Diskussion zum Klimawandel

Hier findest du Langfristtrends, Statistiken, Diskussionen rund ums Klima, Klimawandel und seine Folgen
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Feli
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Dienstag 9. August 2022, 12:20

dann sind wir mal gespannt was die badewanne mittelmeer im herbst für sturm-auswirkungen hat:

https://orf.at/stories/3280119/
liebe grüsse
(die) Feli
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Chachapoya
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Dienstag 9. August 2022, 14:27

Bisher waren die Medicanes aber weniger für Orkane, sondern vor allem für enorme Regenmengen mit damit verbundenen Überflutungen verantwortlich. Gerade in den vielfach gebirgigen Regionen auch Sturzbäche, die alles mitreißen. Hmmm, bin Ende September in Süditalien, mir wird ohnehin schon ein bisschen mulmig ...

Grüße
Gerald
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AndiB
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Freitag 12. August 2022, 19:35

Dürre und Bodenversiegelung in Österreich

https://orf.at/stories/3280699/

Meine persönliche Meinung ist, dass wir den Karren an die Wand gefahren haben.
Ein 1,5 Grad Ziel ist genauso unmöglich zu erreichen wie das 2 Grad Ziel.

Und wir fahren weiter lachend in unser selbstverschuldetes Verderben..

MFG Andreas
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AndiB
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Sonntag 21. August 2022, 18:33

Doppelt so viele Bäume vernichtet wie vor 20 Jahren

https://science.orf.at/stories/3214663/

orf Bericht vom 17.08.2022
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chris-kapfenberg
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Sonntag 11. September 2022, 08:31

Tsunami in der Arktis...

Die Durchschnittstemperatur des Sommers in der Arktis im Norden hat sich gegenüber dem Zeitraum vor 1990 schon fast verdoppelt...

https://orf.at/stories/3283933/
https://twitter.com/Ketil_Isaksen/statu ... 40/photo/1

Dieses Tempo ist schon beachtlich und apokalyptisch. Und wieder hat man den Ausspruch im Hintergrund im Ohr "Wir müssen was tun...."

Das Ablaufdatum der Erde rückt auf dramatische Weise näher. Die globalen Wirtschaftsinteressen der Großmächte sind nicht einzubremsen. Wir fahren weiter mit Volldampf gegen die Wand...

LG, chris-kapfenberg
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Chachapoya
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Sonntag 11. September 2022, 09:44

Na ja, wenn es nur die "Wirtschaftsinteressen der Großmächte wären"... Letztendlich ist es die Bevölkerung selbst, die jede wirksame Maßnahme blockiert und eine Regierung, die ernsthaft etwas unternehmen würde, wäre schnell abgewählt. Fast jeder gibt zu, dass etwas geschehen muss, aber natürlich darf es nicht mit Einschränkungen für ihn selbst verbunden sein. Die anderen sollen die Last tragen, ob jetzt andere Länder oder andere Bevölkerungsgruppen (die Reichen, die Industrie, die ...). Leider auch logisch erklärbar (siehe Gefangenendilemma) - wie eine klassische Tragödie, wo jeder das Unheil erkennt, aber niemand es verhindern kann.

Man sieht das ja auch schön bei der Diskussion über die stark gestiegenen Energiekosten, wo jede Berufsgruppe oder jede Interessensvertretung vehement einen Ausgleich für die Teuerung fordert. Statt das als harten, aber wenigstens effizienten Wink des Schicksals zu verstehen, endlich sparsamer mit Energie umzugehen.

Mir kommt auch vor, dass die Politik (nicht nur bei uns, sondern fast überall) schon resigniert hat - man hört immer mehr über Initiativen, die Auswirkungen des Klimawandels für die eigene Bevölkerung zu mildern statt etwas dagegen zu unternehmen. Vielleicht gibt es ja bald eine staatliche Förderung für Klimaanlagen, um die gesundheitliche Belastung durch die hohen Sommertemperaturen abzumildern. Für den zusätzlichen Strom werfen wir halt ein paar Kohlekraftwerke wieder an ...

