Diskussion zum Klimawandel

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Schwoza
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#626 Beitrag von Schwoza » Dienstag 7. Januar 2020, 10:47

Zum Thema Nordamerika: Gefühlt ist dort jeden Winter für lange Zeit wirklich Winter. Wie sieht es in Nordamerika übers Jahr mit der Durchschnittstemperatur aus, ist es dort auch wärmer als in den letzten Jahrzehnten oder trifft es uns in Europa mehr?
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hochalm
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#627 Beitrag von hochalm » Dienstag 7. Januar 2020, 13:13

zum Hintergrund der Brände in Australien https://www.spektrum.de/kolumne/ein-des ... nd/1695690
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#628 Beitrag von marcus_wien » Freitag 10. Januar 2020, 05:51

.... Also das verwundert sogar mich.... Bsp Lufthansa nur 1 bis 2% zahlen freiwillig kompensationszahlungen bei Flügen....

https://orf.at/stories/3150260/


10% hätte ich schon vermutet,... Zu mindest um das Gewissen zu beruhigen... Und das im "moralapostelland" Nr. 1..... Da sieht man wieder wenns ums eigene Geld geht ist Schluss mit klimaschutz


Dagegen ist der co2austoss im. Verkehr wieder kräftig gestiegen

https://futurezone.at/digital-life/oest ... /400720170

Also was ist jetzt.... Woll ma jetzt einsparen und zahlen fürs Klima , verzichten, umsteigen auf alternative beförderungsmittel oder nicht?

Manchmal kommt mir vor wir leben in 2 welten.. Die durch Medien kreierte Welt und der realen Welt...
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#629 Beitrag von chris188 » Freitag 10. Januar 2020, 06:18

Marcus - es läuft eh schon alles.
Bald können wir uns diese Fragen nicht mehr aussuchen.

Angesichts der aktuellen Entwicklung - rechne ich in diesem Jahr oder spätestens in max 3 Jahren mit dem Erreichen von deutlich über 40°C verbreitet auch in Österreich.
Es wird in Europa immer mehr zu brennen beginnen (was es ja schon getan hat) und es wird in der Landwirtschaft einschneidende Massnahmen geben.
Spätestens dann wird es auch denjenigen zu denken geben, denen immer noch alles egal ist.

Wie groß dann der Hammer sein muss, der uns letztendlich treffen wird - damit die Masse aufwacht, da bin ich selber noch gespannt.
lg, chris
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#630 Beitrag von rudolf » Freitag 10. Januar 2020, 08:14

chris188 hat geschrieben:
Freitag 10. Januar 2020, 06:18
Marcus - es läuft eh schon alles.
Bald können wir uns diese Fragen nicht mehr aussuchen.

Angesichts der aktuellen Entwicklung - rechne ich in diesem Jahr oder spätestens in max 3 Jahren mit dem Erreichen von deutlich über 40°C verbreitet auch in Österreich.
Es wird in Europa immer mehr zu brennen beginnen (was es ja schon getan hat) und es wird in der Landwirtschaft einschneidende Massnahmen geben.
Spätestens dann wird es auch denjenigen zu denken geben, denen immer noch alles egal ist.

Wie groß dann der Hammer sein muss, der uns letztendlich treffen wird - damit die Masse aufwacht, da bin ich selber noch gespannt.
Chris so ist es. Auch finden dieses warme Winterwetter viele angenehm. Weniger heizen, Autofahren wie im Sommer ohne Eis und Schnee usw.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#631 Beitrag von chris188 » Freitag 10. Januar 2020, 08:19

Ja und meine Befürchtung ist, dass in ein paar Jahren für alle das ganz normal ist und dann denkt niemand erst recht noch darüber nach.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#632 Beitrag von marcus_wien » Freitag 10. Januar 2020, 08:45

... Und sollte dann mal der wr Wald brennen..

