Diskussion zum Klimawandel

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marcus_wien
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#576 Beitrag von marcus_wien » Dienstag 17. Dezember 2019, 07:35

Wir müssen aufhören zu glauben das sich wirklich was ändert zu mindest kurzfristig

https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-12/ ... wandel-dlr


Kein Mensch, wir auch nicht... Werden nur auf irgendetwas verzichten /konsum/reisen /Mobilität... Selbst wenn ca 10% der mitteleuropäer sich wirklich zurücknehmen ist das... Nix


Wirds teurer (neue Steuern) triffts die armen!!!! (viel besser wäre ein gewisses Kontingent auf Flüge zb Kilometer oder Anzahl der Flugreisen für jeden Menschen gleich, oder generell ein co2 Budget ohne die Möglichkeit sichvfreizukaufen ) die mittelschicht reist und fährt eh munter weiter die reichen sowieso... Die triffts 0 .. Die aufstrebenden Länder lassen sich ihren beginnenden Wohlstand nicht nehmen.. Die Mobilität nimmt drastisch zu der Konsum auch...

Ich hoffe auf die rasche Entwicklung neuer technologien (co2binden, synthetische Treibstoffe, Geothermie Nutzung, gezeitenkraftwerke?,....)
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SteHo
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#577 Beitrag von SteHo » Dienstag 17. Dezember 2019, 11:28

Ich habe meine CO2 Abdruck um 90% reduziert, und sehe das nicht als Verzicht sondern als Bereicherung. Mehr Zeit, weniger Hektik, bessere Fitness,...
Polar- und Klimaforscher.

------------------------------------------------------------------------------------
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hauli
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#578 Beitrag von hauli » Freitag 20. Dezember 2019, 09:45

Ich sehe ein Problem bei dem Versuch den durch den Verkehr verursachten CO2 Ausstoss dadurch zu reduzieren, dass man den Abgabepreis von Treibstoffen anhebt. Leider wird dieses Problem immer nur von seiten des Verbrauchers gesehen und nicht vom Produzenten, der auch reagieren wird.
Das erstrebte Ziel ist, den Treibstoffverbrauch zu reduzieren bzw. in wenigen Jahrzehnten auf annähernd Null zu bringen. Seitens des Verbrauchers (siehe Klimawandel) durchaus richtig und erstrebenswert.
Wie werden aber die Produzenten reagieren? Sie werden zunächst den Rohölpreis massiv senken, um weiterhin die für ihren Wohlstand notwendigen Einnahmen zu erreichen. Die Folge wird sein, dass - besonders in den Entwicklungsländern - kalorische Karftwerke neuen Auftrieb erfahren bzw. zusätzlich errichtet werden. Auch der Kfz-Verkehr wird dort steigen. Schiffe und Flugzeuge werden vermehrt in diesen Billigländern sich mit Treibstoff versorgen. Global gesehen werden wir dadurch keine Reduktion des CO2 Ausstoßes erreichen, im Gegenteil, durch die schlechtere Abgasreinigung in den Entwicklungsländern werden die Schadstoffe zunehmen.
Meiner Ansicht wäre das Ziel einer weltweiten Reduktion des CO2 Ausstosses nur so zu erreichen, dass die Industriestaaten den Minderverbrauch den Erdölländern in Form finanzieller Zuschüsse ersetzt. Dann würden sie den Verkaufspreis von Öl/Gas nicht absenken müssen und könnten weiterhin gut leben.

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Herfried
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#579 Beitrag von Herfried » Freitag 20. Dezember 2019, 10:15

Rohölpreis ist nicht senkbar. Außer durch Subvention. Ist derzeit für viele gerade Kostendeckend.
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#580 Beitrag von hauli » Freitag 20. Dezember 2019, 18:37

Die Saudis haben Produktionskosten zwischen 10-20 USD/Barrel. Da ist noch genügend Luft drin.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#581 Beitrag von hochalm » Samstag 21. Dezember 2019, 14:57

"German Zero" - neuer Impuls für das 1.5Grad-Ziel in DE.
https://taz.de/NGO-will-Deutschland-kli ... /!5646419/

Strößenreuther war auch einer der maßgeblichen Betreiber hinter dem "Mobilitätsgesetz Berlin - von der Auto- zur Fahrradstadt"
https://www.tagesspiegel.de/berlin/hein ... 99228.html
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#582 Beitrag von hochalm » Samstag 21. Dezember 2019, 16:47