Grüße
Gerald
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Feli
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Sonntag 11. September 2022, 09:56

chris-kapfenberg hat geschrieben: Sonntag 11. September 2022, 08:31
Das Ablaufdatum der Erde rückt auf dramatische Weise näher. Die globalen Wirtschaftsinteressen der Großmächte sind nicht einzubremsen. Wir fahren weiter mit Volldampf gegen die Wand...

LG, chris-kapfenberg
naja - das ablaufdatum der erde ist noch lang nicht erreicht - bitte ned ganz so überzeichnen ;-)
die erde lebt auch ganz gut ohne uns noch ein paar "jahre" weiter...

ich find schon, dass grad die ganze energie-geschichte jetzt mit dem ukrainekrieg einiges in bewegung gebracht hat. nur da beisst sich die katze in den schwanz - wie sollen mehr leute zug fahren können (oder öffis überhaupt) wenns an jedem eck und ende an personal fehlt (aber nicht weil die leute zu faul sind zu arbeiten - sondern die gibts einfach nicht)... oder woher das fachpersonal auf die schnelle nehmen, das PV anlagen montieren kann ohne dass horrende wartezeiten entstehen - elektriker sollten die leute zumidest gelernt haben um dafür qualifiziert zu sein. aber selbst für "schnellsiedekurse für quereinsteiger" finden sich die nötigen personen nicht immer. das nur als beispiel für viele solche umstände.
ganz so einfach is es nicht zu sagen dass keiner was ändern will - manchmal gehts aufgrund der umstände nicht so leicht oder so schnell wie man das vielleicht gern hätte.

siehe auch den post von Chachapoya - da beissen sich grad einige katzen in den schwanz...
liebe grüsse
(die) Feli
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chris-kapfenberg
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Sonntag 11. September 2022, 11:04

Feli hat geschrieben: Sonntag 11. September 2022, 09:56
die erde lebt auch ganz gut ohne uns noch ein paar "jahre" weiter...
...liebe Feli, gerade diese Einstellung und diese Gedanken, es wird schon noch weitergehen ist eigentlich der Anfang vom Ende. Das Ziel der Paris-Klimakonferenz von 2015 hatte das Ziel, die von der Menschheit verursachte Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter 2°, wenn möglich auf 1,5° zu begrenzen. Das war vor 7 Jahren. Tatsache ist (siehe eben mein Bericht von der Früh), das in vielen Regionen (besonders dort wo es heikel ist, eben die Arktis) diese Werte schon dramatisch überschritten werden.

Du hast schon recht, das es viele ambitionierte Menschen gibt, die etwas ändern möchten, denen unsere Erde nicht egal ist, aber das Problem liegt eben bei denen, die an den Schalthebeln unseres Planeten sitzen. Diejenigen, denen das Hemd näher als der Rock ist, die die Wirtschaftsinteressen der Welt lenken, sie werden nie und nimmer umdenken. Was will man machen, wenn ein Bolsonaro an der Macht ist, der die Abholzung des Regenwaldes nicht verhindert, wenn ein Trump Ölförderungen in Alaska beschließt (die jetzt zwar gestoppt wurden, aber nur bis zum nächsten Republikaner), oder wenn in China 60% des Energiebedarfs durch Kohlekraftwerke abgedeckt wird...https://www.stern.de/news/greenpeace--c ... 56892.html.
Und es ist auch kein Geheimnis, dass in Wahrheit die meisten Politiker (Paradebeispiel USA) Handlanger der Mega-Konzerne sind...

LG, chris-kapfenberg
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Sonntag 11. September 2022, 11:14

Hallo Feli,

natürlich ist es nicht so einfach. Aber das Hauptproblem ist, dass die menschliche Psychologie, aber auch unser Gesellschafts- und Wirtsschaftssystem die naheliegenden Lösungen blockieren, siehe wieder Spieltheorie - wo jeder für sich persönlich sinnvolle Entscheidungen trifft, im Gesamten das aber zur Katastrophe führt. Überwinden könnte man das nur durch grundlegend andere Denkweisen, aber das kann man wohl nicht so schnell ändern wie es notwendig wäre.

