Diskussion zum Klimawandel

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hochalm
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Re: Wetterwiese 2020

#676 Beitrag von hochalm » Donnerstag 23. Januar 2020, 00:11

Feli hat geschrieben:
Mittwoch 22. Januar 2020, 12:55

wisst ihr was mich echt schön langsam wirklich nervt und mir keinen spass mehr macht!?
man kann nicht mal mehr einfach was sagen ohne dass draus eine mit erhobenem zeigefinger geführte mega klima-diskussion wird, bei ders einem ganz normalen menschen ohne wissenschaftlichen background schlichtweg die schuhe auszieht, und einem nix mehr einfällt, was man denn jetzt überhaupt noch sagen DARF ohne gleich wieder eine verbale klatsche zu erhalten?

bis dahin - siehe zitat oben, wärs harmlos gewesen.
und was ist an dem fakt falsch bitte, dass man sich in diesem winter heizkosten spart und das dem geldbörsl gut tut? NIX is falsch dran! :-) schlicht und ergreifend genau NIX!

können wir das BITTE auf den klimathread beschränken!? dort könnt ihr euch austoben und euch mit solchen dingen gegenseitig "verbal erschlagen". ;)
bitte nicht im rest vom forum! ein die ganze welt betreffendes thema heisst nicht, dass es auch global überall diskutiert werden muss, da habt ihr irgendwie was falsch verstanden...
ich mach euch gern im klimabereich noch ein paar threads auf, wenn nötig, wo nebenthemen, unterthemen oder sonst was zum klimawandel behandelt werden können.

ich will bitte hier in teilen des skywarn-forums auch noch einfach im hier und jetzt "leben" können mit aussagen, die ich nicht ständig das ganze klima-schutz-manual rauf und runter auf klimatauglichkeit/korrektheit untersuchen muss bevor ich sie poste.
Ich habe auch Angst vor der Klimakrise aber es wird nicht besser indem man nicht spricht/schreibt drüber
We are in the midst of abrupt, irreversible climate change, and in the midst of the sixth mass extinction. If you are not terrified, this might simply be because you are not paying attention.

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marcus_wien
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#677 Beitrag von marcus_wien » Donnerstag 23. Januar 2020, 05:56

Auch wenns keiner hören, lesen und glauben mag... Jetzt aktuell bleib mal sowieso alles beim alten (auch im superguten tollen vorbildlichen Deutschland)... Aber auch anderen Ländern .. Kohleabbau, kohleverbrennung.... die Wirtschaft brummt, die Börsen steigen.. Das Böse co2 auch


https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bo ... e-101.html


... BTW danke felifür deinen Beitrag 👍🏼...


Und ja für mich ist das irgendwie.... das ist klimahysterie... Zuerst wars Klima Erwärmung... Find ich angebracht weil wissenschaftlich a gesichert... .. Dann plötzlich Klima oder erderhitzung. .. Und da gibt's sicher noch weitere Übertriebene Superlativen .... .jede Wetter Erscheinung ist jetzt plötzlich dem Klimawandel geschuldet... Das ist krank!!!! Allein das zeigts....

Ich bin 100% für Naturschutz, mullvermeidung und auch minimalem co2abdruck und lebe das auch wie sonst wohl fast keiner... Doch....

... niemand in meinem Familien oder Freundeskreis oder Kollegenkreis und das sind viele.... und auch sehr gebildete Leut dabei.... machen sich ernsthaft Sorgen bzgl möchten sich, oder werden sich jetzt irgendwie einschränken. Ja der eine oder die eine aus meinem Freundes und Bekanntenkreis sind beim fff mitgegangen aber einschränken tut sich deswegen jetzt niemand... Aber überhaupt nicht

... Irgendwie ist alles skurril.... Besonders wie Medien einiges hochpuschen...

JA bluedog ich komme mir megaverarscht vor wenn ich abgezockt werde in Zukunft bei meinem Lebensstil aber das hab ich schon mal geschrieben.. Die supergute Gutmenschen Welt im. Westlichen Europa wird nun bald abgezockt und einige (Konzerne?, Privatleute?) werden sich unglaublich bereichern... Ich hoffe genug fließt noch in Umwelt Projekte um auch ein wenig für die Umwelt rauszuholen....



Insgesamt finde ich die klimadiskussion gut .. Und das ist meine Hoffnung... eine grosse Chance langfristig die Erde müllärmer zu machen, saubere energiegewinnung zu forcieren und auch dem stetigen wachstumsgedanken!!!!! einhalt zu Gebieten (sowohl wirtschaftlich als auch bevölkerungsmäßig)

Die 1billion Bäume pflanzaktion finde ich super
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#678 Beitrag von chris188 » Donnerstag 23. Januar 2020, 06:41

@bluedog

Du vergisst aber schon recht klar die Dynamik in diesem Prozess. Die Geschwindigkeit ist einmalig und sucht seinesgleichen.
Anpassen ja - aber m.E. wird dieser Prozess massive durch unser Zutun gepusht und beschleunigt.

