Nachdem praktisch alle Vorhersagemodelle für oben genannten Zeitraum eine Unwetterlage für den Bereich der oberen Adria prognostiziert hatten, nahm ich mir 2 Tage vorher Urlaub, buchte ein Hotelzimmer und fuhr am späteren Nachmittag des 20.08. mit meinem ältesten Enkel Lukas an die istrische Westküste.
Die Bodenkarte vom 20.08.2025, 1200 UTC (aus dem Archiv des DWD via https://www.wetter3.de) zeigt eine flache Druckverteiluing über Mitteleuropa mit durch Höhentiefs vorwiegend tiefen Luftdruckverhältnissen:

Bei der Abfahrt in Graz zeigt sich unspektakuläre Bewölkung in nördlicher Richtung:

Am Razdrto-Pass werden in Richtung Meer die ersten signifikanteren Quellungen sichtbar:

Erste kräftige Zelle über dem Meer südwestlich von Koper (Zugrichtung SW - NE):

Die erste Zelle wurde schnell von einer bedeutend stärkeren Neubildung etwas südöstlich von Umag abgelöst (ARSO NS-Radar oben, ARSO NS-Radar via https://meteoinfo.si/ unten):


Wir schafften es gerade noch auf die Südseite der massiven Zelle und konnten das eindrucksvolle Stroboskop-Gewitter von der A9, Odmorište Mirna jug, aus beobachten (Video folgt - Johannes).
In weiterer Folge entstanden nach S hin weitere Zellen, wobei die südlichste über dem Raum Rovinj die kräftigste war (ARSO NS-Radar via https://meteoinfo.si/):

Wir beobachteten diese mitternächtliche Zelle von der Terrasse unseres Hotelzimmers in Rovinj aus (Video folgt - Johannes).
Die Bodenkarte vom 21.08.2025, 1200 UTC (aus dem Archiv des DWD via https://www.wetter3.de) zeigt eine weitere Konzentration der Höhentiefkerne mit einer im N liegenden Konvergenz:

Am Tag gab es Schönwetter mit Quellungen sowohl in südlichen als auch nördlichen Richtungen, welche jedoch recht schnell in zusammenfließenden Wolkenschirmen endeten:



Der Sonnenuntergang war besonders schön, aber die Quellungen, die zwischendurch nachgelassen hatten, wurden wieder stärker:


Inzwischen hatte sich, ausgehend von einem etwas kräftigeren Höhentief über NW-Rumänien, eine Kaltfront entwickelt, welche sich schnell von NW her näherte und zu einer weiteren Labilisierung führte. In der 2. Nachthälfte bildeten sich vor der Küste kräftige Zellen, welche jetzt von NW nach SE zogen. Es gab 2 Wellen, diesmal mit eindrucksvollen CGs
Videos der beiden Wellen folgen (Johannes); die Beobachtung hielt sich aufgrund des schrecklichen Timings in Grenzen
ARSO NS-Radar via https://meteoinfo.si/:


Am Morgen waren in südlichen Richtungen weitere ferne Gewitterzellen zu erkennen:

Bodenkarte vom 22.08.2025, 1200 UTC (aus dem Archiv des DWD via https://www.wetter3.de):

Die Heimfahrt verlief, außer mehreren Staus, komplikationslos und zu Hause war noch ein netter Sonnenuntergang zu beobachten:

LG, Harald
