bis Mitte Juni... :(
Beständiges Juniwetter war in den letzten Jahren eine Ausnahmeerscheinung. Ich kann mich erinnern, dass bis zur Sonnenwende meist unbeständiges und kühles Wetter war inkl. Schafskälte.
Ja die Outdoor bedingen sind in nächste Zeit nicht gut. Ich bin nächste Woche im Lungau Radfahren, da wird die Regenjacke nicht ausbleiben.
Standort: Sierning bei Steyr/O.Ö. , Seehöhe: 330 m
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Markus
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Freitag 5. Juni 2020, 13:40

Alpemare hat geschrieben:
Freitag 5. Juni 2020, 10:15
Letztes Jahr um diese Zeit begann der extrem heiße Juni mit kaum Regen und praktisch nur stabilem Hochdruckwetter.
Heuer ist's seit dem 20. Mai quasi praktisch ständig richtig arg unbeständig mit Regenschauern über den Tag verteilt und einigen teils sehr zu kalten Tagen. Die stabilen Tage sind leider in den letzten Wochen echt mager, was Outdoor-Aktivitäten echt schwer planbar macht, gestern etwa wars ja auch deutlich unstabiler als erwartet im Osten. Und mit Ausnahme von paar Tagen scheint das auch so weiterzugehen...

Die ZAMG geht in ihrer Saisonprognose mit über 70% von zu warmen Temperaturen aus: "Im Gegensatz zum Mai dürfte der Juni wieder mehr von föhnigen Südwestwetterlagen und Hochdruckgebieten dominiert sein." - immerhin aktualisiert am 29.05, was ja noch nicht solange her ist. Auch wenn's nur eine Saisonprognose ist, aber diese Hochdruckgebiete da sind ja derzeit wirklich weit und breit nicht in Sicht - sondern unbeständiges Wetter bis Mitte Juni... :(
Ich bin froh, dass es im Osten mal 2 regnerische Wochen gegeben hat, die 3 Monate Trockenheit mit Dauerhochdruck waren lange genug. Ein heißer Juni wie im letzten Jahr wäre für die Natur fatal.
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wienerin
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Samstag 6. Juni 2020, 07:02

Volle Zustimmung, Markus. Noch immer haben wir ein Defizit von 60mm zur durchschnittlichen Regenmenge des bisherigen Jahres. Ein unbeständiger Juni ist eine Verschnaufpause für die heimische Fauna und Flora, ich sehe auch keinen Widerspruch zu einem überdurchschnittlich temperierten Juni, im Osten derzeit ausgeglichene Temperaturen und von Montag und dem kommenden Feiertag abgesehen, geht es warm weiter, ab Mitte Juni vielleicht auch schon hochsommerlich, garniert mit Taupunkten um 20°C.
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hochalm
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Samstag 6. Juni 2020, 14:21

Aus heutiger Sicht verschont uns der Juni bis auf weiteres mit Hitze-Extremwerten,
aber der schon "normal" gewordene durchschnittliche Wärme-Überschuss von 3°+ scheint sich schon wieder aufzubauen
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chris-kapfenberg
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Freitag 19. Juni 2020, 21:12

Hallo,

an alle die Schönwetter u. Hitze lieben, bitte jetzt nicht böse sein..... ;)

...aber ich bin so was von froh, dass uns dieses Jahr bis jetzt eine Hitzewelle jenseits der 30er erspart geblieben ist (so wie häufig in den letzten Jahren im Juni vorkommend).
Draußen ist es angenehm, manchmal gibt`s Badewetter, aber keine unerträglich Hitze (v.a. in der Stadt, wie z.B., Graz, wo ich dzt. arbeite).

Und auch bis zur Glaskugel keine Gluthitze in Sicht:

Bild

Aber Juli, August kommen ja noch...

L.G., chris-kapfenberg
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hochalm
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Samstag 20. Juni 2020, 12:51

Was nichts dran ändert, dass wir auf einen wieder zu warmen Monat zusteuern, den 13. in ununterbrochener Folge.. das ist für sich gesehen auch wieder ein Rekord.
Denn die Mittelwerte der einzelnen Monate isoliert sagen eigentlich nichts aus über unseren Zustand - die Abfolgen jedoch sehr viel

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 0-06&ref=1
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wienerin
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Sonntag 21. Juni 2020, 07:41