..... Gibt's die "gute Luft Maske" als hippes, modisches Accessoire

https://orf.at/stories/3150160/
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#633 Beitrag von chris188 » Freitag 10. Januar 2020, 08:47

Hab ich heute auch gelesen.
Das ist echt der Gipfel. :(
Schnallen wir das auch den Tieren dann auch um?
*nein*
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#634 Beitrag von marcus_wien » Freitag 10. Januar 2020, 11:28

.... Ach die Tiere.... Die verbrennen wie in Australien...Bis dahin sind in den Städten sowieso Hunde Katzen etc verboten... (artgerecht?, eingesperrt.... Etc etc)

.....
Man könnte die modernen frischluftmasken ja auch mit VR brillen kombinieren... Diese zeigen uns dann Herrlichste virtuelle Landschaften, dazu atmen wir saubere Luft aus der luftspraydose mit hallstatt Luft und trinken frisches Quellwasser aus der Dose
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#635 Beitrag von chris188 » Freitag 10. Januar 2020, 11:31

Das wäre war für eine Serie - alla "Kaisermühlen Blues".
Wenns nicht so traurig wäre, hätten wir jetzt was zu lachen.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#636 Beitrag von marcus_wien » Sonntag 12. Januar 2020, 18:52

... Es wird nicht nur Verlierer geben durch die Erwärmung

https://www.tagesschau.de/groenland-117.html

Schön das da gleich ein paar Flughäfen gebaut werden um. Den Massentourismus anzukurbeln....und den co2 Ausstoß... Die Menschheit ist einfach vertrottelt
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#637 Beitrag von wienerin » Montag 13. Januar 2020, 10:44

So lange alles auf Wachstum ausgelegt ist, sehe ich nüchtern betrachtet wenig Hoffnung auf eine grundlegende Änderung, auch die Bevölkerung soll global betrachtet noch bis 2050 weiter wachsen und erst dann auf sehr hohem Niveau stagnieren, bevor ein Rückgang stattfindet. Natürlich alles noch sehr hypothetisch, aber es kann gut sein, dass 2040-2080 die herausfordernsten Jahrzehnte sind, mit entsprechenden Umbruchprozessen und höchstwahrscheinlich irgendwann auch Verteilungskämpfen um Ressourcen, Raum und höchstwahrscheinlich auch Wasser. Hundert Jahre später würde es dann schon wieder ganz anders aussehen, vorausgesetzt natürlich all diese Berechnungen treffen ein, aber für uns jetzt natürlich nicht wirklich relevant, sondern eben die Frage, wie es in den nächsten Jahrzehnten weitergeht.

https://www.zeit.de/2014/07/szenario-sc ... oelkerung/
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#638 Beitrag von hochalm » Dienstag 14. Januar 2020, 07:39

wienerin hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 10:44
Hundert Jahre später würde es dann schon wieder ganz anders aussehen, vorausgesetzt natürlich all diese Berechnungen treffen ein,
Das suggeriert, dass es nach dem "Peak" wieder besser würde.

Nach meinen Informationen wird zb der Meeresspiegel noch sehr lange Zeit, vielleicht sogar mehrere 100 Jahre weiter gewaltig ansteigen, sodass nach dem "Peak *" um 2050 oder 2080 die große Katastrophe erst so richtig beginnen würde.

Es gibt von James Hanson Berechnungen dazu die Helga Kromp-Kolb kürzlich in einem Vortrag zitiert hat: 2070 1m, 2080 2.5m, weiterer Anstieg schwer vorhersehbar aber gewaltig.

Das alles ist übrigens bereits jetzt locked-in, dh trifft auch ein wenn wir bis dahin den CO2-Ausstoß wirklich stark reduzieren.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#639 Beitrag von wienerin » Dienstag 14. Januar 2020, 10:18

hochalm hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 07:39
wienerin hat geschrieben:
Montag 13. Januar 2020, 10:44
Hundert Jahre später würde es dann schon wieder ganz anders aussehen, vorausgesetzt natürlich all diese Berechnungen treffen ein,
Das suggeriert, dass es nach dem "Peak" wieder besser würde.

Nach meinen Informationen wird zb der Meeresspiegel noch sehr lange Zeit, vielleicht sogar mehrere 100 Jahre weiter gewaltig ansteigen, sodass nach dem "Peak *" um 2050 oder 2080 die große Katastrophe erst so richtig beginnen würde.

