Ein typischer Tag eines Chasers
Es fängt an mit dem täglichen Hören des Wetterberichts und dem Ansehen der neuesten Vorhersagen im Internet. Wenn das Wetter am nächsten Tag vielversprechend aussieht – angekündigte Fronten, Gewitter, Unwetter – kommt der nächste Schritt: Wir informieren uns über Labilität, Taupunkte, Windrichtungen und dergleichen, um zu entscheiden, wo Unwetter am wahrscheinlichsten sind. Auf diese Gebiete richten wir dann unser Hauptaufmerksamkeit.In der angestrebten Zielfassung soll die Leitung unserer Bewegungen von der zentralen Unwettervorwarnstelle übernommen werden; dabei arbeiten wir eng mit geschulten Meteorologen zusammen, die uns an die Stellen der größten Turbulenzen führen, uns Radardaten zur Verfügung stellen und wichtige Veränderungen in der Atmosphäre sofort weitergeben.
Zuerst überprüfen wir die Daten vom Vortag, sehen uns die aktuellen Prognosen an. Anhand der Wetterradarbilder und der Ratschläge der Meteorologen entscheiden wir schlussendlich, wohin wir uns wirklich wenden. Sollten sich unsere Schlussfolgerungen als falsch erweisen, können wir Dank tragbarem Laptop mit Internet Anschluss und der permanenten Verbindung zu den Meteorologen in der Zentrale, jederzeit umkehren um ein anderes Unwetter-Gebiet anzusteuern.
Leider kommt dieser Fall immer wieder vor - ein Grund mehr bei den Daten immer up to date zu sein!
Am Einsatzort angekommen, versuchen wir die potenziellen Unwetter-Zellen anhand von Wetterradarbildern und eigener Beobachtungen zu erkennen. Ist das geschehen, fahren wir näher heran, begeben uns an die Stellen der größten Turbulenzen. Danach geht meistens alles sehr rasch, wir stehen unter andauerndem Zeitdruck.
Solange es geht versuchen wir der Zugbahn der Zelle zu folgen, was sich oftmals als recht schwierig herausstellt. Das Wetter muss sich nicht nach dem Straßenverlauf und den Verkehrsregeln richten, wir hingegen schon.
Das Wetter Ereignis wird mittels Foto & Film dokumentiert und im Falle, dass es sich um ein wirkliches Unwetter handelt, bzw. die Meldekriterien erreicht / überschritten werden, mittels Handy eine Warnung an die Unwetterzentrale, und/oder verschiedene Radiosender sowie das Fernsehen übermittelt. Das ganze funktioniert nahezu in Real Time - muss es auch, damit innerhalb weniger Minuten unsere Vor-Warnungen an die betroffene Bevölkerung weitergeleitet werden können.
Das ist unser Job – beobachten, dokumentieren, informieren - und gleichzeitig helfen!







