Das SKYWARN Prinzip

Das Prinzip von SKYWARN Austria beruht auf dem System des amerikanischen Netzwerkes, welches in den siebziger Jahren vom nationalen Wetterdienst der USA (NOAA - National Oceanic and Atmospheric Administration) aufgebaut wurde.

Die Grundidee dabei ist, auf Unwetterereignisse geschulte, freiwillig arbeitende Beobachter (engl.: Storm-Spotter) auszubilden. Wetterdienste können trotz ihrem dichten Messnetzwerk und dem Niederschlagsradar keine Extremwetterereignisse wie z.B. Tornados verlässlich erkennen.

SKYWARN Austria arbeitet daher gleich seinem amerikanischen Vorbild als„Augen im Sturm“ eng mit österreichischen Wetterdiensten, Medien und Katastrophenschutzeinrichtungen zusammen und hilft so maßgeblich mit, die Wetterwarnungen der Wetterdienste und Medien für die Bevölkerung zu verbessern.

 

Diese Gewitterjäger (engl.: Storm-Chaser) fahren mitunter hunderte, manchmal sogar an die tausend Kilometer pro Tag, um besonders gefährlich erscheinende Unwetter näher zu betrachten. Nicht selten begeben sie sich auch in das Gebiet der heftigsten Turbulenzen und berichten live über das Geschehen. Wenn extreme Wetterphänomene zu beobachten sind, benachrichtigen die Stormchaser den nationalen Wetterdienst, die Flugsicherung sowie Radio- und Fernsehanstalten, welche dann deren Beobachtungen in Form von Warnungen innerhalb weniger Minuten an die betroffene Bevölkerung bzw. Zielgruppe weiterleiten.

Gleichzeitig werden die Unwetter in jeder Phase ihrer Entwicklung von den Storm-Chasern mittels Foto und Video dokumentiert. Dadurch werden wertvolle Informationen für die Forschung gewonnen.

Einst ein Ziel des Vereins, ist SKYWARN Austria heute bereits ein Teil des österreichischen Unwetter-Vorwarnsystems. Durch die Gewinnung von zahlreichen weiteren Unwetterbeobachtern und Sturmjägern soll das bestehende System auch in Zukunft wachsen und weiterentwickelt werden, um so noch genauer und schneller vor drohenden Unwettergefahren warnen zu können.