Anders gesagt, wir gehen bei vollem Bewusstsein in den Untergang. Wie ein Drogenabhängiger, der theoretisch jederzeit damit aufhören könnte, aber es einfach nicht schafft bis es zu spät ist ...

Grüße
Gerald
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AndiB
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Sonntag 22. Januar 2023, 17:30

Studie: Staubstürme verdecken echtes Ausmaß der Erderwärmung

https://futurezone.at/science/klimawand ... /402300677


LG Andreas
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Mani94
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Donnerstag 8. Juni 2023, 12:11

hey, kennt wer von euch zufällig den Dr. Bernhard Strehl? Ich hab da auf FB ein Video von ihm gefunden: https://fb.watch/l1oyq2EarK/
Was haltet ihr von ihm oder wie vertrauenswürdig haltet ihr seine Aussagen? *nixweiss*
lg
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hochalm
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Mittwoch 21. Juni 2023, 19:40

Mani94 hat geschrieben: Donnerstag 8. Juni 2023, 12:11 hey, kennt wer von euch zufällig den Dr. Bernhard Strehl? Ich hab da auf FB ein Video von ihm gefunden: https://fb.watch/l1oyq2EarK/
Was haltet ihr von ihm oder wie vertrauenswürdig haltet ihr seine Aussagen? *nixweiss*
...alles was er von sich gibt ist wissenschaftlich klar widerlegt. Wenn er argumentiert, dieser April wäre der kälteste seit 45 Jahren ist das erstens global (weltweit) falsch und auch lokal (AT) falsch. Und selbst wenn es lokal stimmen würde sagt ein kurzer lokaler Zeitraum über das Klima nichts aus. Die Jahreswerte sprechen eine ganz eindeutige Sprache, lokal und global: es geht immer schneller nach oben
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hochalm
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Dienstag 11. Juli 2023, 23:44

Ich schreibe das in diesen thread weil es noch am besten hier reinpasst. Ich meine mich zu erinnern dass wir vor 3-4 Jahren hier eine Diskussion hatten, ob Temperaturen wie 50 Grad in Europa in den nächsten Jahren vorstellbar sind. Damals wurde gerade der 40er ua in FR durchbrochen, allerdings in solchen Sprüngen, dass mein Gefühl war, auch der 50er wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Kann aber auch sein dass die Diskussion in einer der Wetterwiesen geführt wurde. Wie auch immer, der 50er kommt nun 2023 konkret in Reichweite, wie ich meine. Bisher sind die Tmax von 48° in Sardinien in den nächsten Tagen nur Prognose - aber allein das zeigt schon das Potential das mittlerweile vorhanden ist.

https://orf.at/stories/3323545/

Bis zu 48 Grad möglich
Enorme Hitze in Südeuropa

Die Hitzewelle hat Europa derzeit fest im Griff. Besonders heiß ist es derzeit in den südlichen Ländern – etwa in Spanien, Griechenland und Italien. Und während etwa in der spanischen Hauptstadt Madrid abends noch immer fast 40 Grad gemessen werden, könnte es in den kommenden Tagen auf der italienischen Insel Sardinien bis zu 48 Grad heiß werden. [...]
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hochalm
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Mittwoch 16. August 2023, 15:51

Zumindest die Türkei hat heute angeblich den 50er nur knapp verfehlt...

https://orf.at/#/stories/3327705/

Hitzehöchstwert von fast 50 Grad in Türkei gemessen

In der Türkei ist die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen worden. Im zentraltürkischen Eskisehir habe die Temperatur heute 49,5 Grad Celsius erreicht – damit sei es heißer gewesen als beim bisherigen Höchstwert im Juli 2021, schrieb Umweltminister Mehmet Özhaseki auf Twitter (nun X). Damals seien 49,1 Grad in der Südosttürkei registriert worden. Systematische Temperaturmessungen gibt es in der Türkei seit etwa 100 Jahren.

