Unwetter-Zeiten Österreich
Im Prinzip kann es immer drunter und drüber gehen. Egal ob dies nun mächtige Unwetter im Sommer, Herbststürme im Oktober/November, oder Blitzeis, ergiebige Schneefälle & Graupelgewitter im Winter sind. Trotzdem kann man sagen, dass Skywarn Teams in erster Linie in den Monaten Mai bis September unterwegs sind.Vorsaison
- von Februar bis Ende April
Frühjahrsstürme und drastische, unberechenbare Wetterumschwünge stehen hier im Vordergrund (das typische Aprilwetter). Der Übergang zwischen Winter und Frühling vollzieht sich nicht selten sehr dramatisch. Manchmal, wenn es vielleicht schon 20 Grad hat, alles nach Frühlingsbeginn aussieht, gelangt noch einmal eine kräftige Kaltfront aus Norden nach Österreich und kühlt das Land um mehr als zehn Grad ab. Das dieser Umschwung Wetterextreme mit sich führen kann ist klar und macht das Chasen in dieser Zeit sehr interessant.
Hauptsaison
- von Anfang Mai bis Ende September
In dieser Zeit treten die heftigsten und stärksten Unwetter auf. Die meisten Tornados gibt es normalerweise im Juli, gefolgt von August und Juni. Auch Hagel ist in dieser Zeit am häufigsten. Es gibt verschiedene Wettersituationen, bei denen mit besonders heftigen Gewittern gerechnet werden kann:
- wenn es weitgehend sonnig, die Luft sehr labil und feucht ist und sich eine Kaltfront nähert – Entstehung von Squallines, das sind linienhaft organisierte Gewitter.
- wenn extreme Hitze herrscht und die Neigung zu Überentwicklung und damit Wärmegewittern besteht.
- wenn es bedeckt, aber sehr feucht, schwül und warm ist, kommt es immer wieder zur Entladung heftiger, in die umgebenden Wolkenschichten eingebeteter Gewitter.
Nachsaison
- von Ende September bis Ende Januar
Die berühmt-berüchtigten Herbst- und Winterstürme sorgen immer wieder dafür, dass Bäume entwurzelt und Häuser beschädigt werden. In dieser Zeit tobt der Kampf zwischen Herbst und Winter, was sich in plötzlichen Wintereinbrüchen und ebenso schnellen Erwärmungen zeigt.
Ab etwa Ende November übernimmt die kälteste Jahreszeit die Oberhand und es folgen Schneestürme und Graupelgewitter. Im Flachland entstehen durch starken Wind häufig Schneeverwehungen, die sich teilweise verheerend auf den Verkehr auswirken.
Eine weitere interessante Naturerscheinung, die es vorherzusagen gilt, betrifft den gefrierenden Regen, der Straßen spiegelblank werden lässt und zu Unfällen führt.
Man sieht also, dass wir Stormchaser eigentlich immer etwas zu tun haben, schließlich gibt es Wetterextreme nicht nur im Sommer, sondern sie können das ganze Jahr hindurch - und vor allem jederzeit - auftreten.
Wichtig ist es somit, stets wachsam zu sein, um eventuelle unwetterträchtige Wetterlagen rechzeitig zu erkennen - die betroffene Bevölkerung noch vor Beginn des Extremwetters darüber zu informieren.
mm - Skywarn Austria







