Diskussion zum Klimawandel

Hier findest du Langfristtrends, Statistiken, Diskussionen rund ums Klima, Klimawandel und seine Folgen
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Herfried
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Dienstag 3. März 2020, 23:59

Global dimming funktioniert weniger über Wolken, als über Dunst.

Tatsächlich ist für Regen SOx Aerosol nicht hilfreich, das zeigen PyroCBs mit wenig Niederschlag und großem, schmutzigem Hagel. Zu viele, zu kleine Tröpfchen, und SOx stören eher das Gefrieren, Ruß dito. Schnee, Graupel sind aber die Regenbringer.

SOx wirkt aber bei klarem Himmel. Wenn Sonnentage bleigrau düster werden.
Dabei lassen diese feinen Tröpfchen, im Gegensatz zu Cirren, Eiskristallen, IR gut durch, blockieren, reflektieren kurzwelliges Licht.

Ich kenne auch dieses etwa 1/2 Grad maskiert.
Umd ich wette dass nun in Produktionspausen SO2-Filter en masse eingebaut werden... China hat den Wert atembarer Luft erkannt, und Indien nach diesem Winter auch.
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011
hochalm
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Freitag 6. März 2020, 14:53

Unsere besten Freunde (Ozeane und Wälder) sind am Weg nicht mehr unsere besten Freunde zu sein - sind unsere tropischen Wälder schon im nächsten Jahrzehnt CO2-Emittenten statt CO2-Senken?

https://www.theguardian.com/environment ... aincontent
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Feli
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Freitag 6. März 2020, 15:32

ich bin echt gespannt was das noch wird....
ein virus kann das was alles andere nicht schafft... unmengen flüge absagen, das sogar kurzarbeit für 7000 leute angedacht wird.
die aua ist jetzt bekannterweise nicht die größte fluglinie - und was werden die machen wenn die aua schon drüber nachdenkt?

https://wien.orf.at/stories/3037857/
liebe grüsse
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hochalm
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Samstag 7. März 2020, 10:54

„Klimawandel“: Marcus Wadsak im Studiogespräch (13min) - 1 Woche online
https://oe1.orf.at/player/20200306/591398/1583482949000
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Chachapoya
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Samstag 7. März 2020, 12:34

Hallo,
hochalm hat geschrieben:
Freitag 6. März 2020, 14:53
Unsere besten Freunde (Ozeane und Wälder) sind am Weg nicht mehr unsere besten Freunde zu sein - sind unsere tropischen Wälder schon im nächsten Jahrzehnt CO2-Emittenten statt CO2-Senken?

https://www.theguardian.com/environment ... aincontent
wir müssen da gar nicht nur auf die tropischen Wälder schauen (obwohl das natürlich eine riesige Fläche betrifft), auch unsere - leider meist ehemaligen - Moore verhalten sich da sehr ähnlich:

https://www.derstandard.at/story/200011 ... ore-retten

Wenn man das renaturiert, was noch zu retten ist, könnte man schon einiges erreichen. Aber es ginge noch besser:

Bei einem Vortrag vor kurzem hat Martin Balluch (Verein gegen Tierfabriken) referiert, dass man die gesamten CO2-Emissionen Österreichs kompensieren könnte, wenn man alle landwirtschaftlichen Flächen, die direkt oder indirekt (Futtermittel) mit der Tierhaltung zu tun haben, in Wald umwandelt.

Ich habe das versucht nachzurechnen, komme mit den gefundenen Zahlen zwar nur auf knapp die Hälfte, aber das ist auf jeden Fall schon sehr viel. Aber dass sich ganz Österreich vegan ernähren sollte, ist für die meisten Leute wohl noch eine viel schlimmere Vorstellung als auf das geliebte Auto zu verzichten *huch*

Grüße
Gerald
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Herfried
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Samstag 7. März 2020, 16:54

Veganistische Ideologie ist absolut unbrauchbar und nicht feeignet Menschen zu ernähren. Den tierischen Anteil der Nahrung zu verringern ist hingegen hilfreich.
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011
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chris188
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Samstag 7. März 2020, 17:17

Ich bin quasi Flexitarier. *gg*
ich habe mir angewöhnt, dass ich so in etwas 2 bis 3 Tage in der Woche etwas Fleisch esse, und den Rest der Woche vegetarisch lebe.
Das klappt echt gut und ich vermisse Fleisch letztendlich immer weniger.
Das ist zumindest einer meiner Beiträge zum Thema Klima, wenn man das mal so stehen lassen kann.
lg, chris
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Chachapoya
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Samstag 7. März 2020, 17:27

Herfried hat geschrieben:
Samstag 7. März 2020, 16:54
Veganistische Ideologie ist absolut unbrauchbar und nicht feeignet Menschen zu ernähren. Den tierischen Anteil der Nahrung zu verringern ist hingegen hilfreich.
Dass vegane Ernährung (nicht die manchmal etwas eigenartige Ideologie dahinter) unbrauchbar wäre, ist aber auch nur eine in den Raum gestellte kategorische Behauptung, wo genug Ernährungswissenschafter anderer Meinung sind - solange man natürlich bestimmte Regeln beachten, Stichwort B12. Aber 100% vegan ist ja gar nicht notwendig, mit einer deutlichen Reduktion der tierischen Produkte wäre auch schon viel erreicht - auch hinsichtlich Gesundheit.