Der Wetterdienst warnte heute, die Hitzewelle halte an. Erwartet würden Temperaturen bis zu elf Grad über den zu dieser Jahreszeit üblichen Werten. Hauptursache der Hitze sei der Klimawandel, sagte der Meteorologe Baris Önol von der Technischen Universität Istanbul der dpa. Zwar sorge auch das Wetterphänomen „El Nino“ für hohe Temperaturen, Hitzewellen seien aber generell häufiger geworden und dauerten länger an.
[...]
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hochalm
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Montag 21. August 2023, 14:32

https://tirol.orf.at/stories/3220806/

Wissenschaft
Gletscher 50 Jahre früher verschwunden

Das prognostizierte Ende der Gletscher ist um rund 50 Jahre nach vorne gerückt. Eisreste wird es in den Ostalpen gegen 2050 nur noch in Schattenlagen in sehr hoch gelegenen Gebieten geben. Das erklärte Glaziologin Andrea Fischer vom Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). [...]
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Helmut Graz
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Donnerstag 9. November 2023, 16:58

Hier ein Bericht aus " Forbes" hört sich alles sehr bedenklich an, bestätigt aber leider meine Befürchungen seit langer Zeit.

https://www.forbes.com/sites/davidrvett ... ba52cc7af6
lg Helmut Kalsdorf b. Graz
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hochalm
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Dienstag 14. November 2023, 20:52

Was spätestens dieser Sommer unter El-Nino-Einfluss klargemacht hat: Die Erwärmung hat sich offenbar beschleunigt. Jetzt gibts auch wissenschaftliche Unterlagen dazu: Seit 2010 gehts erheblich schneller, der Hauptgrund scheint das reduzierte solar cooling wegen reduziertem Schwefel-Ausstoß in Asien und insb in der Schifffahrt zu sein.

Zeigt sich im übrigen auch in den Temps in AT, siehe Werte der ZAMG/Geosphere: Nach 0.3°/Jahrzehnt bis 2010 ist die Erwärmung seit 2010 auf 0.9°/Jahrzehnt gesprungen. Leider werden zwar alle möglichen Extremwerte in den Medien ausgewalzt, diese wichtigen Durchschnittswerte, die den Trend zeigen, aber nicht. Auch von der ZAMG habe ich das in dieser Klarheit bisher noch nirgends gelesen, obwohl sie die Daten ja haben.

El-Nino erzeugt einen besonderen temporären peak 2023/24 auf global mehr als 1.5°+. La-Ninja wird dann ab 2025 vermutlich wieder für Global-Temps unter 1.5°+ sorgen. Was nichts daran ändert, dass die in Paris 2015 als Limit beschworenen 1.5°+ noch vor 2030 dauerhaft überschritten werden, und die 2.0°+ irgendwann um 2040. Also nicht 2100 oder sowas, weit weg... Wenn wir so weitermachen wie bisher.

Hier noch die Langform als 75min Film: https://www.youtube.com/watch?v=NXDWpBlPCY8

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hochalm
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Donnerstag 10. April 2025, 14:56

https://tirol.orf.at/stories/3300715/

Studie
Tirols Gletscher bald nur noch Toteisreste

Der Erhalt von zumindest etwas Gletschereis in den Tiroler Alpen hängt wesentlich davon ab, ob das Ziel der Pariser Klimakonferenz, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, eingehalten wird. Andernfalls ist in der Region mit dem Verlust aller Gletscher zu rechnen – vielerorts bereits in den nächsten Jahren. Das zeigt eine neue Studie mit Tiroler Beteiligung. [...]
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hochalm
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Samstag 29. November 2025, 08:43

Sehr schlechtes Jahr für alle Gletscher

https://science.orf.at/stories/3232992/

Zerfall der Gletscher setzt sich fort

Obwohl der Sommer 2025 für die heimischen Gletscher relativ moderat verlaufen ist, setzt sich der unaufhaltsamer Zerfall fort. Die Gesamtfläche ist in den letzten zwei Jahrzehnten um mehr als die Hälfte geschrumpft. Bis 2030 wird ein Drittel für immer verschwunden sein, schreiben die Glaziologen Andrea Fischer und Hans Wiesenegger in einer Bilanz zum zu Ende gehenden Internationalen Jahr der Gletscher.

