Diskussion zum Klimawandel

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wienerin
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#651 Beitrag von wienerin » Freitag 17. Januar 2020, 11:38

Stimmt, dasselbe gilt für den Fleischkonsum. Wäre auch gesünder den wieder zu reduzieren, aber noch meinen genug, dass es eine Zumutung ist, wenn sie nicht mehr täglich Billigfleisch aus zweifelhafter Massentierhaltung essen dürfen.
Wenn da Steuerungseffekte über den Preis eintreten, finde ich das zu begrüßen.
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Freshy
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#652 Beitrag von Freshy » Freitag 17. Januar 2020, 13:01

marcus_wien hat geschrieben:
Freitag 17. Januar 2020, 06:56
Sollte ich für meine Gasheizung (co2 Steuern zahlen) hört sich der spass gewaltig auf... Fernwärme gibt es hier noch nicht... Zuerst müssen Alternativen(zur instalation) kostenfrei angeboten werden.
Genau das muss aber passieren, aus bereits genannten Gründen.
Chachapoya hat geschrieben:
Freitag 17. Januar 2020, 11:27
Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass für die meisten (wenn nicht alle) Fälle wo man momentan hört "es gibt keine Alternative dazu", man nach entsprechenden Preiserhöhungen schnell Alternativen findet - der Mensch ist zum Glück sehr anpassungsfähig. ;)

Also dass z.B. bei Menschen, die unbedingt in die Arbeit mit dem Auto fahren müssen, vielleicht Fahrgemeinschaften organisiert werden. Oder Shuttlebusse von den Betrieben. Oder ganz einfach, dass bei Arbeiten, die nicht absolut die Anwesenheit vor Ort erfordern, Homeoffice oder Gemeinschaftsbüros ganz in der Nähe umgesetzt wird.

Oder dass man die Temperatur in der Wohnung um ein oder zwei Grad reduziert und sich dafür einen Pullover anzieht - ist wahrscheinlich auch gesünder (Stichwort trockene Heizungsluft). Klingt wahrscheinlich auf den ersten Blick nach einer Zumutung, man kann sich aber leicht daran gewöhnen.
Volle Zustimmung zu allem, was du sagst. *top*

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Elena
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#653 Beitrag von Elena » Freitag 17. Januar 2020, 22:31

LG Elli Wien Ottakring.
Wie misst man städtisch genormt? Kaum möglich.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#654 Beitrag von Herfried » Freitag 17. Januar 2020, 23:59

Ja, die Milankovic Zyklen begründen Eiszeitvorstöße und Zwischenwarmzeiten.

....so.... was meinen die Erdbahnparameter aktuell?
Nach dem Brechen der Eiszeit und dem raschen Einleiten der Zwischenwarmzeit kam diese, das Atlantikum aufgrund hoher Sommersonneneinstrahlung vor 7000, 8000 Jahren zum max., seither wird es in Schüben kälter.
Bis etwa 1850 traf das zu. Es müsste nach Milankovic derzeit mit Volldampf in den nöchsten Euszeitvorstoß gehen, bzw. dieser seit Jahrzehnten in Gange sein.

Derzeit ist der Nordsommer nämlich schwach. Typisch für einen massiven Eiszeitvorstoß.

Und dann noch das aktuelle scharfe Sonnenaktivitätsminimum.... da muss ja Heiligenblut echt Angst haben von der Pasterze überfahren zu werden.

Ach, das passiert nicht?
Na sowas.

Da mischt wohl wer beim Klima grad mit, übertrumpft die kühlende Natur...


Nun, der Artikel ist wohl einfach etwas veraltet, kam 10000 bp heraus, war damals Brandaktuell für die Mammuts und Fred Feuerstein.
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011

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Elena
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#655 Beitrag von Elena » Samstag 18. Januar 2020, 00:04

Dankeschön Herfried
LG Elli Wien Ottakring.
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Freshy
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#656 Beitrag von Freshy » Samstag 18. Januar 2020, 14:14

Elena hat geschrieben:
Freitag 17. Januar 2020, 22:31
Was ist da dran?
https://telegra.ph/Die-NASA-gibt-zu-das ... oBXFHMf9Yc
Die Seite hat kein Impressum, keine wissenschaftlichen Quellen und dieser Artikel ist auch der einzige Inhalt der Seite. Absolut unseriös.

