Nach sage und schreibe 9 massiven Eruptionen (und einer 10. aus der Entfernung - nochmals der brave Old Faithful), und einigem Sport als Höhentraining ging es erst mal weiter, und zwar 2 oder 3 Meilen zum mittleren Geysirfeld.
Der "Saphire Pool" macht seinem Namen alle Ehre. Ultraheißes Wasser erlegt (fast) alles Leben. Der minmale Abfluss hatte 20m weiter noch 70°C

Wieder einige schöne Strukturen aus Geysirit:

Bäume kämpfen gegen saures Milieu und heißes viel zu mineralhältiges Wasser. Sie werden nicht mehr lange durchhalten.
Eine Thermalwüste entsteht, Lebensraum für die bunten Bakterien-algen.

Ach ja "Bisons are dangerous wildlife, do noit approach". Das da HINTER dem Bison íst unser Auto. Sehr scheu ist das Wildlife jedenfalls nicht.

Nach laaaaaaaaangsamen Vortasten, um das Tierchen nicht auf dumme Gedanken zu bringen (wie zB mit Gesenkten Kopfüber einem drüber zu rennen) ging's auch schon weiter zu einem weiteren Bereich des "Midway Geyser Basin".
Wobei - auch zwischen den Feldern durch die Bank, querbeet hydrothermale Aktivität en Masse vorherrscht.
Das tiefer (Flussabwärts) gelegene Geysirfeld besticht durch gigantische Pools, und enorme Wassermengen, 15 Kubikmeter stürzen pro Minute kochend heiß in den "Firehole River", der danach 15°C Wassertemperatur aufwies.
Auch hier die Temperaturen und Farben des Lebens.

Tote unfassbare Hitze hingegen im großen, in brutalen Explosionen vor Jahrzehnten in de Geysirit gesprengten Kratersee des unberechenbaren Excelsior Geysirs. Kristalle sind das einzige was hier wachsen kann.


Braunalgen färben kühle Bereiche der Sinterterassen:

Nirgendwo ist der Regenbogen der Lebernsfarben, nach der Wassertemperatur gereiht, so schön zu sehen, wie im entsprechend benannten "Grand Pismatic Pool", mit fast 100 Metern Durchmesser und 50 Metern Tiefe einer der 3 größten Thermalquellen weltweit.


Und es gäbe noch so viele erschlossene und unerschlossene Thermalregionen, wie zB das Norris Geysirfeld... Aber um auch andere Dinge zu sehen mussten wir dieses dampfend links neben der Straße liegen lassen.
Denn es gibt auch Wasserfälle und Canyons.
Kleine, wie der Gibbon Fall...

...und große in große Schluchten hinein wie den Upper und Lower Falls, in den Yellowstone Grand Canyon.
Ja "Yellow Stone"...


Die Wasserfälle sid zeuge des unfassbar harten Winter der Gegend, genauer genommen die Eisskulpturen, aus Spray bei tiefsten Temperaturen geformt sind es.

Farben, Formen...

Und nocheinmal der Blick aufs Eis... WIEVIEL... unglaublich...

Blick auf den Fall, der dzt. Schmelzwasserbedingt ordentlich Wasser führt - es hatte ja auf 2500m 20°C plus, selbst neben dem Schnee und Eis!

Und nochmals die bizarren schroffen gelbgrellen Steine...

Danach folgte als letzte Highlights die Schwefelquellen, schade dass es keine Geruchsaufnahme gibt, eine Mischung aus H2S und SOx und beides reichlich ist ziemlich derb.
Und so gesundheitsförderlich sieht das Wasser, bzw. der Schlamm samt pH von < 1 auch nicht aus: Wer da reinfällt löst sich wortwörtlich ins Nichts auf.

Der Schlammvulkan sieht kaum harmloser aus:

Schlammpackung, und das so richtig heiß, außerdem mit Geruch zum Umfallen, also richtig gut für einen Chemiker wie mich.

Kleine Schwefelfumerolen am Schlammsee (der es auch gelegentlich als Schlammgeysir richtig krachen lässt). Dieser hat sich übrigens per kräftiger Dampfexplosion vor Jahrzehnten ins Leben gerufen, Bäume wurden aus den Boden geschossen.

Auch dieser Schlammgeysir macht gelegentlich explosiv Dampf, siehe Spuren in form von Kratern.

Dieses Thermalfeld macht auch mitten in die Straße Löcher und löst Kanalgitter in schwefelsäure auf!
Direkt neben der Straße wieder bunt - vieleicht mit dem Eisen der Kanalgitter:

Danach ging es gleich aus dem Park raus und in Nachtfahrt durch dieselbe Schlucht wie beim hinfahren Richtung bezahlbarem Motel im Nest "Cody". Im Park gibt's nämlich die Touristenspezialpreise, sowie viel von keinem Netz fürs Handy oder den Rechner.
PS.: Die Nachtfahrt hatte den Vorteil, dass der Schnee nicht so gut zu sehen war