Der Sommer 2025 hat zwar die Rekordschmelzen der Jahre 2022 und 2023 nicht erreicht – für das an vielen Stellen schon sehr dünne Eis der Gletscher reicht aber auch ein Jahr mit moderaten Dickenverlusten für rekordverdächtige Flächenverluste. Nach einem Vierteljahrhundert der Massenverluste sind mittlerweile alle Höhenstufen betroffen und die großen Gletscher Österreichs genauso wie viele kleine. Berechnungen zeigen, dass bis 2030 etwa ein Drittel der mehr als 2.000 Gletscher Geschichte sein dürften.

Für zwei der zwölf in Österreichs seit Jahrzehnten besonders genau beobachten Gletscher endete 2025 besonders bitter: Am Stubacher Sonnblickkees/Hohe Tauern (Massenbilanzmessungen seit 1948) und am Jamtalferner/Silvretta (Massenbilanzmessungen seit 1989) haben sich die Gletscher in mehrere Teile aufgespalten. Die Gletscherzunge des Sonnblickkees reichte 2009 noch bis zum Unteren Eisbodensee, der um 1990 zum ersten Mal in Ansätzen zu erkennen war und hat sich seitdem kontinuierlich zurückgezogen.

Auch das deutlich tiefer gelegene, aber schuttbedeckte Ödenwinkelkees, das seit 2020 rund 190 Meter an Länge verloren hat, ist stark von Zerfallserscheinungen an der Gletscherzunge geprägt. Neue Hohlräume entstehen und bieten Möglichkeiten ins Innere des Gletschers vorzudringen.

2025 – im UNO-Jahr des Gletscherschutzes – sind internationale Initiativen zur Erfassung verschwundener Gletscher entstanden. Auch in Österreich sind erste Gletscher von der Landkarte verschwunden. Das Verschwinden der Gebirgsgletscher ist damit einer der ersten Kippunkte des globalen Klimasystems, der in den Alpen erreicht werden könnte. Ob diese (lokale) Veränderung umkehrbar ist, hängt vom weiteren Verlauf der Treibhausgasemissionen ab. Alpine und polare Eisbohrkerne zeigen, dass wir uns in den Alpen nahe am Temperaturmaximum der letzten 1,5 Millionen Jahre befinden. Darüber hinaus verlassen wir den Bereich des bekannten Wissens zur Reaktion des Klimasystems.

Österreichs höchster Gipfel, der Großglockner, kann seit heuer ohne Eisberührung erreicht werden (Achtung: Die Schwierigkeit des Anstiegs ist dadurch sogar erhöht!). Am Dachstein haben sich der Hallstätter Gletscher und der Schladminger Gletscher bis auf einen sehr schmalen Korridor abgetrennt.
Über Autorin und Autor

Andrea Fischer ist stv. Leiterin des ÖAW-Instituts für Interdisziplinäre Gebirgsforschung in Innsbruck, Hans Wiesenegger langjähriger Leiter des Hydrographischen Dienstes (HD) des Landes Salzburg.

Damit haben sich die Verhältnisse für Bergsteigerinnen und Wanderer im Laufe des Sommers 2025 auf vielen Gletschern verändert, und es ist anzuraten, sich insbesondere in den nächsten Jahren, in denen die absoluten Flächenverluste am größten sein dürften, nach den aktuellen Verhältnissen zu erkundigen und auf entsprechende Gefahrenzeichen (frische Einschlagtrichter, kantiges frisch abgelagertes Geröll, Murenmaterial in Gerinnen, Einbruchstrichter in Toteis, neu gebildete Seen und Hohlräume im und unter dem Eis mit hohen Abbruchkanten, die im Winter und bei diffuser Sicht schwer zu erkennen sind) zu achten. Besonders starke Veränderungen sind im Bereich der neu eisfrei gewordenen Stellen zu erwarten, aber auch unterhalb dieser. Steinschlag und Muren werden vorübergehend häufiger, auch in den steiler werdenden noch vergletscherten Bereichen.