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Elena
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#657 Beitrag von Elena » Samstag 18. Januar 2020, 16:57

Ok ...
Hab es mir schon gedacht
LG Elli Wien Ottakring.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#658 Beitrag von Mani94 » Samstag 18. Januar 2020, 21:34

Freshy hat geschrieben:
Samstag 18. Januar 2020, 14:14
Elena hat geschrieben:
Freitag 17. Januar 2020, 22:31
Was ist da dran?
https://telegra.ph/Die-NASA-gibt-zu-das ... oBXFHMf9Yc
Die Seite hat kein Impressum, keine wissenschaftlichen Quellen und dieser Artikel ist auch der einzige Inhalt der Seite. Absolut unseriös.
Mir kommt der Artikel überhaupt irgendwie sehr strange vor, vor allem, weil prinzipiell keine konkreten Entwicklungen auf die derzeitige Klimaerwärmung bzw. -veränderung erläutert werden. Es wirkt eher so wie eine prinzipielle Theorie, die vll auch sogar stimmen könnte, und die einfach über die derzeitige Klimasituation übergestülpt wird, obwohl es in Wirklichkeit keinen Zusammenhang dazu gibt. Ich denke, die früheren Klimaveränderungen der Klimageschichte müssen ja auch auf irgendeine Weise entstanden sein, aber das heißt ja nicht, dass der Grund von damals auf heute genauso zutrifft. Eigentlich kann ich aus dem Artikel ja nicht einmal genau herauslesen, dass wirklich konkret Stellung zur heutigen Situation genommen wird. Ich habe nirgends lesen können, dass es tatsächlich zu einer nachgewiesenen veränderten Sonneneinstrahlung gekommen ist, die die derzeitgie Erwärmung rechtfertigen kann. Es wird halt geschrieben, dass generell immer die Sonne die Temperatur auf unserem Planeten beeinflusst, und es sonst sozusagen keine menschlich gemachten Faktoren gibt, die das Klima beeinflussen.

Ich bin natürlich auch kein Experte auf dem Gebiet, aber irgendwie ist das mit den Klimaleugnern alles ein bisschen seltsam. Vor allem wird immer nur der Aspekt betrachtet, dass eine steigende Temperatur einen höhren CO2-Gehalt zur Folge hat. Das stimmt ja auch. Aber es stimmt ja auch, dass ein steigender CO2-Gehalt eine steigende Temperatur zu Folge haben kann oder? Weil dieser Aspekt wird prinzipiell von Klimaskeptikern nie angeschaut oder geleugnet ...

Naja vll hat ja ein Experte eine gute Antwort auf diese Frage ..
lg
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#659 Beitrag von SteHo » Sonntag 19. Januar 2020, 09:06

Was neuste Umfragen aus den USA zeigen ist jedenfalls dass selbst dort nur 10% den Klimawandel ablehnen, alle anderen 90% sind leicht bis extrem besorgt darüber. 90% der Menschen können also ws dazu bewegt werden klimaschonende Maßnahmen mitzutragen, den Rest könnte man ws sogar ignorieren.
Polar- und Klimaforscher.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#660 Beitrag von Chachapoya » Sonntag 19. Januar 2020, 10:21

Ja klar, wenn es eine Mehrheit für Maßnahmen gibt, kann man den Rest mehr oder weniger ignorieren - so funktioniert ja eine Demokratie.

Ich habe nur leider den Eindruck, dass eine große Mehrheit für Maßnahmen ist, aber nur solange diese Maßnahmen einen selbst nicht betreffen :(( Siehe die Jubelmeldungen über stetig steigende Fluggastzahlen, steigende Durchschnitts-CO2-Mengen der Neuwagenverkäufe (trotz angedrohter Strafzahlungen) etc. Wenn dann eine CO2-Steuer oder so etwas Ähnliches umgesetzt wird, hat man die Gelbwesten & Co auf der Straße ...

Es ist leicht, so wie Greta primär auf die unpersönlichen Großunternehmen, die Staatsführungen etc. loszugehen. Aber wenn es darum geht, dass jeder von uns selbst bei sich selbst anfangen müsste, dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Wird schon einen Grund haben, warum Greenpeace & Co so etwas immer schon weitergehend vermieden haben und sich nur die großen anonymen Umweltverschmutzer vorgeknöpft haben.