Es gibt von James Hanson Berechnungen dazu die Helga Kromp-Kolb kürzlich in einem Vortrag zitiert hat: 2070 1m, 2080 2.5m, weiterer Anstieg schwer vorhersehbar aber gewaltig.

Das alles ist übrigens bereits jetzt locked-in, dh trifft auch ein wenn wir bis dahin den CO2-Ausstoß wirklich stark reduzieren.
Das suggeriert es nur, wenn man den verlinkten Artikel nicht gelesen hat, siehe dazu in Auszügen (ist ja etliche Seiten lang und natürlich nur Fiktion, beruhend auf den derzeitigen Berechnungen in Sachen Temperatur- und Meeresspiegelanstieg, sowie Bevölkerungszahlen der fernen Zukunft):

"Anno 2297, sieben Generationen nach der Zuwanderung der ersten Neugrönländer, macht die Urbevölkerung aus Kalaallit-Nachfahren noch zwei Prozent der Einwohner aus. Auch sonst hat sich Grönland verändert – die Insel ist Grünland geworden. Während die globale Mitteltemperatur seit der Jahrtausendwende um 4,6 Grad angestiegen ist, hat Grönland eine Erwärmung um über 9 Grad hinter sich. Die Insel hat zwei Drittel ihres Eispanzers aus dem 20. Jahrhundert verloren – knapp zwei Millionen Kubikkilometer. Die Pegelstände der Weltmeere sind um viereinhalb Meter gestiegen. Für Grönlands Küstenstädte ist das kein Problem, denn trotz höherer Meeresspiegel entfernen sie sich immer weiter vom Strand. Grönland gilt als "Aufsteigerinsel", weil die drückenden Gletscherlasten immer geringer werden und sich die befreite Landmasse langsam aus dem Nordatlantik hebt. Geologen sagen voraus, dass dieser Prozess noch Jahrhunderte andauern wird.

Auch andernorts hat der Klimawandel das Gesicht des Planeten stark verändert. Weder die Malediven noch Sylt erleben das Jahr 2297. Auch viele der küstennahen Megastädte des 20. Jahrhunderts waren nicht zu halten; Shanghai, Tokio, New York, London verloren Stadtteil um Stadtteil. Am stärksten betroffen waren jene Städte, die im chinesischen Wirtschaftswunder der Jahrtausendwende am Chinesischen Meer aus dem Boden schossen.

Dennoch haben die Erdenbewohner von 2297 kaum noch Probleme mit dem Klimawandel. Das liegt daran, dass es nur knapp vier Milliarden von ihnen gibt. Nicht nur in Europa, überall waren im 21. Jahrhundert die Kinderzahlen gesunken, sodass die Weltbevölkerung das Wachstum einstellte. Die Vereinten Nationen hatten am 9. Oktober 2083 den neugeborenen Yousouf Arabagh aus Kano, einem nördlichen Teilstaat des früheren Nigerias, symbolisch zum Erdenbürger Nummer 9 173 391 677 erklärt – und damit zum letzten Kind, das zum globalen Bevölkerungswachstum beiträgt. "
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#640 Beitrag von marcus_wien » Mittwoch 15. Januar 2020, 05:47

Zuerst liest man Überschriften meere so "heiss" wie noch nie, oder wärmste meerestemperaturen aller Zeiten bzw seit es Aufzeichnungen gibt (letzteres liest sich wenigstens seriös)....

https://kurier.at/wissen/wissenschaft/k ... /400725276

Wenn man weiterliest so viel wie ca 3.6 Mio atombombenexpolosionen... Da dachte ich mir, oh je wieder so ein fatalistischer Vergleich.... Muss mann da gleich atombombenexpolosionen heranziehen... (irgendwie kommt mir vor bei der klimadiskussion wird schon auch teils mit Superlativen und extrembeispielen herumgeworfen)... Man könnte dies sicher auch anders der Bevölkerung erklären (... Daher auch das (un) Wort... Klimahysterie)...


