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18.07.2023 Kurzes Squalllinechasing im Südosten, mit schöner Shelfcloud

Verfasst: Mittwoch 19. Juli 2023, 07:33
von ThomasPf
Hallo!

Da sich auch der Dienstag als vielversprechender Chasingtag im Südosten nach den Modellunterlagen herausstellte, trafen Harald (hhkes), Georg P. von der Geosphere Austria und ich in Feldkirchen bei Graz zu einem Chasing.


Ein Frontensystem nördlich der Alpen und eine Konvergenzlinie südlich des Alpenhauptkamms sorgten für die nötige Labilisierung, die sich von West nach Ost/Südost im Tagesverlauf fortschreitend aufbaute. Die Bildung von Gewitterlinie(n) war somit zu erwarten:
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Quelle: Geosphere Austria, https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/we ... 023&utc=12

Am frühen Nachmittag löste es über Vorarlberg aus. Bald bildete sich die zu erwartende Gewitterlinie, welche schräg über den Alpen liegend unter Verstärkung rasant nach Südosten bewegte. Um 17 Uhr lag die Squall-line etwa auf der Linie Murau-Scheibbs, um 18 Uhr etwa auf der Linie Klagenfurt- Graz-Wiener Neustadt.

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Quelle: Kachelmannwetter, https://kachelmannwetter.com/at/regenradar/steiermark/

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Quelle: Kachelmannwetter, https://kachelmannwetter.com/at/regenradar/steiermark/

Wir beobachteten nur kurz die näherkommende und anfangs wenig strukturierte Linie von Feldkirchen bei Graz aus,...:
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fuhren jedoch gleich die A9 nach Süden, da im Westen ein besser organisierter Bereich zu liegen schien, der auf den Raum Leibnitz zuzog.

Bei Kalsdorf konnten wir eine Shelfcloud erkennen:
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Doch auch hier war die Zelle bald sehr nah da. Wir mussten wieder an Abstand gewinnen und fuhren nach St.Veit am Vogau weiter.
Dort angekommen, konnten wir die schönen Strukturen der Shelfcloud aufnehmen:
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Blickrichtung Westen:
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Blickrichtung Nordwesten:
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Blickrichtung Norden:
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Nach einigen Minuten wurde der Abstand zur Gewitterfront wieder auch sehr gering.
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Wir fuhren bereits durch stärkere Sturmböen und Starkregen nach Slowenien, zuerst auf der A1, dann auf der A4 bis knapp vor die kroatische Grenze.
Währenddessen befanden sich sowohl westlich als auch nordöstlich von uns stärkere blitzaktive Niederschlagskerne:
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Quelle: Kachelmannwetter, https://kachelmannwetter.com/at/regenradar/steiermark/

Gegen Nordosten:
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Gegen Westen / Südwesten:
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Bei Lancova Vas gingen wir das Risiko ein und ließen uns von der Zelle überrollen. Neben whalesmouthartigen Wolkenerscheinungen waren auch Mammaten zu sehen. Zum Glück waren wir in einem schwächeren Bereich, sodass uns Schäden erspart geblieben sind:
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Quelle: Kachelmannwetter, https://kachelmannwetter.com/at/regenradar/steiermark/

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Bei der Heimfahrt konnten wir noch bei Maribor ein paar Strukturen von nachlaufenden Zellen festhalten:
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Außerdem schlugen noch ein paar positive Erdblitze (verbunden mit Crawlern), in einigen Km Entfernung ein.

LG.

Re: 18.07.2023 Kurzes Squalllinechasing im Südosten, mit schöner Shelfcloud

Verfasst: Mittwoch 19. Juli 2023, 13:13
von Michi-OE3RIE
Danke für euren ausführlichen Bericht ... ich hab ihn auf der Website verlinkt!

Re: 18.07.2023 Kurzes Squalllinechasing im Südosten, mit schöner Shelfcloud

Verfasst: Mittwoch 19. Juli 2023, 14:11
von nuntius
Danke für den Bericht! *top*

Re: 18.07.2023 Kurzes Squalllinechasing im Südosten, mit schöner Shelfcloud

Verfasst: Mittwoch 19. Juli 2023, 19:47
von jfk
Danke für den Bericht! Spannend, dass sich die Zellen im Südosten dann doch eher abschwächten als verstärkten. Auch die Squall line ansich ist sehr hochbasig. Hat Outflow da die gute Luftmasse frühzeitig verdrängt?

Re: 18.07.2023 Kurzes Squalllinechasing im Südosten, mit schöner Shelfcloud

Verfasst: Mittwoch 19. Juli 2023, 20:15
von Feli
hui! auch wilde strukturen! vielen dank für euren bericht und einsatz *ja* *top*

Re: 18.07.2023 Kurzes Squalllinechasing im Südosten, mit schöner Shelfcloud

Verfasst: Donnerstag 20. Juli 2023, 12:19
von hhkes
Danke, Thomas, für die ausgezeichnete Dokumentation unseres Chasings *top*
Hier 2 Bilder von unserem Standpunkt bei St. Veit/Vogau aus:

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Und noch 2 Bilder von unserem Standpunkt bei Lancova Vas:

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Und hier noch ein Bild von Goran Žerdin aus Črenšovci (nordöstlich unseres Standpunkts; via neuirje.si):

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Bemerkenswert war, dass die Linie recht schnell zerfallen ist, sehr starke Zellen haben sich aber am SW-Ende der Linie gebildet (ARSO-NS-Radar):

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Im Rahmen dieser Zellen gab es im Grenzgebiet SLO-CRO ganz im S Sloweniens Großhagel mit dementsprechenden Schäden (Bilder - via Neurje.si - von Elizabeta Godesa oben und Vanja Malnar unten):

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LG, Harald

Re: 18.07.2023 Kurzes Squalllinechasing im Südosten, mit schöner Shelfcloud

Verfasst: Donnerstag 20. Juli 2023, 12:26
von Feli
mich wunderts ja, dass mancherorts in slowenien überhaupt noch was steht!?
was da immer für riesenhagel runterfällt ist ja schon fast wie das amen im gebet bei jeder gröberen zelle... *huch*