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SKYWARN AUSTRIA Forum » Wetter-WISSENS-Forum » Beaufort Skala » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
13.08.2006, 08:32 Uhr
strolch
Administrator
Avatar von strolch

Abschätzung der Windstärke

Lange noch bevor Windgeschwindigkeiten mit einfachen Geräten genau gemessen werden konnten, war es doch schon von großem Nutzen diese Anhand typischer Erscheinungen genau einschätzen zu können, immerhin war die Fortbewegung zu Wasser zur Zeit eines "Sir Francis Beaufort" vollkommen vom Wind abhängig. Dieses Meisterwerk kann aber auch heute noch gut angewandt werden, sollte der Windmesser beim Chase gerade nicht zur Hand sein. Außerdem soll die Skala lehren ab wann (Minimum stürmischer Wind – Versiche-rungen zahlen ab Böen von 63 km/h) das Wort Sturm in den Mund genommen werden sollte.

Vorsicht allerdings: Diese Skala bezieht sich auf die 10min Mittelwerte – die kurzfristigen Böen die eigentlich auch die Schäden verursachen sind wesentlich stärker. So darf ab einem Mittelwind – “Sturm” durchaus bereits von Orkanböen ausgegangen werden.

hier gehts zum Download der Skala
Beaufortskala PDF
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lg wolfgang / Guntramsdorf,NÖ (193m)
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Dieser Post wurde am 11.02.2009 um 11:55 Uhr von strolch editiert.
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001
13.08.2006, 08:42 Uhr
Duddits
Aktives Mitglied


Der Link funktioniert nicht.

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edit: Jetzt gehts
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Dieser Post wurde am 13.08.2006 um 08:45 Uhr von Duddits editiert.
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002
13.08.2006, 08:44 Uhr
strolch
Administrator
Avatar von strolch

muß schon funktionieren!!
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003
13.08.2006, 08:45 Uhr
Duddits
Aktives Mitglied



Zitat:
strolch postete
muß schon funktionieren!!

Schon gesehen, danke!
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004
13.08.2006, 13:25 Uhr
Sommerkind
registrierter User
Avatar von Sommerkind

Ahoi


Zitat:
Vorsicht allerdings: Diese Skala bezieht sich auf die 10min Mittelwerte – die kurzfristigen Böen die eigentlich auch die Schäden verursachen sind wesentlich stärker. So darf ab einem Mittelwind – “Sturm” durchaus bereits von Orkanböen ausgegangen werden.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Der häufigste Fehler der passiert ist, dass von Sturm gesprochen wird, sobald die Böen 75 km/h erreichen. Sturm ist aber erst, wenn der Mittelwind diesen Wert erreicht. Für Böen sollte man daher nie die Beaufort-Skala verwenden, denn dafür war sie nie gedacht.
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005
13.08.2006, 15:10 Uhr
Daniel
Aktives Mitglied
Avatar von Daniel

nicht??? dann hab ich aber jetzt was dazugelernt

was ist wenn ich jetzt einen Böe von 60km/h registrier aber keine Möglichkeit hab den Mittelwind festzustellen , von welcher Windstärke gehe ich dann aus?

das ist mir jetzt wirklich neu :)
--
Liebe Grüße Daniel aus
[X ] Wien16 Station Wilhelminenberg 314müNN - [ ] Jubiläumswarte Wilhelminenberg 483müNN - [ ] Am Dach eines Wohnblocks Alterlaa 70m über dem Boden - [ ] City - [ ] Im Wald
demnächst: [ ] 01.08./02.08. in Langenlois
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006
13.08.2006, 15:17 Uhr
Felix aus Innsbruck
Aktives Mitglied


Dann sind es halt Sturmböen,indem fall eher stürmische böen, aber kein "Sturm".

Im Englischen ist es so definiert:

Sturm. Jeder gestörte Zustand der Atmosphäre, besonders durch die Beeinflussung der Erdoberfläche, welcher raues und möglicherweise zerstörerisches Wetter impliziert.

Es existieren wenigstens drei in gewisser Hinsicht unterschiedliche Sichtweisen von Stürmen.

* 1) In der synoptischen Meteorologie ist ein Sturm eine vollständig individuelle Störung, welche auf synoptischen Karten als eine Zusammensetzung aus Druck,Wind, Bewölkung,etc. erkennbar ist, oder durch mesometeorologische Mittel wie Radar und Sferics erkennbar wird. Folglich erstreckt sich die Skala von Stürmen von Tornados und Gewitter, über tropische Zyklonen bis zu weit verbreiteten extratropischen Zyklonen.

* 2) Von einer örtlichen und speziell interessierter Sichtweise stellt ein Sturm ein wandelnde Ereignis dar, hinsichtlich seiner meist zerstörerischen oder spektakulären Eigenschaft(en). In dieser Art und Weise sprechen wir von Regen,- Wind-, Hagel-, Schneestürmen,etc. Bemerkenswerte Spezialfälle sind Blizzards, Eisstürme, Sandstürme und Staubstürme.