Dass es das alles schon gegeben hat - da machen wir es uns nun aber sehr leicht. :(
lg, chris
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#679 Beitrag von Feli » Donnerstag 23. Januar 2020, 06:52

schade, dass dieses geld nicht zu 100% in den klimaschutz geht...
wär schon spannend was die kanadische/amerikanische regierung mit dem geld macht, das VW zahlen muss/schon musste?
das sagt dann wieder keiner mehr!? *nixweiss*


https://orf.at/stories/3151942/
liebe grüsse
(die) Feli
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#680 Beitrag von Chachapoya » Donnerstag 23. Januar 2020, 07:25

Ja, man kann natürlich alles anzweifeln, wenn es gegen die eigene Bequemlichkeit geht. Erinnert mich ein bisschen an einen starken Raucher, der die Schädlichkeit seines "Hobbys" in Frage stellt - nach dem Motto "mein Opa hat auch täglich geraucht und ist 95 Jahre alt geworden, mein Nachbar hingegen hat immer gesund gelebt und ist jung schon gestorben". Oder die Verdrängung, da es ohnehin die weite Zukunft betrifft "sterben müssen wir ohnehin alle, ob jetzt mit 70 oder mit 80, was für einen Unterschied macht das schon" - meint der 20-jährige. Ob er das mit 70 und einer grausamen Diagnose noch immer so sieht?

Der Unterschied zum Rauchen ist aber, dass die Handelnden mit der meisten Entscheidungsgewalt so alt sind, dass sie die die gravierendsten Folgen ihrer Entscheidungen nicht selbst ausbaden müssen, sondern die nächste oder gar übernächste Generation, die vielleicht im Moment gar nicht demokratisch mitentscheiden durften (noch zu jung).

Und wer den grundsätzlichen Einfluss von CO2-Emissionen leugnet, der kann auch gerne an Chemtrails glauben oder dass die Erde gar nicht rund ist oder so ähnlich. Denn die Grundlage ist physikalisches Basiswissen. Also die Menge des im Jahr durch Verbrennung fossiler Quellen ausgestoßene CO2 (ca. 40 Gigatonnen - bitte nicht mit Gigabyte verwechseln *grins* ). Und der Effekt auf die verminderte Infrarotrückstrahlung der Erde durch die erhöhte CO2-Konzentration ist auch exakt berechenbar. Nicht ganz klar ist einerseits, wie die zusätzliche CO2-Konzentration auf die biologischen und auch anorganischen Prozesse auf der Erde rückwirken (z.B. Reduktion eines Teils davon durch zusätzliches Pflanzenwachstum, Lösung im Ozean, Bildung von Carbonaten etc. - aber auch Erhöhung z.B. durch häufigere Waldbrände, biologischer Abbau von organischem Material nach Auftauen des bisher gefrorenen Bodens etc.). Und auch nicht, welche Auswirkungen auf Meeresströmungen etc. das hat. Da müssen wir uns auf Simulationen verlassen, die natürlich zutreffen können oder auch nicht. Vielleicht ist es in Wirklichkeit nicht so schlimm wie prognostiziert. Vielleicht aber auch noch viel schlimmer?

Und zu
das problem ist auch nicht der lächerliche anstieg von CO² im promillebereich aus dem die politik sofort eine neue einnahmequelle kreiert.
Manchmal machen auch Promille einen dramatischen Unterschied. Nicht nur am Steuer. Wenn beispielsweise die Konzentration von Kalium (ein lebenswichtiges Element!) im Blut nur um ein halbes Promille zu hoch ist, befindet man sich in absoluter Lebensgefahr durch Herzstillstand ..

Aber noch ein Punkt: im Normalfall wird man ja bei wahrscheinlicher (wenn auch nicht 100% sicherer) Gefahr dieser aus dem Weg gehen. Wir machen aber genau das Gegenteil - solange das Risiko nicht absolut sicher ist, ignorieren wir es. Also so wie Leute, die im Wald schöne Pilze gefunden haben und sich ein feines Schwammerlgulasch zubereiten möchte. Der Pilzexperte am Marktamt hat zwar gemeint, dass das Knollenblätterpilze sind. Aber der gute Mann hat wahrscheinlich keine Ahnung. Oder aber nur Panikmache und Abzocke (er hat sicher Verwandte am Markt, die ihre Pilze verkaufen möchten). Also wird das Pilzgericht zubereitet und gegessen ...

Grüße
Gerald

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#681 Beitrag von Feli » Donnerstag 23. Januar 2020, 08:46

@ gerald

dazu gibts in der soziologie und in der psychologie das feld der risikoforschung...
da kann man sich zig studien zu dem thema "warum geht der mensch bewußt risiken ein" anschauen....

der mensch weiss alles laut verstand, handelt aber oftmals nicht danach...
liebe grüsse
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Re: Wetterwiese 2020

#682 Beitrag von Feli » Donnerstag 23. Januar 2020, 09:33

hochalm hat geschrieben:
Donnerstag 23. Januar 2020, 00:11
Feli hat geschrieben:
Mittwoch 22. Januar 2020, 12:55

wisst ihr was mich echt schön langsam wirklich nervt und mir keinen spass mehr macht!?
man kann nicht mal mehr einfach was sagen ohne dass draus eine mit erhobenem zeigefinger geführte mega klima-diskussion wird, bei ders einem ganz normalen menschen ohne wissenschaftlichen background schlichtweg die schuhe auszieht, und einem nix mehr einfällt, was man denn jetzt überhaupt noch sagen DARF ohne gleich wieder eine verbale klatsche zu erhalten?

bis dahin - siehe zitat oben, wärs harmlos gewesen.
und was ist an dem fakt falsch bitte, dass man sich in diesem winter heizkosten spart und das dem geldbörsl gut tut? NIX is falsch dran! :-) schlicht und ergreifend genau NIX!