Grüße
Gerald

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#661 Beitrag von hochalm » Sonntag 19. Januar 2020, 19:12

SteHo hat geschrieben:
Sonntag 19. Januar 2020, 09:06
Was neuste Umfragen aus den USA zeigen ist jedenfalls dass selbst dort nur 10% den Klimawandel ablehnen, alle anderen 90% sind leicht bis extrem besorgt darüber.
Bleibt zu hoffen, dass sich diese Besorgnis auch im nächsten Wahlergebnis dort wiederfindet..
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#662 Beitrag von Feli » Sonntag 19. Januar 2020, 21:29

https://orf.at/stories/3151527/

gute ansätze, wenns umgesetzt wird, geht in einem land mit so vielen menschen sicher was weiter...
dauert nur halt noch ein paar jahre und was eine große und eine kleine stadt in china ist für die das dann gilt, steht da auch nicht ;)

trotzdem - ein anfang...
liebe grüsse
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#663 Beitrag von hochalm » Sonntag 19. Januar 2020, 22:07

Feli hat geschrieben:
Sonntag 19. Januar 2020, 21:29
https://orf.at/stories/3151527/

gute ansätze, wenns umgesetzt wird, geht in einem land mit so vielen menschen sicher was weiter...
dauert nur halt noch ein paar jahre und was eine große und eine kleine stadt in china ist für die das dann gilt, steht da auch nicht ;)

trotzdem - ein anfang...
zur Klimarelevanz von Plastiksackerln - hatten wir glaube ich schon
https://www.moment.at/story/was-man-als ... a-tun-kann
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Sebastian
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#664 Beitrag von Sebastian » Sonntag 19. Januar 2020, 22:35

Chachapoya hat geschrieben:
Sonntag 19. Januar 2020, 10:21
Ja klar, wenn es eine Mehrheit für Maßnahmen gibt, kann man den Rest mehr oder weniger ignorieren - so funktioniert ja eine Demokratie.
natürlich nicht ganz falsch, dennoch eine kleine anmerkung dazu, weil ich denke, dass es da ein weitverbreitetes missverständnis gibt:

liberale demokratien - insbesondere die österreichische konsensdemokratie mit verhältniswahlrecht - sind nicht als "mehrheitsdiktatur" konzipiert (was du aber ohnehin nicht expressis verbis behauptet hast).
demokratie ist pluralistisch, es gilt die interessen von minderheiten zu schützen, verfassung, menschenrechte und internationale verträge zu achten - kurzum: inhaltliche kompromisse zu schließen, um allen bedürfnissen möglichst entgegenzukommen.
nicht zuletzt deshalb greifen liberale demokratien auf ein ausgeklügeltes system von checks and balances (gewaltenteilung) zurück. so können selbst in ländern mit mehrheitswahlrecht bestimmungen gekippt werden - ungeachtet dessen, dass sie von repräsentanten beschlossen wurden, die eine mehrheit an wählerstimmen auf sich vereinen konnten.

ansonsten bin ich überzeugt, dass wir die ökologischen probleme unserer zeit nur dann überwinden, wenn wir aufhören, unser leben auf wachstum auszurichten. grenzenloses wirtschaftswachstum wird in einer welt mit begrenzten ressourcen nicht funktioneren, weil wirtschaftswachstum auch mittels technischem fortschritt nicht von seinen ökologischen schäden entkoppelt werden kann. solange wir das nicht begreifen, werden wir auch die rasant fortschreitende bodenversiegelung mit all ihren ökologisch weitreichenden implikationen nicht in den griff bekommen. denn keine branche kann wachsen, ohne mehr fläche zu beanspruchen.

in a nutshell - Helga Kromp-Kolb (https://science.orf.at/stories/2793116/):
„Alles, wodurch man versucht, den derzeitigen Lebensstil unserer Zivilisation aufrecht zu erhalten - nur mit anderen Energien oder mit saubereren Methoden - ist, glaube ich, zum Scheitern verurteilt. Es ist eine falsche Richtung, wenn man das versucht. Insofern bin ich skeptisch gegenüber Investitionen in technologische Innovationen.“ Laut der Klimaforscherin brauche es vielmehr ein Wirtschaftssystem, das nicht auf Wachstum ausgelegt ist, das sei viel „dringender, als zu versuchen, saubere Flugzeuge zu erzeugen.“

