DA: Umgekehrte Talwinde im Stanzertal (dt. Zusammenfassung)

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Exilfranke1
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DA: Umgekehrte Talwinde im Stanzertal (dt. Zusammenfassung)

#1 Beitrag von Exilfranke1 » Donnerstag 5. August 2010, 23:03

seas,

jetz gibts auch nen offiziellen link zu meiner diplomarbeit "reverse valley winds in the Stanzer valley":

http://imgi.uibk.ac.at/sekretariat/dipl ... 0_Dipl.pdf" onclick="window.open(this.href);return false; (5 MB)

ist auf englisch - hier die deutsche Zusammenfassung:

"Das Ziel der vorliegenden Diplomarbeit war die Untersuchung der Talwindsysteme in der Arlbergregion, wo umgekehrte Talwinde - ähnlich zu den Malojawinden im Oberengadin - auftreten.

Mehrere Talstationen im Kloster- und Stanzertal sowie für Referenzzwecke verwendete Bergstationen wurden benutzt, um das Talwindsystem im Stanzertal zu untersuchen. Mit Hilfe statistischer Auswertungen stellte sich heraus, dass Talauswinde nachmittags und Taleinwinde vormittags in St. Anton und weiter talabwärts wehen, was im Gegensatz zu lehrbuchhaften Talwindsystemen steht, wo Talauswinde (bedingt durch nächtliche Auskühlung) nachts und Taleinwinde (bedingt durch Sonneneinstrahlung) tagsüber regieren. Die Umkehr der Talwinde wird durch Strahlungstage begünstigt und ist schwächer ausgeprägt, wenn die synoptischen Winde stark sind. In letzterem Fall können Föhnwinde auf die talabwärtige Seite des Passes übergreifen, die durch einen beständigen Talauswind ohne Taleinwindphase gekennzeichnet sind. Des Weiteren wurde Wert auf die Prüfung verschiedener Hypothesen - turbulente Herabmischung und Strömung durch Passeinschnitte (gap flows) - gelegt, welche als Erklärung für die Entstehung der umgekehrten Talwinde dienen könnten.

Die Ergebnisse der Fallstudien deuten darauf hin, dass turbulent heruntergemischte Höhenwinde und gap flows nachmittägliche Talauswinde im Stanzertal erzeugen können, doch Taleinwinde am Vormittag werden durch diese Hypothesen nicht erklärt. Zwei weitere Hypothesen, die die Flächen-Höhen-Verteilung sowohl im Stanzer -als auch im Klostertal sowie die unterschiedliche Erwärmung bzw. Abkühlung entlang des Stanzertals selbst berücksichtigen, konnten nicht geprüft werden."

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