Grüße
Gerald
hochalm
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Sonntag 8. März 2020, 18:50

Herfried hat geschrieben:
Samstag 7. März 2020, 16:54
Veganistische Ideologie
ich lebe nicht vegan aber ich habe Achtung vor Menschen, die vegan leben.
Dass die Produktion von Fleisch und Molkereiprodukten sehr klimarelevant ist, ist ja unbestritten denke ich.

daher würde mich schon interessieren - was genau verstehst du da drunter?

google liefert für mich zumindest keinen Treffer unter dem Schlagwort
am ehesten kommt noch ein Artikel hin, der sich mit dem Begriff Ideologie in dem Zusammenhang auseinandersetzt, und den find ich nicht so schlecht
https://www.ernaehrungsmedizin.blog/201 ... eologisch/
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Montag 9. März 2020, 14:54

Herfried hat geschrieben:
Samstag 7. März 2020, 16:54
Veganistische Ideologie ist absolut unbrauchbar und nicht feeignet Menschen zu ernähren. Den tierischen Anteil der Nahrung zu verringern ist hingegen hilfreich.
Das stimmt überhaupt nicht. Man kann sich mit etwas Gedanken zum Thema Ernährung, sehr gut und ausgewogen vegan ernähren. Ich mache u.a. Kraftsport und habe keinen Unterschied zu früher bemerkt, viele Werte sind sogar um einiges besser geworden und meine Immunabwehr war noch nie so gut wie nach dem Umstieg. Um richtige Ernährung ranken sich viele Mythen, wahr ist, dass man weder Fleisch, noch Milchprodukte benötigt, um sich gesund zu ernähren, eventuell ist sogar das Gegenteil der Fall und man kanns ich besonders einfach gesund ernähren, wenn man auf Fleisch- und Milchprodukte verzichtet. Ich lasse zusätzlich noch Hefe, Germ, Gluten und Industriezucker weg. *ggg*

https://www.youtube.com/watch?v=I_ss1F7w3Sk

https://www.youtube.com/watch?v=iSpglxHTJVM

https://www.nau.ch/lifestyle/fitness/di ... n-65506865
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marcus_wien
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Montag 9. März 2020, 18:45

https://taz.de/Epidemie-wirkt-sich-aufs ... /!5670033/


Die Wirtschaft bricht nun doch grossflächig ein und der Tourismus wird absolut unterbunden werden.. Folgen werden Deutschland, Frankreich, Spanien... USA


Alles Gute allen...
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hochalm
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Dienstag 10. März 2020, 08:38

marcus_wien hat geschrieben:
Montag 9. März 2020, 18:45
https://taz.de/Epidemie-wirkt-sich-aufs ... /!5670033/


Die Wirtschaft bricht nun doch grossflächig ein und der Tourismus wird absolut unterbunden werden.. Folgen werden Deutschland, Frankreich, Spanien... USA


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Admins: könnte man nicht einen eigenen thread machen zu dem Thema?
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Feli
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Dienstag 10. März 2020, 16:47

von mir aus nicht, weiss nicht was bringen soll über corona & co. hier zu diskutieren!?
wenns vereinsintern das bedürfnis gibt, dann darf da gern einer einen thread aufmachen - aber öffentlich is es glaub ich hier die falsche plattform.
hochalm hat geschrieben:
Dienstag 10. März 2020, 08:38
Admins: könnte man nicht einen eigenen thread machen zu dem Thema?
liebe grüsse
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Herfried
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Dienstag 10. März 2020, 23:30

Da muss ich dir Feli scharf widersprechen. 1.) hat die kommende Ausbreitung auch was mit Wetter zu tun (Lebensdauer der Tröpfchen), 2. ist es ein Thena, dads nun mal tief ins Leben aller eingreift.
Hier zusagen “falscher Verein interessiert keinen“ ist absurd und eigentlich schockierend.