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#665 Beitrag von Feli » Montag 20. Januar 2020, 06:23

hochalm hat geschrieben:
Sonntag 19. Januar 2020, 22:07
Feli hat geschrieben:
Sonntag 19. Januar 2020, 21:29
https://orf.at/stories/3151527/

gute ansätze, wenns umgesetzt wird, geht in einem land mit so vielen menschen sicher was weiter...
dauert nur halt noch ein paar jahre und was eine große und eine kleine stadt in china ist für die das dann gilt, steht da auch nicht ;)

trotzdem - ein anfang...
zur Klimarelevanz von Plastiksackerln - hatten wir glaube ich schon
https://www.moment.at/story/was-man-als ... a-tun-kann
ja - das hatten wir und ich weiss das auch... ;)

nur für mich ist klimaschutz und umweltschutz zusammengehörig!
ich seh das eine nicht ohne das andere, ja ich weigere mich sogar das getrennt zu sehen.
was bringts, wenn wir durch supertolle maßnahmen die co2 bilanz in grünste bereiche bekommen, aber auf der anderen seite uns die tiere und pflanzen aufgrund umweltverschmutzung wegsterben weil da nix passiert!?
nicht sonderlich viel denk ich...

deswegen find ich auch in diesem zusammenhang solche maßnahmen erwähnenswert weil POSITIV für die UMWELT! :) *ja* *top*
liebe grüsse
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#666 Beitrag von Chachapoya » Montag 20. Januar 2020, 07:28

Hallo,
liberale demokratien - insbesondere die österreichische konsensdemokratie mit verhältniswahlrecht - sind nicht als "mehrheitsdiktatur" konzipiert (was du aber ohnehin nicht expressis verbis behauptet hast).
demokratie ist pluralistisch, es gilt die interessen von minderheiten zu schützen, verfassung, menschenrechte und internationale verträge zu achten - kurzum: inhaltliche kompromisse zu schließen, um allen bedürfnissen möglichst entgegenzukommen.
nicht zuletzt deshalb greifen liberale demokratien auf ein ausgeklügeltes system von checks and balances (gewaltenteilung) zurück. so können selbst in ländern mit mehrheitswahlrecht bestimmungen gekippt werden - ungeachtet dessen, dass sie von repräsentanten beschlossen wurden, die eine mehrheit an wählerstimmen auf sich vereinen konnten.
ja klar, das habe ich nicht ausdrücklich geschrieben, da ich davon ausgegangen bin, dass das ohnehin klar ist. Nur wird das Recht auf unbeschränkten CO2-Ausstoß wohl nicht unbedingt ein typisches Minderheitenrecht oder so in der Art sein, oder? CO2-Abgaben wird man wohl mit einfacher Mehrheit beschließen können (Verfassungsexperten mögen mich korrigieren, falls ich da falsch liege).

Und zum Wachstumsproblem: das sehe ich ein bisschen anders, denn Wirtschaftswachstum bezieht sich ja nicht nur auf die Mengen an produziertem Stahl, Energie, Beton etc., sondern auf alles, was in den Augen der Wirtschaftssubjekte einen Nutzen hat. Also natürlich auch - und gerade in den letzten Jahrzehnten (siehe Entwicklungen in der IT) - Dienstleistungen. Und da gehören sicher auch Leistungen im Umwelt- und Klimaschutz dazu. Wirtschaftswachstum und Umwelt/Klimaschutz schließen sich also meiner Ansicht nach nicht aus, ganz im Gegenteil. Gerade in unserer ohnehin schon durch Konsum übersättigten Gesellschaft kann man damit auch viele neue Arbeitsplätze schaffen. Allerdings werden auch einige bestehende Betriebe und Arbeitsplätze verloren gehen. Dummerweise kommt das in der auf Negativmeldungen (siehe die Schlagzeilen in den Medien) "süchtigen" Öffentlichkeit viel stärker zur Geltung. Also wenn durch Umwelt/Klimaschutzmaßnahmen 1.000 Betriebe schließen und 100.000 Arbeitsplätze verloren gehen, dann wird das wohl viel stärker thematisiert und beklagt als die vielleicht gleichzeitig 5.000 neugegründeten Betriebe mit 500.000 neuen Arbeitsplätzen ...

Grüße
Gerald

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#667 Beitrag von marcus_wien » Montag 20. Januar 2020, 07:47

Einmal brennt es einmal gibt's Überflutungen (aktuell in Teilen Australiens)

Einmal ist die lagunenstadt Venedig überflutet einmal liegt sie trocken (wie vor kurzem was auch eine Meldung wert war in den Nachrichten )...Ist ja such sehr "ungewöhnlich" wenn man eine Stadt ins Meer baut auf meeresniveau.... (eigentlich total irr)


Neben dem Klimawandel leben immer mehr Menschen in immer extremeren Gegenden... Dazu kommt es zu immer größeren "Katastrophen"... Eine homöostaSe wirds beim Wetter und im Klima nie geben.......