Und jetzt sorry meine Frage wie wirken sich die 0.075 grad aus? (um 0,075 Grad ist die temp in den Meeren seit 1981 gestiegen)
Ich mein 0,075 grad ist doch absolut nicht fühlbar.. Kein Lebewesen kann das erspüren.. Oder irre ich mich da? Oder geben 0.075 grad soviel Energie ab das Wirbelstürme ausbrechen und wetterextreme generieren...

(Sorry die naiven fragen... Bitte den Klimawandel gibt es ich leugne nicht...)
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#641 Beitrag von SteHo » Mittwoch 15. Januar 2020, 08:41

Naja, das Meer hat eine viel schlechtere Durchmischung als die Atmosphäre. Die Meeresoberfläche, die direkt mit der erhöhten langwelligen Strahlung durch CO2 interagiert liegt mittlerweile bei +0.7 Grad zum Mittel und das meiste Leben spielt sich in den obersten Metern ab.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#642 Beitrag von Herfried » Mittwoch 15. Januar 2020, 16:29

1/100 Grad in der Tiefsee ist ziemlich relevant, das treibt Thermohaline Zirkulation an...
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#643 Beitrag von SteHo » Mittwoch 15. Januar 2020, 17:02

Herfried hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 16:29
1/100 Grad in der Tiefsee ist ziemlich relevant, das treibt Thermohaline Zirkulation an...
Das ist ein weiterer extrem wichtiger Punkt!
Polar- und Klimaforscher.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#644 Beitrag von hochalm » Donnerstag 16. Januar 2020, 08:14

SteHo hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 08:41
Naja, das Meer hat eine viel schlechtere Durchmischung als die Atmosphäre. Die Meeresoberfläche, die direkt mit der erhöhten langwelligen Strahlung durch CO2 interagiert liegt mittlerweile bei +0.7 Grad zum Mittel und das meiste Leben spielt sich in den obersten Metern ab.
kleines Beispiel dazu
https://www.derstandard.at/story/200011 ... terben-aus
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#645 Beitrag von marcus_wien » Freitag 17. Januar 2020, 06:56

... Interessant danke für die Aufklärung...

... Bin gespannt wie es nun insgesamt weitergeht mit klimamaßbahmen im kleinen (Österreich, Deutschland... EU...)

Besser als Steuern die alle abzocken werden und wo wahrscheinlich kleinverdiener am meisten büßen (ölheizungen, schlecht sanierte Eigenheime, alte Autos.....)


Sollte es, ein Bonus System geben... Zb in Städten wer nicht auto fährt Steuererleichterungen oder bonus Zahlungen, wer gar keinen Führerschein hat monatliche Überweisungen des öffi Geldes... Etc etc


Sollte ich für meine Gasheizung (co2 Steuern zahlen) hört sich der spass gewaltig auf... Fernwärme gibt es hier noch nicht... Zuerst müssen Alternativen(zur instalation) kostenfrei angeboten werden

......

Gestern hab ich eine Doku gesehen die mich fassungslos zurückgelassen hat... In Deutschland werden weiterhin ganze Dörfer wegen dem kohleabbau abgebaggert... Viele Menschen verlieren ihre Heimat und der Wahnsinn geht einfach weiter...

Hier ein Artikel dazu

https://www.windwaerts.de/de/infothek/g ... lerevier-4


Deutschlands kohlekompromiss...

https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-01/ ... schutz-co2

Gut der hambacher forst (angeblich nur noch ein Restbestand von 10%der ursprunglichennFläche)
Darf stehen bleiben (ich denke um die Gemüter zu beruhigen nicht aus Überzeugung)

Aber insgesamt alles sehr erschütternd.... Furchtbar
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#646 Beitrag von Chachapoya » Freitag 17. Januar 2020, 08:57

Na ja, ein Bonus-System sieht netter aus, ist aber de facto dasselbe wie erhöhte Abgaben auf CO2-Ausstoß. Denn für den Bonus müssen ja öffentliche Gelder aufgebracht werden, und wer bezahlt diese? Wohl oder übel der Steuerzahler ...