SteHo hat geschrieben:
Dienstag 17. Dezember 2019, 11:28
Ich habe meine CO2 Abdruck um 90% reduziert, und sehe das nicht als Verzicht sondern als Bereicherung. Mehr Zeit, weniger Hektik, bessere Fitness,...
ja ich denke auch dass es sehr wichtig ist, dass uns klar wird, was wir alles an Qualität gewinnen können durch eine Reduktion..
das würde viele motivieren

von der Größe her denke ich, ist minus 90% schon extrem ambitioniert - gut ich weiß ja nicht was dein Niveau vorher war.. ;-)

Auf Arte war mal eine ernsthafte Doku - eine Familie hat versucht wirklich alle Bereiche anzugehen: Mobilität, Heizung, Ernährung, Konsum - und haben es von 10 Tonnen auf 4 Tonnen geschafft.

Ziel war 2 Tonnen, das wurde nicht erreicht. Wobei ja auch immer die Frage ist, was rechnet man alles hinein - oft geht man von 2 Tonnen allein für "allgemeine Verwaltung" aus, dh minus 90% über alles ist eigentlich gar nicht machbar wenn es keine öffentliche Unterstützung gibt.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#583 Beitrag von marcus_wien » Sonntag 22. Dezember 2019, 12:50

Ich habe bei meinem heutigen vorweihnachtlichen skiurlaub bewusst auf Skifahren verzichtet /war nur 1x trotz bester schneelage und Bedingungen (war mehr Wandern)... Das Argument... Es schadet dem. Klima haben meine Freunde belächelt und mich gefragt ob ich noch "normal bin"... Hey have fun du lebst nur einmal....... aber auf was ich eigentlich raus möchte.... Wir Wiener sind vom. Öffentlichen Verkehr sehr sehr verwöhnt... In den alpentälern fährt der Bus 1x in der Stunde... Dann ist er auch noch überfüllt von schweiselnden Skifahren (Saalbach - hinterglemm) da überlegt man es sich 3x ob nicht doch das auto besser wäre (Busverkehr wird auch abends bald eingestellt)

Dafür schlängeln sich Massen an Autos und Lkws durch die t@ler das das zu fuss gehen zur Qual wird /an Rad ist nicht mal ansatzweise zu denken (gefährlich!!!!)

Es müssen mal Anreize für das umsteigen auf öffentlich geschaffen werden... Würde ich dort wohnen hätte ich 100% ein Auto und würde auch kurze Strecken fahren!

BTW die angebliche "flugscham" dürfte sich sehr in Grenzen halten

Lt einem radiowien Beitrag heute fliegen mehr denn je Wiener weit weit weg um Sonne, Strand und Hitze genießen zu können...
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#584 Beitrag von Chachapoya » Sonntag 22. Dezember 2019, 16:33

Hallo,
BTW die angebliche "flugscham" dürfte sich sehr in Grenzen halten
die "Flugscham" dürfte bei den meisten Menschen hauptsächlich darin liegen, dass man sich für diejenigen (anderen) schämt, die noch mehr als man selbst das Flugzeug benützen. ;)

Aber beim Verkehr wären substanzielle Verbesserungen relativ leicht möglich, wenn man sich politisch traut (massive Proteste wären natürlich vorprogrammiert). Deutliche Erhöhung von Treibstoffpreisen, z.B. auf das Niveau von Italien - dort scheinen die Preise ja auch niemand in den Ruin zu treiben. Mit den Einnahmen kann man den Kauf von Elektroautos fördern, natürlich muss aber auch die Ladeinfrastruktur verbessert werden. Dazu Tempo 80/100 für Autos mit Verbrennungsmotoren. Und Verbot von Neuzulassungen von Autos mit Verbrennungsmotor, zumindest wenn es geeignete Alternativen in dieser Klasse gibt. Und natürlich Besteuerung von Treibstoff für Flugzeuge genauso wie für PKWs.