Bei eingeschränkter Sichtweite kann es helfen das Brett vorm Kopf mal zu lichten und den Tellerrand kurz zu überwinden.
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011
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Donnerstag 12. März 2020, 14:35

Hier nochmal ein interessanter Artikel ob und wie sich diese Pandemie auswirken kann bzw wird... Es ist noch zu früh zu sagen inwieweit.... Eigentlich im Moment nicht so wichtig angesichts der jetzigen Notlage...

https://futurezone.at/science/coronavir ... /400778963

Abgesehen von all dem Leid, Schon auch spannend wie eine Erkrankung in unser klima System eingreift
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Feli
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Donnerstag 12. März 2020, 16:29

Herfried hat geschrieben:
Dienstag 10. März 2020, 23:30
Da muss ich dir Feli scharf widersprechen. 1.) hat die kommende Ausbreitung auch was mit Wetter zu tun (Lebensdauer der Tröpfchen), 2. ist es ein Thena, dads nun mal tief ins Leben aller eingreift.
Hier zusagen “falscher Verein interessiert keinen“ ist absurd und eigentlich schockierend.

Bei eingeschränkter Sichtweite kann es helfen das Brett vorm Kopf mal zu lichten und den Tellerrand kurz zu überwinden.

lieber herfried,
ich seh eigentlich keinen grund, warum du gleich so bösartig reagierst!?
ich hab nur gesagt - bitte im internen gern, aber ich glaub das thema wird im moment überal hoch diskutiert und da wird ein eigener thread im öffentlichen nicht wirklich viel bringen - sieht man ja auch an den reaktionen.

deswegen - ich bleib bei meiner meinung, die gar nix verboten hat, und nur meine persönliche meinung widergespiegelt hat.
liebe grüsse
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Feli
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Freitag 17. April 2020, 12:40

schön dass das letzte auch noch vom netz ist:

https://steiermark.orf.at/stories/3044465/

keine kohlekraftwerke mehr in österreich!
liebe grüsse
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Chachapoya
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Freitag 17. April 2020, 16:35

Mir ist in den letzten Tagen aufgefallen, dass der Himmel in der Nacht ungewöhnlich klar war und sehr gute Sicht auf die Sterne ermöglich hat. Nur eine Folge der niedrigen Luftfeuchtigkeit der letzten Zeit? Oder könnte auch der weitgehend ausgefallene Flugverkehr mit dem Kondenswasser in der Stratosphäre einen wesentlichen Einfluss haben?

Und zum Thema Klimawandel: könnte das nicht auch die zuletzt recht hohe Amplitude der täglichen Temperaturverläufe mit erklären (insb. in Verbindung mit den Nachtfrösten, die die heurige Obsternte geschädigt haben)?

Grüße
Gerald
hochalm
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Freitag 17. April 2020, 18:42

Chachapoya hat geschrieben:
Freitag 17. April 2020, 16:35
Mir ist in den letzten Tagen aufgefallen, dass der Himmel in der Nacht ungewöhnlich klar war und sehr gute Sicht auf die Sterne ermöglich hat. Nur eine Folge der niedrigen Luftfeuchtigkeit der letzten Zeit? Oder könnte auch der weitgehend ausgefallene Flugverkehr mit dem Kondenswasser in der Stratosphäre einen wesentlichen Einfluss haben?

Und zum Thema Klimawandel: könnte das nicht auch die zuletzt recht hohe Amplitude der täglichen Temperaturverläufe mit erklären (insb. in Verbindung mit den Nachtfrösten, die die heurige Obsternte geschädigt haben)?
bisher war wenig zu lesen zum Rückgang des Global Dimming in Verbindung mit Strahlungsnächten - wenn dann wurde damit eine globale weitere Erwärmung verbunden.

Und das, obwohl schon nach 9/11 und dem grounding der US-Airlines festgestellt wurde, dass der Tagesgang der Temps dadurch temporär angestiegen war.

Ich vermute dass vor allem die Nahrungsmittelsicherheit aktuell durch 2 Faktoren sinkt:

1) die globale Erwärmung lässt Pflanzen ohnehin früher austreiben, wobei die Spätfröste nicht im selben Ausmaß ausbleiben

2) ein Rückgang des Global Dimming (der unvermeidbar ist, wenn wir die Klimakrise ernsthaft angehen wollen) wird diesen Trend noch verschärfen: Tmax steigen, Tmin sinken (vereinfacht gesagt). Einen Vorgeschmack darauf sehen wir vermutlich gerade. Würde mich wundern wenn die Spätfröste mit tw Rekord-Tmin und Ernteschäden heuer nichts damit zu tun haben.
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hochalm
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Samstag 16. Mai 2020, 08:40

DE im 3. Dürrejahr: Abschied vom Wald https://www.freitag.de/autoren/nick-rei ... d-vom-wald
Zuletzt geändert von hochalm am Sonntag 17. Mai 2020, 07:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Chachapoya
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Samstag 16. Mai 2020, 09:23

Danke für den interessanten Link. Ich hätte ja auch angenommen, dass die Laubwälder mit der Hitze und Trockenheit besser als die Fichten zurecht kommen werden. Na ja, in ein paar Jahrzehnten wird es bei uns (zumindest im Flachland) wohl wie jetzt in Afghanistan aussehen. Und da das ganz langsam geht, wird man sich wahrscheinlich daran gewöhnen.