Neben all den zunehmenden wetterextremen wird immer mehr in gefährdete Gebiete gebaut, gesiedelt etc... Dazu gab's vor kurzem eine gute Doku im Schweizer Fernsehen...
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Sebastian
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#668 Beitrag von Sebastian » Montag 20. Januar 2020, 22:16

@Chachapoya/Gerald

der reihe nach:

- natürlich gibt es kein menschenrecht auf ungehemmten co2-ausstoß. im sinne einer verantwortungsethik würde ich vielmehr meinen, man müsste einen lebensstil, von dem man weiß, dass er die lebensgrundlage der menschheit langfristig zerstört, wenn ihn alle pflegen würden, tunlichst vermeiden.

- dass vermeintliche und tatsächliche klimaschutzmaßnahmen enorme arbeitskräfte- und wirtschaftswachstumspotenziale bergen, ist völlig unbestritten (wobei ich der meinung bin, dass es luzid darstellbar ist, weshalb dieses von vielen als 4. industrielle revolution bezeichnete zeitalter der digitalisierung und künstlichen intelligenz selbst à la longue weniger arbeitsplätze schafft, als es vernichtet - und damit insofern einen paradigmenwechsel einläutet, als lange zeit galt: technischer fortschritt bringt auf lange sicht immer mehr arbeitsplätze, als er killt. aber das soll hier nicht das thema sein).
das problem ist nur, auch das sogenannte grüne wachstum (oder qualitative wachstum oder welche konzepte und termini man sonst noch bemühen möchte) gibt's nicht zum ökologischen nulltarif, weil - ich hab's bereits angesprochen - wirtschaftswachstum nicht von seinen ökologischen schäden entkoppelt werden kann, wenn man sämtliche - also auch ausgelagerte - wachstumsaspekte ins kalkül einbezieht. und genau wie für jede andere form von wirtschaftswachstum gelten fürs "grüne wachstum" die natürlichen wachstumsgrenzen, die da heißen: begrenzte ressourcen (fläche, seltene erden, metalle, wasser etc. pp.).

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#669 Beitrag von Freshy » Dienstag 21. Januar 2020, 11:03

Sebastian hat geschrieben:
Montag 20. Januar 2020, 22:16
@Chachapoya/Gerald

der reihe nach:

- natürlich gibt es kein menschenrecht auf ungehemmten co2-ausstoß. im sinne einer verantwortungsethik würde ich vielmehr meinen, man müsste einen lebensstil, von dem man weiß, dass er die lebensgrundlage der menschheit langfristig zerstört, wenn ihn alle pflegen würden, tunlichst vermeiden.

- dass vermeintliche und tatsächliche klimaschutzmaßnahmen enorme arbeitskräfte- und wirtschaftswachstumspotenziale bergen, ist völlig unbestritten (wobei ich der meinung bin, dass es luzid darstellbar ist, weshalb dieses von vielen als 4. industrielle revolution bezeichnete zeitalter der digitalisierung und künstlichen intelligenz selbst à la longue weniger arbeitsplätze schafft, als es vernichtet - und damit insofern einen paradigmenwechsel einläutet, als lange zeit galt: technischer fortschritt bringt auf lange sicht immer mehr arbeitsplätze, als er killt. aber das soll hier nicht das thema sein).
das problem ist nur, auch das sogenannte grüne wachstum (oder qualitative wachstum oder welche konzepte und termini man sonst noch bemühen möchte) gibt's nicht zum ökologischen nulltarif, weil - ich hab's bereits angesprochen - wirtschaftswachstum nicht von seinen ökologischen schäden entkoppelt werden kann, wenn man sämtliche - also auch ausgelagerte - wachstumsaspekte ins kalkül einbezieht. und genau wie für jede andere form von wirtschaftswachstum gelten fürs "grüne wachstum" die natürlichen wachstumsgrenzen, die da heißen: begrenzte ressourcen (fläche, seltene erden, metalle, wasser etc. pp.).
Ich hätt hier gern einen grünen Zustimmungs-Button wie im Standard-Forum.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#670 Beitrag von Chachapoya » Dienstag 21. Januar 2020, 12:28