Der Mai war nach dem Klimamittel von 1981-2010 nicht zu warm, sondern unterdurchschnittlich temperiert.
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nadjap
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Sonntag 21. Juni 2020, 08:37

wienerin hat geschrieben:
Sonntag 21. Juni 2020, 07:41
Der Mai war nach dem Klimamittel von 1981-2010 nicht zu warm, sondern unterdurchschnittlich temperiert.
Auf der Hohen Warte 1,1°C zu kühl.
wienerin
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Sonntag 21. Juni 2020, 09:00

nadjap hat geschrieben:
Sonntag 21. Juni 2020, 08:37
wienerin hat geschrieben:
Sonntag 21. Juni 2020, 07:41
Der Mai war nach dem Klimamittel von 1981-2010 nicht zu warm, sondern unterdurchschnittlich temperiert.
Auf der Hohen Warte 1,1°C zu kühl.
Ja, das meinen ich mit unterdurchschnittlich temperiert, aber auch österreichweit im Flächenmittel unter dem Durchschnitt
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 0-05&ref=3


Der Juni bisher österreichweit ebenfalls unauffällig, was sich aber natürlich bis zum Ende des Monats noch ändern kann:
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 0-06&ref=3

Und um der Diskussion zur Referenzperiode vorzubeugen: ich persönlich bin eine Verfechterin dafür, nach dem Klimamittel 1981-2010 zu bilanzieren, weil es nun mal das aktuellere ist und auch dem subjektiven Empfinden der meisten entspricht, da orientiert man sich nun mal eher an den letzten zwanzig Jahren und zusätzlich gibt es immer schon klimatische Änderungen und all diese Parameter fließen in einem aktuellen Klimamittel ein und es ist völlig normal, dass es von einem vorherigen abweicht.

Um den Klimawandel als Tatsache anzuerkennen, brauche ich jedenfalls weder ein ältere Referenzperiode für ein Klimamittel, noch beeinflusst mich in der Meinung das lokale und momentane Wettergeschehen, ich finde diesbezüglich ohnehin das globale Geschehen viel relevanter und auch aussagekräftiger.

Bei uns in Österreich muss man jedoch feststellen, dass wir den derzeitigen Temperaturüberschuß über das Jahr gerechnet bisher hauptsächlich dem Winter zuzuschreiben haben, siehe saisonale Abweichungen:

Winter: +3,1°C österreichweit über dem Flächenmittel
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 20-0&ref=3

Frühling: +0,8°C österreichweit über dem Flächenmittel
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 20-1&ref=3
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nadjap
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Sonntag 21. Juni 2020, 10:57

Natürlich ist es seit Jahren viel zu warm, ich sehe es aber auch so wie du, dass der heurige bisherige Überschuss weitgehend aus den Wintermonaten stammt. Wie es dann im Sommer wird, steht dann auf einem anderen Blatt.
Alpemare
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Sonntag 21. Juni 2020, 11:49

Unabhängig davon ob (geringfügig) zu warm oder normal, der Juni ist bislang vor allem von dieser ständigen Unbeständigkeit gekennzeichnet und zwar meist schon von der Früh weg. Bei nachmittäglichen Schauern/Gewittern kann man ja noch dementsprechend Outdoor-Aktivitäten einplanen, aber so wird es schon recht schwierig irgendwas zu planen/unternehmen.

Interessant finde ich auch diese ständige Tiefdruck-Aktivität von Osten her, wie ja auch derzeit. Und auch nächste Woche, wo es ja zunächst nach echt schönem und stabilem Wetter aussah, scheint es jetzt ja erst recht wieder mit dieser Unbeständigkeit weiterzugehen. Ich hoffe, dass sich hier bald mal was tut und die Wetterlage sich etwas in Richtung stabilerem Wetter bewegt.

Immerhin: In Westeuropa soll's ja richtig Sommer werden kommende Woche bis recht weit hinauf, in Skandinavien ist es eh schon wochenlang schön. Und auch rund um die Adria (Beispiel Split und Ancona) und generell im Mittelmeerraum scheint es sich jetzt ja, wie typisch für die Jahreszeit, zu stabilisieren. Bin also gespannt, ob sich da noch was umstellt, sodass gegen Juli endlich mal auch stabileres Wetter in Österreich EInzug hält, das nicht nur 1-2 Tage anhält.

Genau das macht Urlaub in Österreich für mich so unattraktiv, wenn man da in den Bergen unterwegs ist und es ständig regnet/unbeständig ist, kein Vergleich zum Mittelmeerraum, wo man normalerweise ab ca. Mitte Juni mit beständigen Hochdruckgebieten rechnen kann.
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Bachfan
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Sonntag 21. Juni 2020, 12:41

Würde sagen, der Mai und der Juni lassen sich temperaturmäßig ziemlich gut dem früheren Normal zuordnen (etwas kühle und etwas warme Phasen abwechselnd und viele annähernd durchschnittliche Tage).
Die Wahrnehmung der meisten Menschen orientiert sich allerdings an dem, was aktuell normal ist (z. B. die letzten 10 Jahre), und in diesem Fall nimmt man den Mai und Juni natürlich als kühl war. Mittlerweile ist der Unterschied zwischen dem, was früher normal war und dem, was aktuell normal ist, halt schon recht bedeutend.