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bitte nicht im rest vom forum! ein die ganze welt betreffendes thema heisst nicht, dass es auch global überall diskutiert werden muss, da habt ihr irgendwie was falsch verstanden...
ich mach euch gern im klimabereich noch ein paar threads auf, wenn nötig, wo nebenthemen, unterthemen oder sonst was zum klimawandel behandelt werden können.

ich will bitte hier in teilen des skywarn-forums auch noch einfach im hier und jetzt "leben" können mit aussagen, die ich nicht ständig das ganze klima-schutz-manual rauf und runter auf klimatauglichkeit/korrektheit untersuchen muss bevor ich sie poste.
Ich habe auch Angst vor der Klimakrise aber es wird nicht besser indem man nicht spricht/schreibt drüber


ganz ehrlich - ich hab keine angst vor der "klimakrise" dem "klimakollaps" oder wie auch immer man das nennen mag, ich bin maximal beunruhigt, aber angst schaut anders aus.
und geschrieben wird ja wohl (grad hier im forum) nicht zu wenig drüber :-) könnt man nicht sagen, dass das ein randthema hier wär.
ich würd mal behaupten, das ist inzwischen das hauptthema im forum - es geht um nix anderes mehr.

du sagst, es wird nicht besser, wenn man nicht drüber schreibt oder spricht? es wird aber auch nicht besser, wenn man nur drüber schreib und spricht und nix TUT ;)

aber auch bei einer noch so drohenden katastrophe und ausgemaltem endzeitszenario - es kann schlichtweg auch einfach mal zu viel werden...
und dann? dann wirds alltag und dann stumpfen die leute ab, weil - es scheint immer noch die sonne, es liegt immer noch schnee und es gibt genug zu essen, sprich die welt dreht sich weiter...

ich hoff ja immer noch, dass auch hier soweit die aussage stimmen wird im endeffekt: vorhergesagte katastrophen treten selten ein.
liebe grüsse
(die) Feli
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#683 Beitrag von Herfried » Donnerstag 23. Januar 2020, 12:17

Ich halte es mit Kreisky. “Lernen Sie Geschichte“.
Auch beim Klima trifft dies zu. Dafür haben wir die Daten der Paläoklimatologie, und gerade die letzten paar Dutzend Jahrmillionen sind ihn ihrer gewaltigen Spannweite gut in allen Details die Natur betreffend abgesichert.

Das Modellrechnungen bzgl. Wärme ähnlich aussehen bestätigt bedingt. Nur bedingt, da Modelle auch mit diesen Daten gefüttert werden, Zirkelschluss droht.

Dennoch, wir können abschätzen wohin die Reise geht.

Beruhigend: Vor 20 - 30 Millionen Jahren war die Erde fruchtbar, fruchtbarer als heute.
Das zeigt mir, dass der Zusammenbruch unserer Ernährung nicht geschehen wird...
...
...sofern die Landwirtschaft sich anpasst. Und auch die Forstwirtschaft. Global.

Beruhigend, auch deutluch wärmere Erden davor... waren fruchtbar, artenreich, arm an Wüsten.


Beunruhigend: Mehr Meer. Das wird es geben. Der Wasserspiegel wird Jahrhunderte lang mit mind. 1 m / Jhd steigen. Was das fpr den Lebensraum Küste heißt, ist klar. Und nicht alle werden ihre Städte einfach verlegen oder schützen.

Beunruhigend: Einige dicht besiedelte Regionen werden zu heiß für uns. Mit Aufwand (Nachtarbeit, Tags geschützt) kann man leben. Aber das passt eher zu dünner Bevölkerung a la Sibirien als zu Neu Delhi.

Wo werden diese Menschen hin abwandern? Hunderte Millionen, vielleicht 1 Milliarde? Das ist dann ein Flüchtlingsproblem und ein Kriegsrisiko.

Ansonsten... ja hier... im Herzen Europas. Wette der Nutzen übersteigt die Kosten durch Katastrophen. Wir gewinnen.
Da wäre dann aber noch sowas wie das kulturelle Naturerbe.
Wir zerstören gerade den Lebensraum der an Kälte angepassten Arten. Ist uns das wirklich egal? Ein Eisbär kann in der Polarnach ohne zu frieren übwr den Pol latschen, dort leben. Mit bester Technik können wir das kaum. Ist überhaupt je im Winter wer zu Fuß zum Pol?
Ohne Eis aber. ...
Und das ist eine von vielen Arten.
Dzt. sehe ich aber eher snstatt “Gefahr für die Arktis, wir intensivieren den Schutz, damit das Ökosystem die kommende Wärme übersteht“ die Reaktion “super, billige unangetastete Rohstoffe“.