Im Sommer 2025 lag das Flächenmittel der Temperatur für ganz Österreich bei plus 2,8 Grad Celsius (Klimamonitoringportal), das entspricht etwa den Temperaturen des Sommers 2023 (plus 2,7 Grad Celsius). Der geringe Winterschnee Anfang Mai wurde durch Schneefälle im Frühjahr etwas ausgeglichen. Im Westen und am Dachstein fielen der Sommer für die Gletscher verlustreicher aus als in den Hohen Tauern.
Ergebnisse im Detail

Für den Hallstätter Gletscher wurde mit einem Dickenverlust von 2,8 m Wassersäule der größte Massenverlust seit Beginn der Messungen im Jahr 2007 gemessen, berichten Giulia Bertolotti (IGF/ÖAW) und Klaus Reingruber (blueskywetter). Altschneereste aus dem Winter fanden sich nur an Lawinenablagerungen am Gletscherrand. Im Winter lag nur wenig Schnee (0,8 Meter Wassersäule), die Felsinseln sind deutlich größer geworden, vor allem zwischen östlicher und mittlerer Zunge.

Goldbergkees und Kleinfleißkees (Hohe Tauern) waren 2025 wieder extrem negativ, wie Anton Neureiter (Geosphere.at) berichtet. Die Endergebnisse werden sich höchstwahrscheinlich zwischen den Jahren 2023 und 2024 einordnen. Eine erste Abschätzung aus den Pegelwerten ergibt einen Verlust von ca. 1,8 Meter Wassersäule für das Kleinfleißkees und 2,1 Meter Wassersäule für das Goldbergkees. Altschnee hat sich nicht über den Sommer halten können. Beide Gletscher sind komplett ausgeapert. Der randglaziale See am Goldbergkees wird zunehmend größer und ist auf der Webcam Goldbergkees zu sehen. Große Eisschollen haben sich im September vom Gletscher abgelöst. Der Felsbereich in der Mitte des Kleinfleißkees (Webcam) hat sich stark vergrößert und wird in den nächsten Jahren ebenfalls den Gletscher in zwei Bereiche trennen.
Durchschnittlich bis überdurchschnittlich

Am Mullwitzkees (Hohe Tauern) berichtet Martin Stocker-Waldhuber (IGF/ÖAW) von einem durchschnittlichen Verlust im Vergleich zur 19-jährigen Messreihe. Die Verluste sind deutlich geringer als in den drei vergangenen Bilanzjahren 2021 bis 2024. Auffallend im Sommer 2025 war das verstärkte Ausschmelzen von Felsinseln im zentralen Gletscherbereich. Die Flächenänderung des Gletschers betrifft alle Höhenstufen und war aufgrund der generell sehr dünnen Eisbedeckung insbesondere in den Gletscherrandbereichen besonders augenscheinlich.

Von der Nordseite des Großvenedigers, dem Venedigerkees (Hohe Tauern) berichtet Bernd Seiser (IGF/ÖAW) von einem überdurchschnittlichen Verlust. Die Pegelwerte an der Zunge waren ähnlich den letzten Jahren, der Winterniederschlag fiel unterdurchschnittlich aus. Bei der Herbstbegehung gab es am Venedigerkees im Unterschied zu vielen anderen Gletschern Österreichs noch bis zu 2 Meter Rücklagen aus dem Schnee des letzten Winters.
Kalter Juli verhindert negative Bilanz

Auch am Stubacher Sonnblickkees war der Winterniederschlag im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt unterdurchschnittlich und viele der in den letzten Jahren ausgeaperten Felsen waren Anfang Mai schon schneefrei. Eigentlich keine gute Ausgangsposition für die Schmelzsaison und nur der trübe und nasse Juli, der zudem auch im Vergleich zum Mittel 1991 bis 2020 um 0,6 Grad zu kühl war, hat eine stark negative Massenbilanz verhindert, sodass es schließlich nur für eine „durchschnittlich“ negative Massenbilanz reichte.

Aber die Gletscherfläche, die 1999 noch 1,6 Quadratkilometer betrug, hat sich bis 2022 um mehr als 50 Prozent auf 0,78 Quadratkilometer verringert und liegt mittlerweile nur mehr bei 0,58 Quadratkilometer, Tendenz stark abnehmend aufgrund der Zerfallserscheinungen.

