Wetterwiese 2020

Diskussionen rund um Kurz- & Mittelfristprognosen und Wetterentwicklungen
chris-kapfenberg
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Montag 22. Juni 2020, 10:21

Alpemare hat geschrieben:
Sonntag 21. Juni 2020, 11:49

Genau das macht Urlaub in Österreich für mich so unattraktiv, wenn man da in den Bergen unterwegs ist und es ständig regnet/unbeständig ist, kein Vergleich zum Mittelmeerraum, wo man normalerweise ab ca. Mitte Juni mit beständigen Hochdruckgebieten rechnen kann.
..bitte nicht böse sein, lieber Alpemare, aber in Zeiten des Klimawandels sind diese Wetterlage ein Segen für Mensch und Natur. Eine "stabile" Wetterlage wie du sie dir wünscht würde unerträgliche Hitze und Trockenheit bedeuten. Wäre eine Katastrophe für die Landwirtschaft nach diesem staubtrockenen Frühjahr.

Und einzelne Tage für Bergtouren gibt es immer wieder (war heuer schon ca. 15 x im Gebirge), also bitte nicht alles schlechtreden. Österreich punktet außerdem noch mit vielen anderen Ausflugszielen...

L.G., chris-kapfenberg
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noesro
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Dienstag 23. Juni 2020, 11:33

Kann ZAMG den Sommer schon vorhersagen? *roll*

https://www.nachrichten.at/oberoesterre ... t4,3268183

Da ich kein Wetterexperte bin, aber trotzdem für Wetter interessiert bin, möchte ich euch fragen, ob man ein Sommer vorheraussagen kann, ob es trocken wird oder wie im Artikel von Nachrichten beschrieben:

"Eine Wiederholung des trocken-heißen Sommers 2019 sei daher aus heutiger Sicht auszuschließen: "Es schaut nicht so aus, dass es ein Hitzesommer wird." Stattdessen dürften wir uns wohl auf einen "normalen, typisch-österreichischen Sommer" mit regelmäßigen Tiefdruckphasen einstellen."

Wenn das so ist, würde ich mich sehr auf diesen Sommer freuen....

Bin auch auf den nächsten SA bzgl. Siebenschläfertag gespannt *ja*
rudolf
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Dienstag 23. Juni 2020, 16:36

Samstag wird ok sein für das Wetter. Sonne und Gewitter bei keiner Hitze, so schätze ich die weitere Witterung ein.
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Web: http://www.wetter-hausruckviertel.at" onclick="window.open(this.href);return false;
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ManuelW4
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Mittwoch 24. Juni 2020, 10:53

1961 to 1990

This 30-year period is the most recent standard reference period as defined by the World Meteorological Organisation (WMO). The WMO describes "standard reference periods" for use by the international community in order to maintain consistency in the calculation of climate statistics across the world. This allows climate statistics from different countries to be compared and analysed. The standard reference period is commonly used in our climate maps, climate statistics and is the base period for most climate change studies. The next standard reference period will be 1991 to 2020.
http://www.bom.gov.au/climate/how/newpr ... iods.shtml

warum die zamg überhaupt den zeitraum 1981-2010 als referenz betrachtet, erschließt sich mir nicht ganz - und ich bin diesbezüglich voll und ganz bei hochalm: natürlich verwässert diese betrachtungsweise, wenn zb in allen medien davon die rede ist, dass der mai zu kühl war, wird üblicherweise nicht der vergleichszeitraum angegeben - und selbst wenn, was hängen bleibt ist, dass der mai zu kühl war. auch wenn das - siehe oben - nur die halbe wahrheit ist. "neue normalität" :)
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>>http://www.wetter-waldviertel.at
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hochalm
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Donnerstag 25. Juni 2020, 01:36

