Kaltenleutgeben Jahresniederschlag

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stesso1990
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Kaltenleutgeben Jahresniederschlag

#1 Beitrag von stesso1990 » Dienstag 14. April 2015, 17:34

Hallo!

Ich ziehe nächstes Jahr vom 13. Bezirk (Ober St. Veit, Wienfluss - 200m Seehöhe) in den 23. Bezirk/Grenze Kaltenleutgeben 305m Seehöhe.

Gibt es dort Unterschiede im Jahresniederschlag, Anzahl der Tage mit Schneedecke ect.?


Würde mich über Berichte freuen.


LG

powdersnow

Re: Kaltenleutgeben Jahresniederschlag

#2 Beitrag von powdersnow » Dienstag 14. April 2015, 22:17

Kann Dir gar keine Werte nennen. Aber aus Erfahrung, da ich nahe wohne, weiß ich das dort in den meisten Wintern schon mehr Schnee als in Wien 13 nahe Wienfluß liegt. Stau ist dort mehr, und der nahe Wienerwald wirkt kühlend. Insbesonders die Nächte sind teils empfindlich Kühler als näher bei Wien.
Kaltenleutgeben ist lang, nicht selten fühlt man sich an der Grenze zu Wien wie im Fühling, Richtung Stangau ist noch alles weiß. Zum Gesamtniederschlag trau ich mir deshalb nix zu sagen, gefühlt aber auch höher. Vor ein paar Jahren ist ein Gewitter regelrecht in Kaltenleutgeben stecken geblieben, es gab ungewöhnliche kleinräumige Überflutungen.
Kaltenleutgeben profitiert zwar schon auch teilweise vom Nordstau, meistens kannst dich aber auf die Alpensüdseite zählen. Unzählige Male schon fuhr ich durch sonnige Kaltenleutgeben und im Wolfsgraben nieselte aus dichter Bewölkung.

nadjap
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Re: Kaltenleutgeben Jahresniederschlag

#3 Beitrag von nadjap » Mittwoch 15. April 2015, 15:22

Also auf mehr Niederschläge aus Gewittern hätte ich auch getippt meiner Erfahrung nach.

EDIT: Die klassischen aus der Allander in die Mödlinger Gegend ziehenden Zellen meine ich, die dann meist nur den Süden Wiens erreichen
Klosterneuburg-Scheiblingstein, 487 m (gemessen mit NÖGIS), Wienerwald, Bezirk Wien Umgebung


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stesso1990
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Re: Kaltenleutgeben Jahresniederschlag

#4 Beitrag von stesso1990 » Mittwoch 15. April 2015, 18:51

Danke für eure Erfahrungsberichte

finde es echt schade, dass es in diesem Bereich keine offiziellen Wetterstationen gibt

ich werde wohl wieder eine davis pro 2 anbringen.


LG

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Re: Kaltenleutgeben Jahresniederschlag

#5 Beitrag von nadjap » Donnerstag 16. April 2015, 10:49

Was die Niederschläge betrifft, ist das Mitglied "bachfan" ein heißer Tipp, der ist da ein Profi. Hat auch schon Liesinghochwässer analysiert. Schreibe ihm halt mal eine PN ;)
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Re: Kaltenleutgeben Jahresniederschlag

#6 Beitrag von Bachfan » Montag 20. April 2015, 00:32

Hab einmal in den älteren hydrographischen Jahrbüchern gestöbert:
In Kaltenleutgeben gab es demnach einmal eine Wetterstation vom hydrographischen Dienst. Im Mittel von 1961-1990 hat diese 733 mm Jahresniederschlag gemessen, also ungefähr so viel wie die Station Wien-Mariabrunn (725 mm). In Mariabrunn dürften es im Mittel 5 % mehr Jahresniederschlag sein als in Ober St. Veit beim Wienfluss (Höhe U-Bahn-Station).

Die letzten beiden Jahrzehnte war es übrigens deutlich feuchter als im Mittel 1961-90. Da hätte die besagte Station in Kaltenleutgeben im Mittel vermutlich rund 800 mm gemessen, wenn es sie noch bis zum Schluss gegeben hätte.

Die Station in Kaltenleutgeben muss sich nahe des Ortszentrums befunden haben (auf 345 m Seehöhe), also etwas weiter westlich deines zukünftigen Standorts. Die Koordinatenangaben zur Station sind aber im Jahrbuch nur in Grad und Minuten (ohne Sekunden) angegeben, womit sich auf Grund dieser Angaben nicht die exakte Position bestimmen lässt...
Liebe Grüße :)

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Re: Kaltenleutgeben Jahresniederschlag

#7 Beitrag von Bachfan » Freitag 24. April 2015, 00:17

Weil in vorangegangenen Beiträgen gewittrige Starkregenereignisse erwähnt wurden. In den 1960er Jahren hat es wenige Kilometer südlich von Kaltenleutgeben einmal mehr als 150, vielleicht sogar mehr als 200 mm Niederschlag innerhalb weniger Stunden gegeben. Allerdings sind solche Mengen genauso auch in Ober St. Veit möglich.

Bezüglich Andauer der Schneedecke in Kaltenleutgeben wäre anzunehmen, dass diese im Mittel vergleichbar mit jener in Ober St. Veit in wenig windexponierten Lagen und ähnlicher Seehöhe ist, da sich die Niederschläge im Mittel ja nicht groß unterscheiden (und die höheren Lagen in Ober St. Veit sind ja auch schon recht "ländlich" mit nur noch geringem Stadteinfluss (natürlich auch von der Windrichtung abhängig)).
Im heurigen Winter habe ich in Ober St. Veit in 300 m Seehöhe 45 Tage mit Schneedecke registriert. Würde also schätzen, dass es auch an deinem neuen Standort in Kaltenleutgen ungefähr 40-50 Tage mit Schneedecke gegeben hat. Im Wiental auf 210 m Seehöhe habe ich hingegen nur 25 Tage registriert. Wenn du Aufzeichnungen an deinem neuen Standort machst, bin ich sehr gespannt auf deine Ergebnisse. :)
powdersnow hat geschrieben: Kaltenleutgeben profitiert zwar schon auch teilweise vom Nordstau, meistens kannst dich aber auf die Alpensüdseite zählen. Unzählige Male schon fuhr ich durch sonnige Kaltenleutgeben und im Wolfsgraben nieselte aus dichter Bewölkung.
Finde das immer wieder beeindruckend, welch starken Einfluss die in ihrer Höhe doch recht bescheidenen Wienerwaldhügel auf das Wetter haben.
Liebe Grüße :)

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