Ganz abgesehen davon kommt dann sicher auch Neid auf, so nach dem Motto "der Städter bekommt seinen Bonus, weil er kein Auto hat und ich bekomme keinen, dabei habe ich mein Auto ja nicht zu Vergnügen, sondern brauche es dringend für meinen Job".

Egal, wie man es dreht, es wird nicht zu vermeiden sein, dass wir alle uns einschränken müssen, es geht nur darum, die Last so gut wie möglich sozialverträglich zu verteilen.
Sollte ich für meine Gasheizung (co2 Steuern zahlen) hört sich der spass gewaltig auf... Fernwärme gibt es hier noch nicht... Zuerst müssen Alternativen(zur instalation) kostenfrei angeboten werden
ja, aber genau dasselbe kann der Autofahrer sagen, der in der Arbeit fährt, die Industrie, die Transportwirtschaft, die Landwirtschaft, eigentlich jeder findet ein Argument in dieser Art. Darum geht ja auch nichts weiter und die Politik akzeptiert das entweder oder wird vom Wähler abgestraft - bin schon neugierig, wie die nächsten Jahre in dieser Richtung aussehen werden...

Grüße
Gerald
Zuletzt geändert von Chachapoya am Freitag 17. Januar 2020, 09:14, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#647 Beitrag von Chachapoya » Freitag 17. Januar 2020, 09:02

Und die ohnehin sehr zaghaft einsetzende Elektromobilität wird auch durch massiv erhöhte Strompreise an den Autobahnen abgewürgt ...

https://www.krone.at/2079735

Ich bin ja wirklich kein Befürworter staatlicher Eingriffe, aber gerade im Bereich Umwelt/Klima ist doch ein massives Marktversagen zu beobachten.

Grüße
Gerald

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#648 Beitrag von marcus_wien » Freitag 17. Januar 2020, 10:09

.... Ich fürchte... Kurzfristig wird das eine enorme abzocke der bürger... Einige werden sich dadurch dämlich verdienen..... Probleme werden ausgelagert und verschoben.... Und der co2ausstoss insgesamt - weltweit - nimmt weiter zu....
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#649 Beitrag von wienerin » Freitag 17. Januar 2020, 10:45

Nunja, Veränderungen erfordern eben auch Umdenken, dass das teilweise nur über das Geld erzwungen werden kann, ist leider so, freiwillig handeln ja wie schon erwiesen nur wenige. Es ist auch nichts dagegen zu sagen, wenn Flüge wieder teurer werden, in meiner Kindheit konnten es sich meine Eltern gerade zweimal in zehn Jahren leisten, mit uns eine Flugreise zu unternehmen, der Rest waren dann Fahrten mit dem Auto oder Zug und es hat nichts gefehlt. :)
Insofern zahlt man für vieles nur dann, wenn man meint, dass man es unbedingt benötigt und die Welt braucht keine Billigflugtickets, die günstiger sind als Zugtickets, so viel ist sicher.
Zuletzt geändert von wienerin am Freitag 17. Januar 2020, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#650 Beitrag von Chachapoya » Freitag 17. Januar 2020, 11:27

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass für die meisten (wenn nicht alle) Fälle wo man momentan hört "es gibt keine Alternative dazu", man nach entsprechenden Preiserhöhungen schnell Alternativen findet - der Mensch ist zum Glück sehr anpassungsfähig. ;)

Also dass z.B. bei Menschen, die unbedingt in die Arbeit mit dem Auto fahren müssen, vielleicht Fahrgemeinschaften organisiert werden. Oder Shuttlebusse von den Betrieben. Oder ganz einfach, dass bei Arbeiten, die nicht absolut die Anwesenheit vor Ort erfordern, Homeoffice oder Gemeinschaftsbüros ganz in der Nähe umgesetzt wird.

Oder dass man die Temperatur in der Wohnung um ein oder zwei Grad reduziert und sich dafür einen Pullover anzieht - ist wahrscheinlich auch gesünder (Stichwort trockene Heizungsluft). Klingt wahrscheinlich auf den ersten Blick nach einer Zumutung, man kann sich aber leicht daran gewöhnen.

Grüße
Gerald

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