ManuelW4 hat geschrieben:
Mittwoch 24. Juni 2020, 10:53
warum die zamg überhaupt den zeitraum 1981-2010 als referenz betrachtet, erschließt sich mir nicht ganz - und ich bin diesbezüglich voll und ganz bei hochalm: natürlich verwässert diese betrachtungsweise, wenn zb in allen medien davon die rede ist, dass der mai zu kühl war, wird üblicherweise nicht der vergleichszeitraum angegeben - und selbst wenn, was hängen bleibt ist, dass der mai zu kühl war. auch wenn das - siehe oben - nur die halbe wahrheit ist. "neue normalität" :)
Ich denke das ständige Höherdrehen der Referenzwerte hilft halt den Kopf in den Sand zu stecken um sich der Realität nicht stellen zu müssen - Stichwort "alternative Fakten". Ein kleiner Teil einer gewaltigen Desinformations-Maschinerie.
Ich hab die ZAMG angeschrieben und sie ersucht das zu ändern und grundsätzlich 1961-1990 als Default-Referenz zu verwenden, mal schauen ob da was zurückkommt.
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Herfried
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Donnerstag 25. Juni 2020, 16:03

Es gibt mehr als einen Referenzwert, der begründet ist.

Willst du den Klimawandel darstellen?

Du brauchst einen, möglichst wenig von der sindustrialisierung beeinflussten Wert, aber auch einen Wert, der unabhängig von der kleinen Eiszeit ist. 1871-1900 z.B.

Da ist 1951 - 80 auch noch ok, wenn auch bereis höher. Schon 61-90 beginnt Ddann stark zu steigen. Und der aktuelle Wet 1981 - 2010 sowieso, bald abgelöst von 1991 - 2020, wieder wärmer.

Willst du aber zeigen ob ein Monat eher von kühlen oder warmen Wetterlagen dominiert war, dann brauchst du einen möglichst aktuellen Referenzwert, um den systematischen Einfluss des Klimawandels zu minimieren.

Nun... im Vergleich zu Klima mit wenig Mensch... ein zu kaltes Monat gibts kaum mehr.
Hier sind die Histalp Daten Gold wert.
Und eine zu kalte Jahreszeit, Referenz 1900? Undenkbar. Lottosechser.
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011
hochalm
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Donnerstag 25. Juni 2020, 19:57

Natürlich kann man nach noch älteren Referenzen suchen, die man in gleicher Datenqualität finden wird - oder auch nicht. Möglicherweise lassen sich daraus auch zusätzliche Erkenntnisse ableiten. Mir sind nur die Daten der ZAMG bekannt, und da fangen die Jahreswerte erst 1960 an.

Man braucht jedenfalls kein Meteoroge zu sein um zu sehen dass die Temps in AT ca 1990 einen scharfen Knick nach oben machen, und sich daher die 30 Jahre davor für eine Referenz ungleich besser eignen als die Periode 1980-2010, in die schon 20 heftig erwärmte Jahre fallen.
Herfried hat geschrieben:
Donnerstag 25. Juni 2020, 16:03
Es gibt mehr als einen Referenzwert, der begründet ist.

Willst du den Klimawandel darstellen?

Du brauchst einen, möglichst wenig von der sindustrialisierung beeinflussten Wert, aber auch einen Wert, der unabhängig von der kleinen Eiszeit ist. 1871-1900 z.B.

Da ist 1951 - 80 auch noch ok, wenn auch bereis höher. Schon 61-90 beginnt Ddann stark zu steigen. Und der aktuelle Wet 1981 - 2010 sowieso, bald abgelöst von 1991 - 2020, wieder wärmer.

Willst du aber zeigen ob ein Monat eher von kühlen oder warmen Wetterlagen dominiert war, dann brauchst du einen möglichst aktuellen Referenzwert, um den systematischen Einfluss des Klimawandels zu minimieren.

Nun... im Vergleich zu Klima mit wenig Mensch... ein zu kaltes Monat gibts kaum mehr.
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ThomasPf
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Freitag 26. Juni 2020, 00:03

Es gibt genug "alte" Klimadaten, die auch frei verfügbar sind. Auf der Klimamonitoring-Seite kann man zwischen den Referenzzeitraum 1981-2010 und 1961-1990 wählen: https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 6-24&ref=1

Noch besser ist die HISTALP-Seite, mit den homogenisierten Datenreihen, teilweise seit Ende des 19.Jhdt.: http://www.zamg.ac.at/histalp/

Phänologie-Daten, die sehr viel über klimatische Veränderungen aussagen:
http://www.phenowatch.at/

um nur ein paar Beispiele zu nennen...
Liebe Grüße,
Thomas.