Viel schwieriger wird es bei der Gebäudeheizung, fürchte ich. Ich habe mich für mein (sehr altes) Einfamilienhaus wegen einer Wärmedämmung erkundigt, die Angebotspreise liegen grob bei 40.000 Euro. Dazu müssten aber noch die Mauern entfeuchtet werden, was den Gesamtpreis weit über 100.000 Euro treiben dürfte. Das werden sich wohl nur die wenigsten Besitzer eines alten Hauses leisten können, die Energieersparnis amortisiert sich vielleicht in 100 Jahren oder so. Eine staatliche Förderung von sagen wir 10% ist da gerade der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Und Häuser dieser Art gibt es zumindest in unserer Gegend in Massen.

Grüße,
Gerald

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#585 Beitrag von Freshy » Montag 23. Dezember 2019, 10:50

hochalm hat geschrieben:
Samstag 21. Dezember 2019, 16:47
SteHo hat geschrieben:
Dienstag 17. Dezember 2019, 11:28
Ich habe meine CO2 Abdruck um 90% reduziert, und sehe das nicht als Verzicht sondern als Bereicherung. Mehr Zeit, weniger Hektik, bessere Fitness,...
ja ich denke auch dass es sehr wichtig ist, dass uns klar wird, was wir alles an Qualität gewinnen können durch eine Reduktion..
das würde viele motivieren
Genau das! *top*
marcus_wien hat geschrieben:
Sonntag 22. Dezember 2019, 12:50
BTW die angebliche "flugscham" dürfte sich sehr in Grenzen halten
Ich kritisiere meine Bekannten sofort, wenn sie damit prahlen, unnötig zu fliegen. Erst neulich:

"Boah he, i gfrei mi scho sooo auf mein Skiurlaub in Norwegen. Des wird soooo geil!"
"Stimmt, in den Alpen iss jo bekanntlich gaunz schlecht schifoan, do muas ma scho amoi wo hinfliagn. Wast wos a geil is? Waun deine Enkerl in Österreich ned amoi mehr de Möglichkeit hobn werdn, Schi z'foan."

Ob ich damit böses Blut schüre? Und wie. Manche hassen mich dafür - manche respektieren und lieben mich dafür. Mach ich übrigens auch im beruflichen Umfeld so. Is ma wuascht. Und ich merke, dass es mir immer mehr und mehr gleich tun.

Hier übrigens ein Ö1 Interview mit Katharina Rogenhofer, der Sprecherin des Klimavolksbegehrens, das sehr hörenswert ist: https://www.dropbox.com/s/k1pctfb1epc4e ... L.mp3?dl=0

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Feli
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#586 Beitrag von Feli » Montag 23. Dezember 2019, 22:19

bin heute bei ganz anderer gelegenheit über 2 gandhi zitate gestolpert und dachte mir, dass die hier ganz gut passen:
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
―Mahatma Gandhi
und
Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.
―Mahatma Gandhi
liebe grüsse
(die) Feli
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#587 Beitrag von Freshy » Dienstag 24. Dezember 2019, 01:10

Feli hat geschrieben:
Montag 23. Dezember 2019, 22:19
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
―Mahatma Gandhi
Be the change you wish to see in the world. Mein Lieblingszitat. Nur ist es ein weit verbreitetes Gerücht, dass Mahatma Gandhi das gesagt hat. Die erste belegte Quelle dieses Zitats war viel mehr sein Enkel Arun Gandhi. Was Mahatma jedoch gesagt hat, und daraus lässt sich obiges Zitat wunderbar ableiten, ist:
Freshy hat geschrieben:
Dienstag 25. Juni 2019, 18:38
"We but mirror the world. All the tendencies present in the outer world are to be found in the world of our body. If we could change ourselves, the tendencies in the world would also change. As a man changes his own nature, so does the attitude of the world change towards him. This is the divine mystery supreme. A wonderful thing it is and the source of our happiness. We need not wait to see what others do." – Mahatma Gandhi

Ich schätze Gandhi’s Lebensweisheit sehr, dass die Umwelt eine Reflektion unserer selbst ist. Wollen wir unsere Umwelt ändern, müssen wir uns einfach selbst ändern. Und er bringt es so schön auf den Punkt, dass das jeder einzelne selbst machen kann. Man braucht nicht auf jemand anderes hoffen oder warten. Man braucht nicht auf jemand anderen zeigen. Man kann es einfach selbst machen und sich darüber freuen, selbst etwas zu vollbringen. Jeder einzelne. Und würden es alle ebenso machen, wäre alles gut.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#588 Beitrag von chris188 » Dienstag 24. Dezember 2019, 09:53