Für Hintereis– und Kesselwandferner (Ötztaler Alpen) berichtet Rainer Prinz von der Universität Innsbruck von Massenbilanzen deutlich unter dem Mittel der letzten 20 Jahre. Die sommerlichen Neuschneefälle waren unergiebig und die frühe Ausaperung aufgrund des schneearmen Winters ergab in Summe eine lange und wirksame Ablationsperiode. Im August fand hier das dritte Hintereisfernerexperiment zur Erforschung der gletschernahen Atmosphäre statt (internationales vom FWF gefördertes Projekt: Wie beeinflusst der Gletscherrückgang die Ausbildung des Gletscherwindes und die Struktur hochalpiner Windsysteme?).

Zerfall und Aushöhlung

Am Vernagtferner (Ötztaler Alpen) wurde ein etwas weniger negatives Jahr als 2024 (20 bis 30 Prozent) beobachtet, wie Christoph Mayer von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften berichtet. Besorgniserregend ist eher der Zerfall des Gletschers in einzelne Bereiche und immer mehr offene Felsregionen.

Markus Strudl (Alpenverein) berichtet vom Seekarlesferner einen Verlust von 1,4 Meter Wassersäule und damit knapp über dem Mittel der letzten Jahre. Auch hier gab nur wenige Schneerücklagen und große Flächenverluste im unteren Gletscherteil. Der Gletscher wirkt stark ausgehöhlt, und der Gesteinseintrages im oberen Gletscherbecken aus den sich versteilenden Randbereichen nimmt zu.

Der Jamtalferner im österreichischen Teil der Silvretta ist 2025 in mehrere Teilgletscher zerfallen. Insgesamt beträgt der Verlust bis zu 10 Prozent der Gletscherfläche des Vorjahres. Der Verlust war auch in den obersten Höhenstufen erheblich (über 1 Meter Wassersäule). Der Eintrag von Schutt aus den eisfreien Bereichen nimmt zu, im Bereich der Seitenmoräne von 1850 kommt es zu größeren Umlagerungen.

Südtirol und Schweiz

Für die Gletscher Südtirols berichtet Roberto Dinale vom Amt für Hydrologie und Stauanlagen war 2025 von einem durchschnittlich negativen Jahr am Westlichen Rieserferner und am Langenferner mit Verlusten von 1 Meter Wassersäule. Fast doppelt so groß waren hingegen die Massenverluste am Übeltalferner, wahrscheinlich aufgrund der großen Flächen in tieferen Lagen und der ergiebigen Regensummen im Sommer in den Stubaier Alpen.

Für die Gletscher der Schweiz berichtet Andreas Bauder (ETH Zürich) von einem weiteren schlechten Jahr für die Gletscher, wenn auch die Verluste nicht ganz so groß ausgefallen sind wie zu Beginn des Sommers nach dem rasanten Ausapern Ende Juni zu befürchten war. Schlussendlich war es dann doch kein neuer Rekord, aber einmal mehr ein sehr schlechtes Jahr. Wie in Österreich gehörte auch der Schweizer Teil der Silvretta zu den großen Verlierern, beim Silvrettagletscher waren die Änderungen besonders groß.
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Herfried
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Kontaktdaten:

Samstag 29. November 2025, 11:13

Wichtig wäre auch die, Pasterze. Wo vor 2 Jahren, Frühling das Gletschertor war, mit einem Loch 200m dahinter, im Vorjahr ein Graben bis zum Loch mit großer Toteisinsel, ist das alles nun weg, dort wo das Loch war die neue Kante, und weiteres Loch 300m, nach hinten links... Und ein zweiter flacher See kommt zum Vorschein, eine Geländestufe überm Pasterzensee. Der Gletscher hat somit wieder nasse Füße, was das Schmerzen beschleunigt.
Vorne zerfällt inzwischen auch das Schuttbedeckte Toteis, es gibt 100 Eishöhlen...

Die Nährregion am Johannisberg war weitgehend Schneefrei, sogar mehrjähriger Altschnee verschwindet. Das dünnt die letzte Zufuhr am Hufeisenbruch aus, die eher bald abreissen wird ggf 2026.
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011 und 2020 ex aequo, früh 2021, Eisfrosch 2020
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