Eines muss klar sein: Egal woher wir die Energie zum technisierten Leben nehmen... fossil ist ausgestorben. Wir müssen hin zu regenerativ. Und hier kann Besteuerung / Förderung helfen. Regenerativ rentiert sich... nur ist der freie Markt zu langsam.

Ach ja, ein kleines P S.: die Ärmel werden hochgekrempelt, es geht los. Es dauert, die Folgenschwere ist offen... aber eines wird nicht passieren: wir verbrennen nicht jedes bischen an fossilem C.

Keine Klimarechnung hat das drin, aber Kohle, Öl und Gas Bestandsschätzungen schon. Wir könnten, wenn wir wollten, auch auf 1500 ppm gehen, Methan kommt dann ungefragt dazu. Das hieße PETM, tropische Arktis, anoxische Tiefsee, weite Teile der Erde für uns unbewohnbar (H2S in der Luft, keine Ozonschicht, und absurd heiß). Erstaunlicherweise gabs damals kein Massenaussterben, doch aber große Umbrüche im Ökosystem. Heute mit dem an Kalt angepassten Ökosystem würden wir Tabula Rasa verursachen, wie zwischen Trias und Perm.
Das ... gottseidank... wird nicht passieren.
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#684 Beitrag von Freshy » Donnerstag 23. Januar 2020, 13:29

marcus_wien hat geschrieben:
Mittwoch 22. Januar 2020, 18:08
Einfach zum nachdenken...

https://www.wienerzeitung.at/meinung/ga ... rmung.html
In diesem Artikel steckt leider sehr viel Unwahrheit und alles noch dazu ohne Quellenangaben. Allein schon die letzte Behauptung, auch am Mars würden die Eispolarkappen langfristig schmelzen, womit der Autor einen nicht-anthropogenen Klimawandel auf der Erde in Verbindung bringen möchte, ist völliger Schwachsinn. Da will sich wohl jemand seinen SUV und seine Urlaubsflüge schönreden.

Quellen:
https://skepticalscience.com/global-warming-on-mars.htm
https://www.esa.int/Science_Exploration ... er_planets

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Re: Wetterwiese 2020

#685 Beitrag von SteHo » Donnerstag 23. Januar 2020, 13:53

Feli hat geschrieben:
Mittwoch 22. Januar 2020, 12:55


ich hoff ja immer noch, dass auch hier soweit die aussage stimmen wird im endeffekt: vorhergesagte katastrophen treten selten ein.
Philosophisch betrachtet gibt es auch zwei Arten der Vorhersage: a) Jene gegen die man nix machen kann (e.g. Wetter der naechsten 5 Tage) b) Jene, wo die Vorhersage die Zukunft beeinflusst (zB Klima der naechsten 50 Jahre)

In Fall b) ist genau der Fakt, dass es so viele Vorhersagen gibt die die Dringlichkeit zeigen eben auch hoffentlich der entscheidende Anstoss der zumindest die schlimmsten Vorhersagen hoffentlich nicht wahr werden laesst. Denn im Endeffekt wird unser Verhalten bestimmen was passiert, und das ist massgeblich dadurch beeinflusst was die Vorhersagen zeigen.
Polar- und Klimaforscher.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#686 Beitrag von marcus_wien » Donnerstag 23. Januar 2020, 19:11

Was passiert eigentlich wenn es immer trockener wird und die Flüsse dann monatelang niederwasser führen und ev. Die stromerzeugung leidet in Österreich...
Kann das passieren?
Bzw wo kommt dann der Strom her?
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#687 Beitrag von bluedog » Donnerstag 23. Januar 2020, 22:56

es würde doch reichen wenn man die weltweite entwaldung und bodenversiegelung stoppen würde.
denn hier findet der CO²-O² kreislauf statt.
das hätte mehrere effekte in den kreisläufen der natur. problem gelöst.
natürlich müsste man dann auch das system des heuschreckenkapitalismus ändern, weniger fleischkonsum, was auch weniger tierqaul bedeuten würde, weniger raffen und gieren und das bevölkerungswachstum eindämmen.
dann gäbe es auch genug lebensraum für alle menschen UND tiere und genügend nahrung für die welt.
und man müsste nicht die tradition mittelalterlicher ablassbriefe in form von einer CO²-steuer weiterführen.
aber dafür müssten wir halt auch einmal auf zu viel luxus verzichten und den raubtierkapitalismus eindämmen.
das will interessanterweise wohl keiner, weder "die da oben", noch die menschen in den industriestaaten.
also kaufen wir uns halt frei und schlucken eine neue steuer, das ist doch einfacher und wir müssen nicht nachdenken, nix verändern, nix tun....

http://www.biologie-lexikon.de/lexikon/ ... nthese.php

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#688 Beitrag von marcus_wien » Freitag 24. Januar 2020, 06:09

Ich stimme dir voll zu bluedog (nur beim ersten Satz nicht... Co2 muss schon auch reduziert werden )

Aber diese Steuern und Verteuerung(auch wohl massiv bei Lebensmitteln) die dann alle Bereiche treffen werden bereiten mir allergrößte!!! Sorgen....