Hart bei Graz, Ragnitztal 47°4'25''N, 15°31'1''E, 418m ü.NN, bzw.
Graz Innere Stadt 47°04'12''N, 15°26'26''E, 353m ü.NN


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Herfried
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Freitag 26. Juni 2020, 00:18

Wiegesagt, mit einer Referenz prä Klimawandel wirsz du 90,x % zu warm sein. Willst du hingegen wissen ob das aktuell, wetterlagenspezifisch zu warm war, dann brauchst du gleitendes Mittel.
Denn der Jini wird zu warm, auch gegen 1971-2010. Ist aber bzgl. Wetterlagen klar auf der kühlen Seite des gleitenden Mittels.
Zuletzt geändert von Herfried am Montag 29. Juni 2020, 21:21, insgesamt 2-mal geändert.
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011
noesro
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Montag 29. Juni 2020, 14:24

Hallo!

Gibt es irgendwo Aufzeichnungen über Wassertemperaturen von den letzten Jahren? Gestern war ich erstmals dieses Jahr im Pleschingersee und hab mich eigentlich auf abkühlung gefreut... Als ich im Wasser war, war ich überrascht, dass es so warm war... Wir hatten dieses Jahr kaum Tage über 30 Grad...
Sebastian
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Montag 29. Juni 2020, 19:05

in teilen des westlichen und nördlichen waldviertels sind im juni knapp 300mm gefallen:

287,2mm am arra bei harmanschlag
278,9mm in puch (nordöstlich von waidhofen a. d. thaya)
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SteHo
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Dienstag 30. Juni 2020, 10:07

ManuelW4 hat geschrieben:
Mittwoch 24. Juni 2020, 10:53
1961 to 1990

This 30-year period is the most recent standard reference period as defined by the World Meteorological Organisation (WMO). The WMO describes "standard reference periods" for use by the international community in order to maintain consistency in the calculation of climate statistics across the world. This allows climate statistics from different countries to be compared and analysed. The standard reference period is commonly used in our climate maps, climate statistics and is the base period for most climate change studies. The next standard reference period will be 1991 to 2020.
http://www.bom.gov.au/climate/how/newpr ... iods.shtml

warum die zamg überhaupt den zeitraum 1981-2010 als referenz betrachtet, erschließt sich mir nicht ganz - und ich bin diesbezüglich voll und ganz bei hochalm: natürlich verwässert diese betrachtungsweise, wenn zb in allen medien davon die rede ist, dass der mai zu kühl war, wird üblicherweise nicht der vergleichszeitraum angegeben - und selbst wenn, was hängen bleibt ist, dass der mai zu kühl war. auch wenn das - siehe oben - nur die halbe wahrheit ist. "neue normalität" :)
Dem kann ich mich nur anschließen, wird ja zum Teil auch von Meteorologen kommuniziert mit dem 1981-2010 Mittel. In meinen Augen ist das eine Farce, die leider in der breiten Kommunikation durchgehend vorkommt. Als ob irgendjemand interpretieren könnte was es heisst wenn man ein gleitendes Mittel und dann die Residuen betrachtet?
Polar- und Klimaforscher.

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ManuelW4
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Dienstag 30. Juni 2020, 11:17

Sebastian hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 19:05
in teilen des westlichen und nördlichen waldviertels sind im juni knapp 300mm gefallen:

287,2mm am arra bei harmanschlag
278,9mm in puch (nordöstlich von waidhofen a. d. thaya)
weitere werte: haugschlag (235 mm), waidhofen/thaya (216 mm); bei mir in oberedlitz 195 mm - das gab's schon länger nicht mehr :)
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Pete
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Dienstag 30. Juni 2020, 12:53

ManuelW4 hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 11:17
Sebastian hat geschrieben:
Montag 29. Juni 2020, 19:05
in teilen des westlichen und nördlichen waldviertels sind im juni knapp 300mm gefallen:

287,2mm am arra bei harmanschlag
278,9mm in puch (nordöstlich von waidhofen a. d. thaya)
weitere werte: haugschlag (235 mm), waidhofen/thaya (216 mm); bei mir in oberedlitz 195 mm - das gab's schon länger nicht mehr :)