Ja es ist eine traurige Sache.
Die Erwärmung ist dermaßen heftig aktuell, dass man sich echt Gedanken macht, was in 10 Jahren sein wird.
Ich hab für mich ein paar Änderungen gemacht:

Fliegen ist bei mir fast auf 0 gedreht. Selbst Dienstreisen nach Berlin fahre ich ausschließlich nur noch mit den Zug.
Urlaub per Flieger gibts bei mir sowieso schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Wenn es irgendwie geht, dann gehe ich zu Fuß zum Supermarkt. Sind bei mir gut 3 Kilometer eine Strecke aber das hilft der Umwelt, wenn ich nicht fahre und hilft mir natürlich auch. :)

Und ich habe meinen Fleischkonsum drastisch reduziert.
Ich habe bewusst eine halbe/halbe Woche eingeführt. 3 oder auch 4 Tage esse ich gar kein Fleisch mehr, den Rest der Woche schon aber sehr bewusst.

Trotzdem werde ich das Klima auch nicht mehr retten können aber irgendwo muss man ja anfangen.
lg, chris
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#589 Beitrag von rudolf » Dienstag 24. Dezember 2019, 11:43

Ja wenn selbst Alpentäler grün sind und nur Schifahren ab 1500 m halbwegs gut geht, dann sollen bei jedem die Alarmglocken Leuten.

Wenn man aber in den Medien hört, dass noch nie so viele Fernreise über Weihnachten gebucht wurden, dann verliert man die Hoffnung das sich was ändert im Verhalten der Leute.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#590 Beitrag von rudolf » Dienstag 24. Dezember 2019, 11:43

rudolf hat geschrieben:
Dienstag 24. Dezember 2019, 11:43
Ja wenn selbst Alpentäler grün sind und nur Schifahren ab 1500 m halbwegs gut geht, dann sollen bei jedem die Alarmglocken Leuten.

Wenn man aber in den Medien hört, dass noch nie so viele Fernreisen über Weihnachten gebucht wurden, dann verliert man die Hoffnung das sich was ändert im Verhalten der Leute.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#591 Beitrag von chris188 » Dienstag 24. Dezember 2019, 11:53

Ja Rudi...
Das ist echt eine traurige Sache.
Ich glaub, die Welt muss einfach mal ordentlich gegen die Wand fahren und es muss wirklich richtig weh tun.
Sonst wird sich nichts ändern. :(
lg, chris
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Matthias
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#592 Beitrag von Matthias » Dienstag 24. Dezember 2019, 14:14

...ja - was in 10 Jahren sein wird, das kann man sich ja eigentlich schon bald nicht mehr vorstellen.
Weitere Extreme oder doch einpendeln auf hohem Nivau?

Es stimmt schon, man müsste bei sich selbst anfangen - aber nochmals...
...wir sind zu klein und zuwenig, um global was ausrichten zu können.

Ich denke, es wird sich erst was ändern, WENN es sich zu einer globalen Krise verschärft.
Gleiche Idee/Befürchtung wie Vorposter chris188.
Ob das den Chinesen oder Indern egal sein wird, lassen wir mal so im Raum stehen.

CO2-Steuern ginge sicher... aber das muss man dann in allen Industriestaaten so machen und nicht nur in Europa!
Man braucht sich da nur fragen, ob die USA mitmachen. Dann ist die Frage gleich erledigt.
Aber vielleicht wird dort das Klima ja auch immer extremer und ein Umdenken setzt ein.

Ja - auch die von Vorpostern angesprochene Scheinheiligkeit ist übel.

Am Freitag protestieren gehen - und dann im Winter auf die Malediven Urlaub fliegen, nach Norwegen zum Skifahren und im Sommer nochmal irgendwo mit dem Flieger hin... sind ja schließlich Ferien und man will ja was geboten bekommen...
^^Selbe Denkrichtung wie Rudolf.
lg,
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#593 Beitrag von Feli » Dienstag 24. Dezember 2019, 14:44

im grunde is es doch recht simpel:
wir haben 100% umweltverschmutzung bzw. co2 zu viel...
china und usa verursachen weltweit 50% davon
wenn die restlichen 50% sich zurücklehnen und sagen "wir sind zu klein, was sollen/können wir schon tun..."
dann haben wir immer noch 100%.