Arme werden noch viel ärmer
Zustände wie in Frankreich mit massenprotesten
Zulauf zu rechten Parteien!!!!
Umstellung von Öl und Gas Heizungen auf klimaneutral ... Ja und wie bitte? Wie sollen sich das alte und vielleicht viele arme Leute leisten (ich kenn ein armes muaterl mit mindestpension und Ölheizung... Wer zahlt ihr das bitte???) (600.000 ölheizungen... Und dann ev. Millionen gasheizungen... Das betrifft mich dann auch.... Geht's noch?)... Das muss ganz langsam auslaufen.... Gemächlich ohne das sich Menschen deswegen verschulden müssen....
Kein Mensch wird freiwillig zigtausende Euro in die Hand nehmen um seine Heizung klimaneutral zu gestalten... Also ich sicher, aber ganz sicher nicht... Sorry... Ausser die fernwärme wird hier angeschlossen.. Und da bestehe ich darauf das die Politik, der Staat dies finanziert mit einem minimalem eigenkapitalaufwand )

Der Raubbau am. Boden muss gestoppt werden!!! Schluss mit Industriegebieten auf grünen Wiesen, ebenso Supermärkte auf Äckern etc etc...das ist politik Aufgabe!
Aufforstungen von mischwäldern
Pflicht von grünstreifen /Hecken auf Feldern
Biodiversität auf Feldern
Verbot von plastikzäunen um Eigenheime /Kleingärten
Begrünung von dachfläcjen in Städten ebenso fasadenbegrünung
Ruckbau von Parkplätze und baumpflanzungen

.... Die Menschen merken schon das es auch ein verordnetes Konjunkturprogramm ist damit viel Geld ausgegeben werden muss damit die Wirtschaft brummt... Unter dem Deckmantel... Wir retten die Welt
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#689 Beitrag von bluedog » Freitag 24. Januar 2020, 11:35

@marcuswien - du hast mit dem meisten recht.
die folgen (kosten) des turbokapitalismus werden auf die "kleinen leute" umgewälzt, während die heuschrecken sich die taschen füllen.
der einfachste und ökologischeste weg CO² zu reduzieren (obwohl das problem nur daruaf reduziert wird und in wahrheit viel viel mannigfaltiger ist) wäre jegliche rodung von grünen lungen, also regenwäldern und urwäldern sofort zu stoppen. und im kleinen auch die weitere zerstörung von grün- und lebensräumen in allen regionen der erde.
es geschieht aber genau das gegenteil, aber uns verbietet man dann die glühbirne und die heizung und zockt uns mit einer CO²steuer ab.
das ändert gar nichts, es ist nur eine verschleierung- und verschleppungstaktik, eine farce.
angesetzt werden muss bei de grossen, beim globalisierungswahnsinn, bei den relevanten dingen - abholzung, bodenversiegelung.
und das machen nicht die "kleinen leute".
das muss man doch einmal durchschauen.
es würde schon sehr viel CO² einsparen wenn in den geschäften heimische äpfel liegen würden und nicht solche aus argentinien.
das würde CO² einsparen (und und und....)
aber nein, wir nehmen der oma ihren küchenherd weg - das rettet die welt.... *ach*

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#690 Beitrag von hochalm » Freitag 24. Januar 2020, 13:18

Herfried hat geschrieben:
Donnerstag 23. Januar 2020, 12:17
Ich halte es mit Kreisky. “Lernen Sie Geschichte“.
Auch beim Klima trifft dies zu. Dafür haben wir die Daten der Paläoklimatologie, und gerade die letzten paar Dutzend Jahrmillionen sind ihn ihrer gewaltigen Spannweite gut in allen Details die Natur betreffend abgesichert.

Das Modellrechnungen bzgl. Wärme ähnlich aussehen bestätigt bedingt. Nur bedingt, da Modelle auch mit diesen Daten gefüttert werden, Zirkelschluss droht.

Dennoch, wir können abschätzen wohin die Reise geht.

Beruhigend: Vor 20 - 30 Millionen Jahren war die Erde fruchtbar, fruchtbarer als heute.
Das zeigt mir, dass der Zusammenbruch unserer Ernährung nicht geschehen wird...
...
...sofern die Landwirtschaft sich anpasst. Und auch die Forstwirtschaft. Global.

Beruhigend, auch deutluch wärmere Erden davor... waren fruchtbar, artenreich, arm an Wüsten.


Beunruhigend: Mehr Meer. Das wird es geben. Der Wasserspiegel wird Jahrhunderte lang mit mind. 1 m / Jhd steigen. Was das fpr den Lebensraum Küste heißt, ist klar. Und nicht alle werden ihre Städte einfach verlegen oder schützen.

Beunruhigend: Einige dicht besiedelte Regionen werden zu heiß für uns. Mit Aufwand (Nachtarbeit, Tags geschützt) kann man leben. Aber das passt eher zu dünner Bevölkerung a la Sibirien als zu Neu Delhi.