Ja, die letzten Wochen waren unbeständig, aber dafür waren März und April extrem beständig. Auffallend ist die hohe Erhaltungsneigung. In letzter Zeit setzen sich eher die Modellläufe durch, die eine Verlängerung der Lage prognostizieren, auch wenn sie zunächst eher Ausreißer sind.
Liebe Grüße :)

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Sonntag 21. Juni 2020, 13:01

Was in diesem Juni bisher ungewöhnlich ist, dass er wirklich ein besonders trübes Exemplar ist. Ich habe heute bei der ZAMG mich mal aus Interesse durchgeclickt und man findet genug nassere und natürlich auch kühlere Exemplare in der Vergangenheit, aber selbst 2013 - wo es ja das Junihochwasser gab - hatte um 250h Sonnenschein und wir haben derzeit um 115h. Auch wenn natürlich da noch was hinzukommen wird und nicht das Endergebnis ist, so erscheint mir dieser Parameter besonders auffällig.
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hochalm
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Montag 22. Juni 2020, 05:58

wienerin hat geschrieben:
Sonntag 21. Juni 2020, 07:41
Der Mai war nach dem Klimamittel von 1981-2010 nicht zu warm, sondern unterdurchschnittlich temperiert.
Indem man die Referenzperiode bei stetiger Erwärmung immer höher legt, verwässert man die Aussage von Mittelwerten bis zur Unkenntlichkeit und macht Vergleiche damit sinnfrei. Die Periode 1960-1990 ist noch einigermaßen von globaler Erwärmung verschont und eignet sich daher als Vergleichszeitraum gut. Ab 1990 (ca 350ppm CO2) ist die Temperatur sprunghaft angestiegen, die Periode 1980-2010 ist damit selbst schon von erheblicher Erwärmung betroffen. Was folgt dann ab 2020 - ein Vergleich mit 1990-2020? Im übrigen hat der Vergleich von Monatswerten insgesamt wenig Aussagekraft - entscheidend sind die Jahresmittel, und dort haben wir bereits 2.5°+ erreicht. Daran ändern auch ein paar moderat temperierte Monate nichts

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hochalm hat geschrieben:
Montag 22. Juni 2020, 05:58
wienerin hat geschrieben:
Sonntag 21. Juni 2020, 07:41
Der Mai war nach dem Klimamittel von 1981-2010 nicht zu warm, sondern unterdurchschnittlich temperiert.
Indem man die Referenzperiode bei stetiger Erwärmung immer höher legt, verwässert man die Aussage von Mittelwerten bis zur Unkenntlichkeit und macht Vergleiche damit sinnfrei. Die Periode 1960-1990 ist noch einigermaßen von globaler Erwärmung verschont und eignet sich daher als Vergleichszeitraum gut. Ab 1990 (ca 350ppm CO2) ist die Temperatur sprunghaft angestiegen, die Periode 1980-2010 ist damit selbst schon von erheblicher Erwärmung betroffen. Was folgt dann ab 2020 - ein Vergleich mit 1990-2020? Im übrigen hat der Vergleich von Monatswerten insgesamt wenig Aussagekraft - entscheidend sind die Jahresmittel, und dort haben wir bereits 2.5°+ erreicht. Daran ändern auch ein paar moderat temperierte Monate nichts

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Klar wird man in einigen Jahren dann das neue Klimamittel heranziehen, ich habe aber eigentlich eh schon alles geschrieben - für mich wird dadurch weder etwas verwässert, noch durch Abschnitte wie derzeit der Klimawandel in Frage gestellt.
Statistisch interessant sind ohnehin nur weitaus längere Perioden und dazu gibt es ja genug Rechnungen zur Entwicklung der Jahresmitteltemperaturen seit Beginn der Messgeschichte und die sind meines Erachtens beeindruckend genug.
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/new ... fullscreen

Zusätzlich ist natürlich der Blick auf das globale Geschehen wichtig, der in Wahrheit ja ohnehin viel bedeutsamer ist zur Beurteilung des Klimawandels, wie die Frage ob es vor Ort gerade einen Monat im Durchschnitt oder deutlich darüber gibt oder einen zu kalten.
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