tun die kleinen/restlichen 50% was und china und usa tun immer noch nix, haben wir zumindest 50% weniger...
tun alle was, dann wirds schneller weniger = weniger drastische auswirkungen.

ich denk, jedes prozent zählt und wirkt sich global aus.
co2 kennt keine grenzen und staaten und mein glas ist immer noch halbvoll und nicht halbleer ;)
liebe grüsse
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#594 Beitrag von chris188 » Mittwoch 25. Dezember 2019, 07:46

Matthias hat geschrieben:
Dienstag 24. Dezember 2019, 14:14
Am Freitag protestieren gehen - und dann im Winter auf die Malediven Urlaub fliegen, nach Norwegen zum Skifahren und im Sommer nochmal irgendwo mit dem Flieger hin... sind ja schließlich Ferien und man will ja was geboten bekommen...
^^Selbe Denkrichtung wie Rudolf.
Ich glaub man darf ein paar "schwarze Schafe" unter den Protestierenden nicht als Stempel für alle verwenden.
Ich denke diese Bewegung ist extrem wichtig und die überwiegende Mehrheit steht absolut dahinter.
Ich übrigens auch.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#595 Beitrag von marcus_wien » Mittwoch 25. Dezember 2019, 08:17

... Sich mit dem Klimawandel arrangieren und eventuell sogar Kapital daraus schlagen oder Vorteile zu erwirtschaften auch in der Landwirtschaft wird wohl das Ziel sein (müssen).... Umdenken, anpassen.. Die Natur macht es langfristig auch(Ökosysteme werden umstrukturiert und adaptiert) und wird es uns lehren...
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#596 Beitrag von marcus_wien » Samstag 28. Dezember 2019, 05:58

Die klimadiskussion ist medial etwas zurückgedrängt worden... Und glaubt mir umweltverdreckung, und co2ausstoss werden auch munter weitergehen... Der Wirtschaft, dem Geld , dem Wachstum und der Bevölkerung zu liebe...

Österreich ist weiterhin Europameister im zubetonieren und braucht gar nix melden.. Artensterben, hitzeinseln, etcetc...

https://m.noen.at/in-ausland/umweltprob ... -176195666


Und in Brasilien geht's, erst richtig zur Sache..

https://orf.at/stories/3148934/

Der Mensch bringt sich selbst um.. Die überbevölkerung nimmt überhand die verdreckung und das Arten sterben wird vorerst weitergehen .... Die Erde wird sich befreien und die Natur noch viele Millionen Jahre existieren das ist der einzige Lichtblick
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#597 Beitrag von chris188 » Samstag 28. Dezember 2019, 08:01

Die Frage, die uns hier interessieren sollte ist doch die....

Wie geht es wettertechnisch bei uns weiter?
Im Moment raubt eine Jahreszeit der anderen neue Rekorde ab aber in diesem Tempo kann es ja nicht weiter gehen, sonst wäre ja in einem Jahrzehnt alles gegessen. (Ich beziehe mich mal auf die Auswertung der ZAMG mit der roten Kurve nach oben)
Also - wie wirkt sich das mit den globalen Strömungen in Europa aus - ich glaube, dass sich die Großwetterlage immer noch umbaut.

Endet sie in langen Blockaden mit extrem stationären Wetterlagen? Das wäre der Supergau!!!
Oder geht es weiter im Umbau in eine - für uns noch nicht erfasste Ausgangslage?

Das bleibt echt spannend.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#598 Beitrag von marcus_wien » Samstag 28. Dezember 2019, 10:01

.... Das, wird absolut spannend... Spannend as uch ob nicht doch auch Kälte Winter dank Blockade möglich sind


... Abgesehen davon... Wer das, Welt journal gesehen hat Weiss nun wie viel Dreck und Leid an lithiumbatterien hängt und das elektromobilität augenauswischrei ist.... Wer wirklich die Umwelt schonen mag der ist nicht mobil!
Der /die verhält sich maximal unauffällig... Und lebt a la Steinzeit
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#599 Beitrag von Matthias » Samstag 28. Dezember 2019, 10:05

chris188 hat geschrieben:
Samstag 28. Dezember 2019, 08:01
(...)
Also - wie wirkt sich das mit den globalen Strömungen in Europa aus - ich glaube, dass sich die Großwetterlage immer noch umbaut.

