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3. Juni 2012 - Superzelle östliches Niederösterreich

Der 3. Juni war schon länger in der Rechnung unserer Sturmjäger - eine klassische Lage kündigte sich an, eine Linie aus Bayern sollte am Abend Salzburg, Oberösterreich und Teile Niederösterreichs überrollen - davor allerdings sollte es präfrontal einige heftige Entwicklungen geben.
Die höchsten Energiewerte waren ganz im Osten gerechnet mit bis zu 1500 Cape - allerdings war die Auslöse nicht sicher (einige Modelle hatten es jedenfalls in ihren Rechnungen).

Der SKYWARN Forecast für diesen Tag:

SKYWARN Austria Forecast für den 3.Juni

Die Soundings von Wien - aufgrund der Nähe zum Unwetter sehr repräsentativ:

(c) Department of Atmospheric Science - University of Wyoming
(c) Department of Atmospheric Science - University of Wyoming
(c) Department of Atmospheric Science - University of Wyoming

Die Entstehung der Superzelle am Radar (Anklicken für LOOP - Ladezeit etwas länger, ca. 3MB)

Mit freundlicher Genehmigung der (c) Austrocontrol www.austrocontrol.at

Mehrere Chaser bzw. Teams waren heute an dieser Zelle dran - ein größeres Team hat sich in St. Pölten stationiert um einen großen Aktionsradius zu haben, falls sich präfrontal was tut - und unsere 2 Chaser Thomas und Andreas, die die Zelle südseitig - und damit von ihrer schönsten Seite (Aufwindfeld, Wallcloud), dokumentieren konnten.

(c) Andreas Muhr
(c) Andreas Muhr
(c) Andreas Muhr

Thomas konnte das Unwetter bei sich zuhause in Felixdorf dokumentieren - leider war sein Elternhaus selbst von den Unwettern betroffen (Hagel und Überflutungen)

(c) Thomas Schreiner
(c) Thomas Schreiner
(c) Thomas Schreiner
(c) Thomas Schreiner
(c) Thomas Schreiner
(c) Thomas Schreiner
(c) Thomas Schreiner
(c) Thomas Schreiner

Kurz Nach Aufploppen der Zellen in der Schneebergregion machte das Chasingteam, das sich zu diesem Zeitpunkt etwas westlich von St.Pölten aufhielt, kehrt - schaffte es jedoch nicht mehr, vor die Zelle zu kommen. Allerdings konnten einige beeindruckende Aufnahmen der Rückseite der Zelle machen, welche die Intensität und Stärke eindrucksvoll unter Beweis stellten:

(c) Daniel Loretto
(c) Daniel Loretto
(c) Daniel Loretto

Die Schäden, die dieses Unwetter verursachte, waren stellenweise enorm. Vor allem im Raum Wöllersdorf gab es Sturmschäden, die der Wet Downburst mit geschätzt 100-140 km/h verursacht hat. Schwerwiegender war jedoch der dichte Hagelschlag. Zwar waren die größten Körner "nur" bis etwa 3cm groß - es hat jedoch lange und vor allem dicht gehagelt. So gab es stellenweise Hagelansammlung von einem knappen halben Meter auf der Wiese.

(c) Daniel Loretto
(c) Daniel Loretto
(c) Daniel Loretto
(c) Daniel Loretto
(c) Daniel Loretto
(c) Daniel Loretto
(c) Daniel Loretto
(c) Daniel Loretto
(c) Karl Wiedenhofer
(c) Karl Wiedenhofer

Zwei weitere Chasingteams mit mehreren Skywarn Austria Mitgliedern positionierte sich am Abend dann in Ohlsdorf in OÖ bzw. in Altmünster, um die von Bayern kommende Squallline abzufangen.

(c) Jürgen Ziegelwanger
(c) Jürgen Ziegelwanger

Das Chasingteam, welches die Schadensanalyse nach dem Wr.Neustädter Unwetter machte, fuhr ebenfalls Richtung Westen - und konnte bei Oed noch einige Blitzbilder erhaschen ;)

(c) Daniel Loretto

Zusammenfassend war es für alle ein beeindruckendes Chasing - neben den atemberaubenden Strukturen gab es leider wieder schwere Schäden - und auch viele langjährige Chaser konnten sich nicht erinnern, jemals so eine hohe Hageldecke zu Gesicht bekommen zu haben.

Ein heftiger Unwettertag, der am 8. Juni - jedoch "eine Klasse höher" - seine Fortsetzung finden sollte...

 
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