Wo werden diese Menschen hin abwandern? Hunderte Millionen, vielleicht 1 Milliarde? Das ist dann ein Flüchtlingsproblem und ein Kriegsrisiko.

Ansonsten... ja hier... im Herzen Europas. Wette der Nutzen übersteigt die Kosten durch Katastrophen. Wir gewinnen.
Da wäre dann aber noch sowas wie das kulturelle Naturerbe.
Wir zerstören gerade den Lebensraum der an Kälte angepassten Arten. Ist uns das wirklich egal? Ein Eisbär kann in der Polarnach ohne zu frieren übwr den Pol latschen, dort leben. Mit bester Technik können wir das kaum. Ist überhaupt je im Winter wer zu Fuß zum Pol?
Ohne Eis aber. ...
Und das ist eine von vielen Arten.
Dzt. sehe ich aber eher snstatt “Gefahr für die Arktis, wir intensivieren den Schutz, damit das Ökosystem die kommende Wärme übersteht“ die Reaktion “super, billige unangetastete Rohstoffe“.

Eines muss klar sein: Egal woher wir die Energie zum technisierten Leben nehmen... fossil ist ausgestorben. Wir müssen hin zu regenerativ. Und hier kann Besteuerung / Förderung helfen. Regenerativ rentiert sich... nur ist der freie Markt zu langsam.

Ach ja, ein kleines P S.: die Ärmel werden hochgekrempelt, es geht los. Es dauert, die Folgenschwere ist offen... aber eines wird nicht passieren: wir verbrennen nicht jedes bischen an fossilem C.

Keine Klimarechnung hat das drin, aber Kohle, Öl und Gas Bestandsschätzungen schon. Wir könnten, wenn wir wollten, auch auf 1500 ppm gehen, Methan kommt dann ungefragt dazu. Das hieße PETM, tropische Arktis, anoxische Tiefsee, weite Teile der Erde für uns unbewohnbar (H2S in der Luft, keine Ozonschicht, und absurd heiß). Erstaunlicherweise gabs damals kein Massenaussterben, doch aber große Umbrüche im Ökosystem. Heute mit dem an Kalt angepassten Ökosystem würden wir Tabula Rasa verursachen, wie zwischen Trias und Perm.
Das ... gottseidank... wird nicht passieren.
ok, lets discuss PETM again.

Ok, "wir" sind im PETM nicht ausgestorben. Nur wer ist "wir"? Die Frage ist einfach - möglicherweise sind wir als Spezies damals nur deshalb nicht ausgestorben, weil es uns noch lange nicht gegeben hat. In der Entwicklungsgeschichte der letzten 50Mio Jahre taucht der Mensch erst im letzten % auf vor ca 0.5Mio Jahren. 99% lang davor seit PETM waren die Verhältnisse offenbar nicht so, dass die Evolution uns eine Chance gegeben hat. PETM war im Abklingen, unsere Geburt wurde erst vorbereitet.

Und dann kamen wir, vor nur 0.5Mio Jahren. Und selbst innerhalb dieses kurzen Moments der Geschichte dauerte es wieder 98% dieser kurzen Geschichte, bis das Holozän kam, vor 10.000 Jahren. Diese Phase des stabilen Klimas, das es uns ermöglichte, endlich sesshaft zu werden. Und ja, am Weg dorthin haben wir erstaunliche Anpassungsfähigkeit bewiesen. Schreckliche Zäsuren gut überstanden (vor allem die Eiszeiten). Allerdings waren wir dabei immer unterwegs, immer anpassungsfähig, wir waren nirgends am Limit, hatten fast unendliche Resourcen, konnten aus einer leeren Welt schöpfen.

Und jetzt, wieder 10.000 Jahre später leben wir mit fast 10 Milliarden unserer Spezies sesshaft, volle Welt. Jeden Winkel dieser Erde bevölkernd, komplett von Getreideernten abhängig, die hoffentlich - danke stabiles Holozän-Klima der letzten 2% des letzten % - jedes Jahr eingefahren werden, in unvorstellbaren Mengen.

Durch das Emittieren von 640Gt C haben wir uns aus dem Holozän längst rückwärts hinauskatapultiert, aber auch die Phase des Homo Sapiens in der leeren Welt seiner nomadischen Form bereits rückwärts verlassen. Wir haben in 200 Jahren im Schnellgang bereits 1 Million Jahre Klimageschichte rückwärts gemacht. Mehr noch, wir sind 10x so schnell wie damals das PETM über die Erde überraschend schnell hereingebrochen ist, am Weg zurück zu PETM. Der Endpunkt der Reise ist unbekannt, insb da nicht klar ist, welche Kipppunkte bereits überrannt wurden und noch überrannt werden. Allein am Grund der Meere schlummern weitere 10.000Gt C, niemand weiß ab welchem Punkt sie freigesetzt werden und in welchem Maß und zu welcher weiteren Erhitzung das führt.