Endet sie in langen Blockaden mit extrem stationären Wetterlagen? Das wäre der Supergau!!!
Oder geht es weiter im Umbau in eine - für uns noch nicht erfasste Ausgangslage?

Das bleibt echt spannend.
Ich weiß nicht, ob das hier schon mal diskutiert wurde - aber es ist bereits nachweislich so, dass Wetterlagen einfach länger "picken bleiben".

Sprich:
- Großwetterlagen länger bestehen bleiben und dadurch
- Hitze/Trockenperioden länger bestehen bleiben aber auch
- niederschlagsreiche Wetterphasen länger bestehen bleiben.

Beides führt zu Extremwetter-Phasen, die in das jeweilige Ergebnis münden:
Hitze und Trockenheit oder Niederschläge mit Überflutungen, Muren usw.

Letzten Winter hatten wir diese Situation zB. an der Alpennordseite - mit meterweise Schnee.

Erklärt wird das unter Anderem mit dem Wegfall des arktischen Eises bzw. der "Temperaturdifferenz" per se, das als "Motor" der Wetersysteme auf der Nordhabkugel fungiert. Zumindest habe ich das mal so aufgenommen - und klingt für mich auch entsprechend "logisch".

Hat aber auch zur Folge, dass (zB) Warmluft durch die Beständigkeit der Wetterlagen weiiiit in den Norden verfrachtet wird (sorgt für Rekorde), andererseits - so wie letzte Woche passiert - polare Kaltluft bis in die SAHARA getragen wird. Bis ca. MITTE der Sahara - wohlgemerkt.

Dementsprechend "unvorbereitet" könnte es uns treffen - die wir an sich an "gemäßigte" Verhältnisse gewöhnt sind.
...ich spreche da eben oft von der "Amerikanisierung" - nicht nur im Sozialen und Gesellschaftlichen/Bildungsniveau (ist ein anderes Thema :D ), sondern eben auch beim WETTER.

Uns fehlen entsprechende Retentions/Rückhaltebecken, die bei großen Niederschlagsereignissen das Wasser aufhalten und bei Bedarf - in den eben drohenden langen Trockenperioden - Wasser abgeben können. Einerseits Trinkwasserthematik, aber vor allem Wasser für die Landwirtschaft.
Und da rede ich nicht nur von der "klassischen" Ackerwirtschaft (Getreide, Gemüse usw.) sondern auch von ALM-Wirtschaft, FORST-Wirtschaft, die sich eben darauf einstellen MUSS.

Und ja - mir macht nicht nur die Klimaänderung an sich Angst. NEIN - die Änderung per se nicht.

Sondern das TEMPO, in dem diese Veränderung passiert - und mit der wir im Worst Case nicht mithalten können.
lg,
Matthias

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Wetterstation Fernitz: http://www.awekas.at/de/instrument.php?id=14717

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#600 Beitrag von chris188 » Samstag 28. Dezember 2019, 11:09

Matthias - da bin ich voll bei dir.
Das unterstreiche ich genau so.

Ich glaub auch, dass wir wohl auch wieder Winter entweder südlich oder nördlich der Alpen erleben, die seinesgleichen suchen.
Aber die Mehrheit der Winter oder auch Sommer wird immer wärmer.
Ja - das Tempo macht Sorgen und vor allem auch der Umstand, dass die Bevölkerung sich viel zu schnell daran gewöhnt.

Jetzt sind wir wieder beim Wohlfühlfaktor. Es macht mich echt ärgerlich, wenn ich höre, dass es doch schön ist, wenn es auch im DEZ noch 20°C hat - dann kann man immer noch draußen sitzen und den Kaffee trinken! Das macht mich rasend! :(
Während wir unsere Wintermäntel ablegen, leiden die Tiere mit dem Winterfell und die Natur kennt sich nicht aus, wie sie mit dem Frühling im DEZ umgehen soll.
Stichwort Frühling. Ich hab das so noch nicht beobachtet, dass schon Anfang DEZ in Linz die Schneeglöckchen blühen. :(
lg, chris
http://www.wetter-muehlviertel.at
Kirchschlag bei Linz, Mühlviertel, OÖ (850m)
"Take the Time it takes so it takes less Time" - Pat Parelli

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