* 3) Für einen Hydrologen spielt "Sturm" in erster Hinsicht auf die räumliche und zeitliche Verteilung von Niederschlag über eine gegebene Region an, siehe lokaler Sturm, schwerer Sturm. [...]

http://amsglossary.allenpress.com/glossary/browse?p=104&s=S
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Gruß Felix
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007
13.08.2006, 16:16 Uhr
Daniel
Aktives Mitglied
Avatar von Daniel

ok alles klar wieder was dazugelernt danke euch
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Liebe Grüße Daniel aus
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008
13.08.2006, 18:01 Uhr
Sommerkind
registrierter User
Avatar von Sommerkind

Ahoi Daniel


Zitat:
was ist wenn ich jetzt einen Böe von 60km/h registrier aber keine Möglichkeit hab den Mittelwind festzustellen , von welcher Windstärke gehe ich dann aus?

Eben gerade dank Beaufort-Skala hast du die Möglichkeit, den Mittelwind (zumindest ungefähr) festzustellen. Ausser du befindest dich auf Land in einer vegetationslosen Gegend, dann wirds ziemlich schwierig ;)
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009
13.08.2006, 18:14 Uhr
Daniel
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Avatar von Daniel

ok ich dank euch für die Erklärung
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010
13.08.2006, 18:44 Uhr
nadjap
Organisation


Da habe ich auch wieder was dazugelernt! Dachte, auch die Windspitzen werden nach der Beaufort-Skala bemessen! Danke .... ;)
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Liebe Grüße Nadja

http://www.fotografie.at/galerie/nadjap
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011
13.08.2006, 21:33 Uhr
Sommerkind
registrierter User
Avatar von Sommerkind

Um das noch etwas zu verdeutlichen: Da die Beaufort-Werte anhand der Auswirkungen bzw. Schäden auf die Umwelt ermittelt werden, ist die Auswirkung der Böe immer im mittleren Windgeschehen mit einbezogen. Anders gesagt:


Zitat:
Der Wind ist eine sehr stark schwankende Grösse. Wenn wir ihn an einer Stelle fühlen oder messen, dann stellen wir fest, dass er sich ständig - quasi von Sekunde zu Sekunde - ändert, und zwar in seiner Richtung und in seiner Stärke. Bei stärkeren Winden nennen wir diese Eigenschaft Böigkeit. Das Schwanken des Windes erfolgt um einen Mittelwert, z.B. können wir ein Zehnminuten-Mittel feststellen. Die Schwankungen sind häufig so gross, dass ein einzelner Windstoss - eine Bö - mehr als doppelt so stark sein kann wie der mittlere Wind. So beobachtet man bei einem mittleren Wind der Stärke 8 der Beaufort-Skala, das ist ein "stürmischer Wind" mit mittleren Windstärken zwischen 62 und 74 km/h, durchaus Böen von mehr als 100 km/h, ja sogar 120 km/h. Bei dem zerstörerischen Potential solcher Böen kommt es nun wieder darauf an, wie lange eine solche Bö andauert, in welcher Häufigkeit solch starke Windstösse aufeinanderfolgen und aus welchen Richtungen sie kommen. Man sieht aus diesen kurzen Erörterungen, dass es mit der einfachen Angabe einer Windstärke nicht getan ist, weil der vektorielle, ständig schwankende Wind eine recht komplizierte physikalische Grösse ist.
Der Wind bringt so für alle ihm ausgesetzte Gegenstände eine ständig schwankende Belastung, die dann noch mit dem Schwingverhalten des Gegenstandes, z.B. eines Baumes, zusammenwirkt. Der Baum ist also nicht nur dem Winddruck ausgesetzt, der der mittleren horizontalen Windstärke entspricht. Vielmehr wird er durch die Böen auch noch aufgeschaukelt und kann gerade durch diese perdiodisch wirkenden Kräfte zu Fall gebracht werden. Eines der eindrucksvollsten Beispiele für diese dynamisch wirkenden Windkräfte ist die Zerstörung der ersten Hängebrücke über die Tacoma Narrows nahe der Stadt Tacoma im Staate Washington im Nordwesten der USA im Jahre 1940 (s. Link).
(...)
Die mit dem Wind verbundenen Luftdruckschwankungen betreffen nicht nur den Staudruck im Luv des angeströmten Hindernisses. Es bilden sich vielmehr im Lee Unterdrucke bis zu einigen hPa. (...) Typisch ist der Unterdruck bei Überströmen eines Dachfirstes durch Winde von Sturmstärke. Der Unterdruck sorgt dafür, dass die Dachziegel quasi abgesaugt werden und so ein grosser Schaden an der Dachbedeckung entstehen kann.

Kraus Helmut und Ebel Ulrich, Risiko Wetter - Die Entstehung von Stürmen und anderen atmosphärischen Gefahren, 2003 Springer Verlag Berlin

http://www.bernd-nebel.de/bruecken/4_desaster/tacoma/tacoma.html
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012
13.08.2006, 22:16 Uhr
Feli
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Avatar von Feli

@ fabienne

vielen dank für deine erläuterungen! die sind sehr wertvoll! :)
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liebe grüsse
Feli Aschach/Steyr/OÖ ~435m
I took a heavenly ride through our silence - I knew the waiting had begun - And headed straight... into the shining sun - D. Gilmore
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