Die Temperatur hat erst 15° erreicht und ist damit noch weit von den 18-24° des PETM entfernt aber niemand kann sagen ob wir noch in der Lage sind, selbst bei 16° stabile Getreide-Ernten einzufahren wie bei 14-15°. Wir sind eben nicht 10 Mio anpassungsfähiger Nomaden sondern 10 Milliarden sesshafte, die nicht mal ihr eigenes Trinkwasser besorgen können, und noch viel weniger ihr Essen. Wieviel % von 10 Milliarden werden wir ernähren können bei 16°, 17°, 18° usw? Wer wird die Flexibilität in der Landwirschaft organisieren, falls die überhaupt technisch möglich ist? Über das steigende Meer habe ich noch gar nichts geschrieben, wobei die 1m/100J vermutlich sehr niedrig gegriffen sind. Immerhin lauert dort ein Potential von 50m gesamt.

Für mich ist der Verweis auf "in Richtung PETM war fast alles noch extremer und es sind nicht alle höheren Arten ausgestorben" historisch sehr interessant. Aber ich kann daraus den Schluss nicht ziehen dass wir unter den heutigen Bedingungen so etwas auch nur annähernd überleben könnten. Im Gegenteil, wir haben den sicheren Weg schon lange verlassen und verlassen ihn mit immer größerer Geschwindigkeit noch immer weiter.
We are in the midst of abrupt, irreversible climate change, and in the midst of the sixth mass extinction. If you are not terrified, this might simply be because you are not paying attention.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#691 Beitrag von Herfried » Freitag 24. Januar 2020, 14:56

Ich rechne auch damit, dass spETM, mit einem Glibalmittel von 30 Grad übrigens, für uns sehr bedrohluch wäre. Und wir werden nicht so weit gehen. Das ist fix.
Auch wenn wir könnten.
CH4 am Meeresgrund darf ziemlich egal sein. Spannend ist nur ein in seiner Tiefe etwa 100 - 200 m umfassender Streifen. Am Ozeangrund ist unter dem irren Druck das Ckathrat noch bei 100 Grad stabil.
Damit reduziert such das Pitential vin Armageddon aif bedeutsam, gut für böse Überraschungen und deutluche Sprünge im Klima.

Wir werden die warme Zeit unserer Affenvorfahren 10 Millionen Jahre) auf jeden Fall ausprobieren, denn für Grönland, für Eis in der Arktis ist der Zug abgefahren.

Was schon gut wäre, wenn wir es vermeuden könnten, wäre ein Zusammenbruch der Abtarktis, eine warme Welt wie vor / nach PETM. Wir können in dueser Welt gewiss leben, auch wenn kein Menschenaffe je eine solche sah.

Aber warme Meere, warme Tiefsee, Wald in der Abtarktis...

Dann hat Burgenland den Alpeno- Strand.
Was der Verlust von Lebensraum ans Meer bedeutet, kann man sich ausmalen. Kriege um die Resdource Lebensraum könnten dann auch die Menschheit vernichten...
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#692 Beitrag von ManuelW4 » Freitag 24. Januar 2020, 14:58

Hoffentlich fühlt sich durch den Artikel niemand erschlagen oder gefrotzelt :)


Australische Buschbrände sorgen für deutliche CO2-Zunahme

Die Buschbrände in Australien dürften in diesem Jahr zu einem kräftigen Anstieg der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre beitragen. Zu diesem Ergebnis kommt der britische Wetterdienst Met Office in einer heute vorgelegten Studie. Fachleute rechnen mit einem Plus von zehn Prozent.

Dieses sei einer der stärksten Zuwächse seit Beginn der Messungen im Jahr 1958 und zu maximal einem Fünftel auf den CO2-Ausstoß durch die Feuer in Australien zurückzuführen.
Die langfristige Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre gilt als Hauptgrund für die Klimakrise. Sie geht nach Auffassung zahlreicher Wissenschaftler in erster Linie auf menschengemachte Emissionen zurück.

Das britische Forschungsteam skizziert eine Art von Teufelskreis: Erhöht sich die Temperatur im Pazifischen Ozean, steigt an Land auch die Trockenheit in vielen Regionen. Das führt dazu, dass dort Pflanzen langsamer wachsen und in der Folge weniger CO2 aufnehmen können. Dadurch wiederum wird die Erderwärmung angefacht, was die Gefahr von Waldbränden vergrößert.

(https://orf.at/#/stories/3152115/)

https://www.theguardian.com/environment ... scientists
- Mauerbach (Wienerwald, Bez. PL), 345 m
- Oberedlitz an der Thaya (nördl. Waldviertel, Bezirk WT), 485 m

>>http://www.wetter-waldviertel.at
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#693 Beitrag von marcus_wien » Samstag 25. Januar 2020, 14:54

.etwas off topic.... Aber.. M

.. Die größte Sorge gilt wohl im Moment nicht dem co2 sondern eine Pandemie mit dem coronavirus zu unterbinden...

Über 60 MIo Menschen in Quarantäne in China, und wohl über 100.000 infizierte alleine in Wuhan.. Gerade auf Twitter gelesen.. Aber noch nicht verifiziert...
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#694 Beitrag von hochalm » Samstag 25. Januar 2020, 19:47

Herfried hat geschrieben:
Freitag 24. Januar 2020, 14:56
Ich rechne auch damit, dass spETM, mit einem Glibalmittel von 30 Grad übrigens, ...