Hallo Sebastian,
das problem ist nur, auch das sogenannte grüne wachstum (oder qualitative wachstum oder welche konzepte und termini man sonst noch bemühen möchte) gibt's nicht zum ökologischen nulltarif, weil - ich hab's bereits angesprochen - wirtschaftswachstum nicht von seinen ökologischen schäden entkoppelt werden kann, wenn man sämtliche - also auch ausgelagerte - wachstumsaspekte ins kalkül einbezieht. und genau wie für jede andere form von wirtschaftswachstum gelten fürs "grüne wachstum" die natürlichen wachstumsgrenzen, die da heißen: begrenzte ressourcen (fläche, seltene erden, metalle, wasser etc. pp.).
sehe ich nicht ganz so, es gibt genug Möglichkeiten für neue geldwerte Leistungen in Richtung Umwelt/Klimaschutz, die ohne die von dir genannten begrenzten Ressourcen auskommen. So zum Beispiel hochwertigere und damit teurere, gleichzeitig umweltschonendere Lebensmittel (biologische Landwirtschaft). Oder Produkte aus/mit Mikroorganismen, die sogar mit Abfällen als Substrat arbeiten können. Beispielsweise für Baumaterialien (da war vor kurzem etwas zu lesen über sehr stabile Materialien aus Mikroorganismen und ganz normalem Sand, also ohne Zement, der ja mit extremen CO2-Emissionen produziert wird). Oder als Ersatz für die aktuellen Kunststoffe. Das ist natürlich erst in dem Moment wirtschaftlich wirklich interessant, wo die Kosten für Umweltschäden durch bestimmte Produkte auch tatsächlich bezahlt werden müssen und diese Produkte dann viel teurer werden (fossile Energieträger, derzeitige Kunststoffe, Pestizide etc.), da müsste die Politik die Weichen dafür setzen - leider im Moment kein wirkliches Thema abgesehen von vielen schönen Worten.

Grüße
Gerald

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#671 Beitrag von nadjap » Dienstag 21. Januar 2020, 13:12

Freshy hat geschrieben:
Dienstag 21. Januar 2020, 11:03
Sebastian hat geschrieben:
Montag 20. Januar 2020, 22:16
@Chachapoya/Gerald

der reihe nach:

- natürlich gibt es kein menschenrecht auf ungehemmten co2-ausstoß. im sinne einer verantwortungsethik würde ich vielmehr meinen, man müsste einen lebensstil, von dem man weiß, dass er die lebensgrundlage der menschheit langfristig zerstört, wenn ihn alle pflegen würden, tunlichst vermeiden.

....

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#672 Beitrag von marcus_wien » Mittwoch 22. Januar 2020, 18:08

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#673 Beitrag von Feli » Mittwoch 22. Januar 2020, 18:38

ich hol mal die diskussion aus der wetterwiese hier rüber - da passts besser, auch wenns mal wieder nicht wissenschaftlich faktisch ist - die herren klimawissenden mögen mir verzeihen ;) - es fällt auf jeden fall in das thema "diskussion zum klimawandel"

grundlage war das hier:
viewtopic.php?p=414161#p414161
SteHo hat geschrieben:
Mittwoch 22. Januar 2020, 14:47
Sorry Feli, aber des Sinn eines offenen Forums ist doch dass jeder darueber diskutieren kann was ihn gerade interessiert. Wenn dann in anderen Themen der Klimawandel einfach auch relevanter wird dann spiegelt das doch auch die Wichtigkeit des Themas in der Bevoelkerung wider. Ich verstehe, dass man aufgrund der Wichtigkeit des Themas damit ueberfordert sein kann und mit Ablehnung reagiert, das aendert jedoch nichts daran dass wir in einer offenen Demokratie leben (auch bei Skywarn) und daher auch die Stroemungen die aus der Bevoelkerung hier ankommen doch auch respektieren sollte und nicht hinter geschlossenen Tueren per PN regeln sollte.
exakt - genau das! und ich bin sehr (!) für offene meinungsäußerung ohne zensur! *top* mit das höchste gut in unserem land!

deswegen war das meine höchstpersönliche meinung zu dem ganzen, wie man aus "harmlosen" dingen wie "ich spar mir heizkosten, wenn der winter nicht so kalt ist" sofort wieder eine klimadiskussion macht, was mir persönlich einfach zu weit geht und zu viel ist.
ich mess dem thema mit sicherheit ganz viel bedeutung bei, mir ist schon ziemlich bewußt, was alles passieren kann, liest man ja zur genüge überall und hier wird auch sehr viel dazu geschrieben und fakten aufgezeigt.
es ist nur eben so, dass man um das thema klima schon gar nimmer drum rum kommt. niergendwo - nicht hier im forum und nicht in den medien und schon gar nicht irgendwo. jeder der heute irgendwas auf sich hält klebt sich (egal ob gerechtfertigt oder nicht) das pickerl "klimafreundlich", "klimaneutral" oder "klimaschonend" drauf. hauptsache aufspringen auf den zug und "im thema sein".
zum einen super, wenn das thema in der bevölkerung ankommt, aber das geht für mich in so vielen dingen an dem vorbei, was eigentlich sein sollte.