Das sind schon nette Niederschlagswerte für einen Monat … ist etwa die Hälfte meins durchschnittlichen Jahresniederschlags ;)

Ich hatte im Juni 94,5 - kein Vergleich zum Waldviertel, aber für meine Ecke garnicht übel.
Liebe Grüße
Peter
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Alpemare
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Mittwoch 1. Juli 2020, 22:41

Na geht doch! Wenn man sich die Prognosen so ansieht bzw. auch die letzten Tage Revüe passieren lässt, dann ist der Sommer jetzt ja doch so richtig da, paar heiße Tage und viel weniger Instabilität. Und in Vergleich zu den letzten Wochen macht es jetzt ja richtig Spaß sich auch die Prognosen anzusehen, schöne Sommertemperaturen zwischen 25 und 30 Grad, manchmal paar Gewitter dazwischen, aber nur wenige Tage, wo es - wie die letzten Wochen - gleich von der Früh weg unbeständig ist.

Mir gefällt da "75% schön, 25% unbeständig" halt besser als andersrum. Insofern scheint das ein ganz abwechslungsreicher und dennoch halbwegs stabiler Juli zu werden! :)
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hochalm
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Donnerstag 2. Juli 2020, 16:06

SteHo hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 10:07
Dem kann ich mich nur anschließen, wird ja zum Teil auch von Meteorologen kommuniziert mit dem 1981-2010 Mittel. In meinen Augen ist das eine Farce, die leider in der breiten Kommunikation durchgehend vorkommt. Als ob irgendjemand interpretieren könnte was es heisst wenn man ein gleitendes Mittel und dann die Residuen betrachtet?
Hier wird von der ZAMG mal 1990 als Temperatur-Kipppunkt ein bisschen thematisiert - ohne auf die Problematik der 30-Jahres-Bezugswerte einzugehen. Wobei ich mich abgesehen davon frage, wer mit dem Datenwirrwarr was anfangen kann das da in dem Artikel geboten wird. Eine kleine Trendgrafik würde sicher mehr bringen als Tabellen die die heißesten Jahre herauspicken

https://orf.at/stories/3171934/

Hitzesommer
Extrem ist das neue Normal
Eine der deutlichsten Auswirkungen der Klimakrise ist die stetige Erwärmung. In Österreich, Deutschland und der Schweiz sind die Sommer in allen Regionen und Höhenlagen heißer geworden, zeigen Auswertungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), des Deutschen Wetterdiensts (DWD) und des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz). [...]
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nuntius
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Donnerstag 2. Juli 2020, 18:35

hochalm hat geschrieben:
Donnerstag 2. Juli 2020, 16:06
Hier wird von der ZAMG mal 1990 als Temperatur-Kipppunkt ein bisschen thematisiert - ohne auf die Problematik der 30-Jahres-Bezugswerte einzugehen. Wobei ich mich abgesehen davon frage, wer mit dem Datenwirrwarr was anfangen kann das da in dem Artikel geboten wird. Eine kleine Trendgrafik würde sicher mehr bringen als Tabellen die die heißesten Jahre herauspicken

https://orf.at/stories/3171934/

Hitzesommer
Extrem ist das neue Normal
Eine der deutlichsten Auswirkungen der Klimakrise ist die stetige Erwärmung. In Österreich, Deutschland und der Schweiz sind die Sommer in allen Regionen und Höhenlagen heißer geworden, zeigen Auswertungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), des Deutschen Wetterdiensts (DWD) und des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz). [...]
Der Beitrag des ORF fasst es dennoch recht gut zusammen.
orf.at hat geschrieben:Die Temperatur der extremsten Sommer vor dem Jahr 1990 wurde in den letzten 30 Jahren zum Sommerdurchschnitt. Was früher ein extrem heißer Sommer war, ist heute ein durchschnittlicher Sommer. In Österreich war beispielsweise der Sommer 2014 ein für das aktuelle Klima durchschnittlicher Sommer. Vor 1990 wäre er einer der 15 wärmsten Sommer der Messgeschichte gewesen.
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Feli
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Sonntag 5. Juli 2020, 13:51

grade gefunden:
bin gespannt was da draus wird - interessant is es auf jeden fall - alternativen zu flugzeugdaten für die wettervorhersage:

https://steiermark.orf.at/stories/3056395/
liebe grüsse
(die) Feli
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Sonntag 5. Juli 2020, 15:22

Was im heurigen Sommer auffallend ist, ist die sehr geringe Zahl an Hitzetagen (über 30°) und Tropennächten (über 20°). Ich habe jetzt nicht speziell recherchiert, aber viele dürften es selbst im Osten heuer noch nicht gewesen sein, und mittelfristig dürfte sich (noch) nicht viel ändern.

