Am Dienstag (9.6) waren im Vorfeld einer Kaltfront durchaus Gewitter im Südosten zu erwarten.

Quelle: DWD, https://www.wetterzentrale.de/de/reanal ... =24#mapref
Mit einer stärkeren Organisationsgrad rechneten die Modelle nicht.
In den Gebirgsregionen der Steiermark lebte schon am Nachmittag die Gewittertätigkeit auf. Ich beobachtete die Situation von zu Hause aus.
Nach 18 Uhr löste es zuerst in der nordwestlichen Umgebung von Graz aus.
Dieses Gewitter zeigte Ansätze einer Mesozyklone, zog nördlich von Graz vorbei:

Bald bildete sich aus dem Feuchtefeld eine weitere Zelle SW von Graz, welche die nördliche in der Stärke bald ablösen würde

Bald waren auch bei diesem Gewitter Ansätze einer Mesozyklone erkennbar:

Nach 18:45 wurden hier die Strukturen deutlicher sichtbar, die Zelle zog langsam Richtung E-NE:

Nun war auch Rotation zu sehen, aufgrund der Langlebigkeit der Mesozyklone kann man von einer Superzelle ausgehen. Die von Versorgungslinie war beeindruckend:

die Basis kam hier näher; das Gewitter wird nicht, wie zuerst von mir angenommen, südlich vorbeiziehen:

Eine Superzelle, eindeutig und sehr eindrucksvoll:


Jetzt wird es auch hier bald ruppig:

Nach 19 Uhr erreichte die Superzelle mich, mit starken Windböen, Starkregen und Blitzschlägen:

Auch nach dieser Zelle dauerte die Gewittertätigkeit durch weitere Zellen bis in die Nacht hinein an. Im Raum Graz fielen stellenweise über 60 mm Niederschlag.
Der Radarloop 17-24 Uhr zeigt nochmals den Ablauf der Gewittertätigkeit an diesem Tag im Südosten (Graz, "Gradec", befindet sich mittig am oberen Bildrand):

Quelle: Meteoinfo Slovenija, https://radarska.meteoinfo.si/
LG.