aus jeder ecke und sei sie noch so klein und normal "klima-leer" hüpft einem der grüne klima-zwerg entgegen der mahnend den zeigefinger erhebt und bei jeder gelegenheit drauf hinweist, wie drohend doch die weltenzukunft ist.

mich überfordert das thema nicht, mich erdrückts schlichtweg manchmal.

ich bin hin und wieder so weit, dass ich gar keine nachrichten mehr aufdreh oder artikel dazu les, weil ich für mich sehr wohl weiss, was ich (sehrwohl) dafür bzw. dagegen tu und der große rest, der sich im kreis dreht, wo sich die katze in den schwanz beisst, wird das vermutlich noch eine ganze lange zeit lang tun, bis da mal einer einen wortwörtlich grünen zweig erwischt.
einerseits ausbau von klimaschädlichen dingen und andererseits klopfen sich die herrn mächtigen der welt (und die paar frauen) auf die schultern was sie grad nicht alles tolles fürs klima machen wie eine billion bäume pflanzen...
schön - aber die ganzen co2 schleudern schleudern weiter co2.... *ko*

eigentlich komplett normale dinge werden zu weltneuheiten hochstilisiert.... !?
was ist da dran soooo neu, dass bei einer sportveranstaltung (dem linzmarathon - heute gehört) die 220.000 becher die ca. 2 tonnen plastikmüll ergeben, eingesammelt werden von helfern und dann extra von einem unternehmen zu wieder neuen bechern für den nächsten marathon oder zeitmessungschips verarbeitet werden!?!? *nixweiss*

ich mein - eh gut - aber is das eine weltneuheit!? als solche wirds nämlich besonders angepriesen und hervorgehoben! da fehlt mir schlichtweg das verständnis fürs besondere!? ich würd das ohnehin nicht anders machen aus meinem verständnis als den müll einer sportveranstaltung wieder einzusammeln und der verwertung zu zuführen... plastikbecher bleiben nun mal plastikbecher!? so what!?
aber hauptsache - schlagzeile "der linzmarathon wird klimaneutral" !?

die "klimatarier" sind der neueste schrei....
mich stören diese auswüchse, die im endeffekt genau gar nix bringen....!? aber hauptsache man springt auf den "klimazug" auf und brüstet sich damit, dass einem das thema ja nicht egal ist und man jetzt ja so umweltfreundlich ist, weil man sein essen in co2 emissionen umrechnet!? häääääää? *hä*

ich wollte nix per PN hinter verschlossenen türen regeln, aber ich wollte mit meinem zum teil off-topic-meinungsausbruch und einer vielleicht folgenden diskussion den wetterwiese-thread nicht schrotten oder sprengen...
deswegen, wenn jemand mir was persönlich zu meiner persönlichen meinung zu sagen hätte, hab ich angeboten mir das persönlich zu sagen. :-) das wars was ich damit wollte :-) ganz sicher nicht eine diskussion hinter die kulissen holen... :)

manchmal wünsch ich mir einfach man könnte mal 5 grade sein lassen und nicht aus jeder zusätzlichen mücke einen klimaelefanten aufblasen der vorher keiner war. das bezieh ich jetzt vor allem auf so dinge wie klimaneutraler marathon, klimatarier und ganz einfach simple kleine lebensdinge... *2cent*
liebe grüsse
(die) Feli
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Herfried
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#674 Beitrag von Herfried » Mittwoch 22. Januar 2020, 20:59

Wenn im Wiener Zeitungs Artikel die Somnenaktivitöt bemüht wird... nun welche? Die 1980? Seit 2 - einhalb Zyklen sind die Maxima lau, die Minima ausgesprochen tief. TSI ist mau, UV extrem nau, Magnetfeldstärke mau, Kosmische Strahlung im Gegenzuhg hoch...

Es müsste nach Malberg und Co., nsch dem Strohhalm der Skeptiker spätestens seit 2000 massiv abkühlen...
Tuts micht.