Aber in Kombination mit dem weltweit dramatischen Rückgang der Bienenpopulationen muss man wohl mit großen Problemen in der Nahrungsmittelproduktion rechnen, das wird noch lustig. Und wie man bei der Corona-Pandemie gesehen hat, geht in der Krise alles in nationalen Rückzug statt länderübergreifende Organisationen (z.B. EU oder auch WHO) - und beim Klima ist dieser Weg ja völlig kontraproduktiv. Bin schon neugierig, was von den Klimaschutzplänen in Österreich noch übrigbleiben wird, wenn es darum geht, die Wirtschaft wieder zu beleben ...

Grüße
Gerald
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Sonntag 17. Mai 2020, 14:01

Verfolgt eigentlich hier jemand die Langfristmodelle CFS?
Was mir auffällt...
Seit vielen Wochen werden die kommenden 6 Monate zurück gerechnet. Mittlerweile gibt es nur noch moderate orange Töne, vielfach kommen wir sogar im langjährigen Schnitt an und vereinzelt werden immer öfter auch Blautöne abgebildet.
Was steckt da dahinter?

Weniger Vorderseiten, die Hitze aus Afrika nach ME pumpen?
Ein Azoren Hoch, welches normales Wetter über ME bringt?
Aber selbst der Sep + Okt sehen eher moderat aus.

Eine beginnende Umstellung?

Bin auf eure Meinungen gespannt.
https://origin.cpc.ncep.noaa.gov/produc ... e3Mon.html
lg, chris
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Dienstag 19. Mai 2020, 18:41

Was auch immer man von diesen Langfrist-Prognosen halten mag - nehmen wir mal an es kommen ein paar unterdurchschnittlich warme Monate - welchen Zusammenhang mit dem Klimawandel würdest du daraus vermuten oder ableiten?

Oder anders ausgedrückt: Schaut man sich zb die Monatsmittel der letzten 10 Jahre an, so fällt auf, dass auf 5-10 zu warme Monate ein zu kaltes folgt. Gäbe es keine globale Erwärmung, müssten sich zu warme und zu kalte Monate etwa die Waage halten. Alle Prognosen der letzten 10 Jahre, die eine zu kalte längere Phase gesehen haben, sei es lokal oder gar global, haben sich nicht bewahrheitet. Insofern wäre eine längere ausgeglichene Phase eine echte Überraschung, eine längere zu kalte Phase ein echter Trendbruch. Ohne die Modelle im Detail studiert zu haben, glaube ich an eine solche Entwicklung nicht.
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SteHo
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Mittwoch 20. Mai 2020, 10:38

Trotz Background in der Klimaforschung weiss ich nur wenig mit diesen Langfristprognosen anzufangen. Wenn sie ueberhaupt skill haben dann ist dieser halt nur marginal oberhalb der normalen statistischen Verteilungswahrscheinlichkeit von zu warm oder zu kalt, sodass sich fuer den Ottonormalverbraucher kaum ein Mehrwert ergibt diese zu interpretieren.
Polar- und Klimaforscher.

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[x] University of Oslo.
[ ] Wilhelmsburg a. d. Traisen
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Mittwoch 20. Mai 2020, 10:53

Sehe ich nicht ganz so.
Die stetige Erwärmung sorgt ja auch für Veränderungen in den großräumigen Strömungen.
Es muss nicht überall gleich warm werden, vielleicht gibt es Regionen, wo es Kippeffekte gibt, die gegenteiliges bewirken.

Was mir bei CFS auffällt - der Wärmeüberschuss nimmt in den kommenden Monaten ab - warum? Was "denken" die Modelle? Oder nur vorübergehend für ein paar Monate?

Für den Sommer:
Vielleicht keine Vorderseiten, die große Hitze nach ME bringen?
Vielleicht ein stabiles Azorenhoch, dass zwar sommerliche Wärme bringt aber mitten im Hoch keine extremen Werte?
Oder aber in der Folge mehr Niederschläge? Aber das sehen die CFS eher nicht, denn der Juni + Juli wird in AT brutal trocken berechnet.

Ich finds schon spannend...
Was anderes haben wir nicht, um ein wenig die Zukunft anzuzapfen ... :)
lg, chris
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