Die letzten beiden Jahre hatten es ja diesbezüglich in sich... *heiss*

L.G., chris-kapfenberg
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Montag 6. Juli 2020, 08:49

Also ich finde das bisherige Ausbleiben von Hitzewellen sehr angenehm und vermisse auch nichts, es ist allerdings nicht so, dass das in den letzten Jahren noch nie vorgekommen ist, Sommer 2016 lief auch ohne Hitzewelle ab (war jedoch damals noch der 11wärmste Sommer seit Beginn der Messgeschichte, hat sich natürlich inzwischen verändert). Ich fürchte ja eher, dass man an manchen Meinungen und Wahrnehmungen zu einem "zu kühlen Sommer" nur ablesen kann, wie stark der Klimawandel die Wahrnehmung verändert, selbst wenn die letzten etwas moderateren Sommer noch gar nicht so lange zurückliegen (2014 war übrigens der bisher letzte durchschnittliche Sommer nach dem Klimamittel 1981-2010).
Eine Sommerbilanz vor den Hundstagen ist und bleibt aber ohnehin sinnlos, die heißesten Tage des Jahres kommen erst.
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cobra39
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Freitag 10. Juli 2020, 18:06

Kommt eig. noch ein stabiler Sommer?
Gerade heuer keiner in Sicht, wo viele in Österreich bleiben werden.
Morgen KF, am Mittwoch schon die nächste! :(
LG Helmut

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Felixdorf bei Wr. Neustadt/NÖ-Süd
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Freitag 10. Juli 2020, 20:10

cobra39 hat geschrieben:
Freitag 10. Juli 2020, 18:06
Kommt eig. noch ein stabiler Sommer?
Gerade heuer keiner in Sicht, wo viele in Österreich bleiben werden.
Morgen KF, am Mittwoch schon die nächste! :(
Bisher überdurchschnittlich viel Sonnenschein im Osten Österreichs im Juli und wenn es so weitergeht, dann toppen wir die Sonnenscheinbilanz vom Juli 2019.

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/kli ... 0-07&ref=3
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Samstag 11. Juli 2020, 19:49

cobra39 hat geschrieben:
Freitag 10. Juli 2020, 18:06
Kommt eig. noch ein stabiler Sommer?
Gerade heuer keiner in Sicht, wo viele in Österreich bleiben werden.
Morgen KF, am Mittwoch schon die nächste! :(
...Stabiler Sommer=meistens Hitzewellen=Trockenheit!

Brauchen wir nicht unbedingt. Bisher ein toller Sommer zum Aushalten im Freien.

L.G., chris-kapfenberg
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schmidilein
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Sonntag 12. Juli 2020, 09:44

Ich finde den Sommer bis dato auch genial. Mal Badewetter, mal Ausflugswetter, dazwischen immer wieder Niederschlag. Perfekt! Kein Mensch braucht Tropennächte und tagsüber 35 Grad oder mehr.
Dragonborn
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Sonntag 12. Juli 2020, 11:00

Zuletzt hat es in unserer Region immer wieder Niederschlag, mit teils größeren Regenmengen gegeben, sodass die Dürre hierzulande eingebremst wurde, aber in tieferen Bodenschichten ist sie jedoch noch vorhanden!

Seit dem Sommer 2018 konnte dieses Defizit nie richtig ausgeglichen werden, schuld daran waren die trockenen Winter! Wenn der Winter zu trocken ist, dann hilft auch kein "nasser Sommer"!

Jedoch: Bei mir in Kalsdorf folgende Werte bis jetzt (gerundet):

Jan: 4 mm

Feb: 11 mm

März: 20 mm

April: 57 mm

Mai: 52 mm

Juni : 121 mm

Juli (bis jetzt): 85 mm
Lg Dragonborn!
Stay tuned!
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