Und ja, wenn ANDERE Faktoren das Klima ändern, dann zieht CO2 nach, da sich in warmen Meeren weniger löst. So verstärkte CO2-Armut die Glaziale, Anstieg die Interhlaziale. Der Antrieb lieht aber anderswo. Due Milankovic Parameter der Erdbahnzyklen. Auch diese stehen auf kalt, bis vor 200 Jahren gabs auch den Trend zum langsamen Abkühlen...

Die Paläoklimatologie zeigt aber auch, dass wenn Geologie über Jahrmillionen am CO2 dreht, dieses wärmt - oder bei Abnahme kühlt. Hier legt wieder CO2 vor...

Die Effekte auf die Strahlungsbilanz sind messbar... es ist kein Hexenwerk!!! Und inzwischen sind viele Naturfaktoren messbar, und nichts derzeit - auüer CO2 gibt die Änderung her!!! Und ha derzeit kühlen einige Naturfaktoren.
Ach ja, auch wir Mrnschen per SOx
Letzteres wird in China nun aggressiv abgedreht. Chinas sauber werdende Luft? Na das wird global einige Überraschungen bewirken... CO2 wird demaskiert...
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#675 Beitrag von bluedog » Mittwoch 22. Januar 2020, 23:51

das klima auf der erde hat sich immer schon verändert, schwankungen gab es schon immer, von eiszeiten bis wärmeperioden.
derzeit erleben wir also wohl wieder mal eine wärmeperiode.
die hochgepusht und zur kliamakatastrophe hochstilisiert wird und sofort von der politik dazu benutzt uns neue steuern aus der tasche zu ziehen.
es ist keine klimakastrophe, es ist etwas völlig natürliches, eine schwankung.
schade dass keine eiszeit kommt, was würden wir dann löhnen müssen - eine eissteuer ?
für mich ist das problem nicht die erwärmung sondern dass wir menschen nicht fähig sind uns anzupassen, dazu ist unser lebensstil zu starr, zu gebunden, zu unflexibel und bequem geworden.
der meeresspiegel hat sich immer schon verändert, da wo wir heute leben war einst auch meer.
das problem ist dass wir unsere millionenstädte ans ufer der meere gebaut haben und sie von dort heute nicht so einfach ein stück weiter ins landesinnere verlagern können wie ein zeltdorf.
das problem ist auch nicht der lächerliche anstieg von CO² im promillebereich aus dem die politik sofort eine neue einnahmequelle kreiert.
das problem ist dass wir generell den ganzen planeten ausbeuten und verschmutzen, unsere verbindung zur natur verloren haben, tiere in endloser zahl quälen und zu viel raum und ressourcen für uns beanspruchen und dass viel zu viele menschen auf der erde leben wodurch das problem dass wir uns nicht mehr anpassen können noch mehr verschärft wird.
aber die echten probleme packt keiner an, das wäre ja viel zu unbequem. da müsste man ja tatsächlich etwas verändern und nicht nur neue steuern kreiieren und die menschen noch mehr schröpfen.
stimmt nicht ? nein ?
wer wurde denn erst vor kurzem verarscht indem ihm die glühbirne verboten wurde weil sie zu viel strom frisst und die kapazitäten nicht ausreichen sollen ?
aber jetzt steigen wir alle auf klimarettende e-autos um weil dafür reichen die kapazitäten auf einmal ? vl. weil wir dank dem wegfall der glühbirne genug strom gespart haben ?
und unsere alten diesel fahren fröhlich im ostblock und in afrika herum - dort gibts ja kein klima....
fühlt ihr euch nicht verarscht ? echt nicht ?
das ganze politische auslutschen des themas ist eine verarsche. am ende zahlen wir - neue steuern, neue autos, neue idiotien.
und die superreichen stellen jedes jahr ihre eigenen rekorde in den schatten und lachen sich ins fäustchen.
wir wollen das klima beeinflussen mit einer steuer und ein paar e-autos ?
was für eine blasphemie.
was wir beeinflussen können und müssen ist unser lebensstil, den raubbau an unserem planeten, das gieren und raffen, unser wertesystem, unsere ansprüche. das bedeutet verzicht.
wer ist denn schon bereit auf seine annehmlichkeiten zu verzichten ?
da meint sofort jeder er hätte doch einen persönlichen anspruch auf all seinen luxus.
das problem ist nicht das klima und nicht das CO² - das problem ist die menschheit mit ihrem system der globalisierung das raubbau an dem planeten betreibt.

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