CH4 am Meeresgrund darf ziemlich egal sein. Spannend ist nur ein in seiner Tiefe etwa 100 - 200 m umfassender Streifen. Am Ozeangrund ist unter dem irren Druck das Ckathrat noch bei 100 Grad stabil.
hast du für die beiden Punkte Quellen? Würde mich sehr interessieren..
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#695 Beitrag von bluedog » Samstag 25. Januar 2020, 21:57


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Re: Diskussion zum Klimawandel

#696 Beitrag von marcus_wien » Sonntag 26. Januar 2020, 13:58

... Wenig deutet auf ein Umdenken hin...

https://www.srf.ch/news/wirtschaft/wef- ... denken-hin

Sieht das wer anders?
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Re: Diskussion zum Klimawandel

#697 Beitrag von bluedog » Sonntag 26. Januar 2020, 15:47

marcus_wien hat geschrieben:
Sonntag 26. Januar 2020, 13:58
... Wenig deutet auf ein Umdenken hin...

https://www.srf.ch/news/wirtschaft/wef- ... denken-hin

Sieht das wer anders?
nein.....
weil ja mMn z.t. von völlig falschen fakten ausgegangen wird, weil das problem des globalen raubtierkapitalismus, des raubbaus, der verschmutzung des planeten etc. auf die klimafrage und das CO² reduziert wird und damit am tatsächlichen ausmass des problems völlig vorbeigeredet und agiert wird und weil es viel zu unbequem wäre an den tatsächlichen knackpunkten einzugreifen - da stellen sich ja schon die lobbys quer die am system kräftig verdienen und die menschen leider ebenso sobald es darum geht einen kleinen teil ihres ihnen vermeintlich zustehenden luxus auszugeben.
tatsache ist aber dass wir das gesamte system und unsere lebensgewohnheiten ändern müssten und das würde eben auch verzicht auf so manche bequemlichkeit bedeuten - wer ist dazu bereit ??
also werden wir mit fakenews abgespeist, mit neuen steuern abgezockt und sind zufrieden und die grossen füllen ihre beutel noch mehr und sind es auch.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#698 Beitrag von ThomasPf » Sonntag 26. Januar 2020, 16:56

bluedog hat geschrieben:
Sonntag 26. Januar 2020, 15:47
marcus_wien hat geschrieben:
Sonntag 26. Januar 2020, 13:58
... Wenig deutet auf ein Umdenken hin...

https://www.srf.ch/news/wirtschaft/wef- ... denken-hin

Sieht das wer anders?
nein.....
weil ja mMn z.t. von völlig falschen fakten ausgegangen wird, weil das problem des globalen raubtierkapitalismus, des raubbaus, der verschmutzung des planeten etc. auf die klimafrage und das CO² reduziert wird und damit am tatsächlichen ausmass des problems völlig vorbeigeredet und agiert wird und weil es viel zu unbequem wäre an den tatsächlichen knackpunkten einzugreifen - da stellen sich ja schon die lobbys quer die am system kräftig verdienen und die menschen leider ebenso sobald es darum geht einen kleinen teil ihres ihnen vermeintlich zustehenden luxus auszugeben.
tatsache ist aber dass wir das gesamte system und unsere lebensgewohnheiten ändern müssten und das würde eben auch verzicht auf so manche bequemlichkeit bedeuten - wer ist dazu bereit ??
also werden wir mit fakenews abgespeist, mit neuen steuern abgezockt und sind zufrieden und die grossen füllen ihre beutel noch mehr und sind es auch.
Kannst du mir einmal erklären, warum du verschiedene Umweltprobleme, die noch dazu zum Teil in Zusammenhang stehen, gegeneinander ausspielen musst?
Liebe Grüße,
Thomas.


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Re: Diskussion zum Klimawandel

#699 Beitrag von bluedog » Sonntag 26. Januar 2020, 19:45

äh.... ich spiele sie nicht gegeneinander aus, ich sage nur dass die gesteuerte meinungsbildung völlig am thema vorbeigeht und nur die faktoren thematisiert die ihr passen und mit denen man die menschen abzocken kann.

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Re: Diskussion zum Klimawandel

#700 Beitrag von Herfried » Sonntag 26. Januar 2020, 21:14

Die Globaltemperatur von nahe 30 Grad habe ich aus einem Buch, die Erben der Saurier, über die Entstehung der rezenten Fauna.
Es gibt aber ganz klare Hinweise dass diese Temperatur stimmt. Krokodile und andere Topenarten im Eismeer... Farne im Antarktidchen Binnenland...

www.newscientist.com/article/mg22730300 ... twave/amp/

Und schlicht auch Wikipedia, Hinweise für 40 Grad in den Tropen...
Und ... eine Erwärmung von 5 - 9 Grad zu einer Welt, die bereits davor völlig eisfrei war, und beginnende Vereisung der Antarktis trat bei deutlich über 20 Grad (22, 23) Globalmittel auf...

Zum Methan:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... iagram.svg

Selbst kräftige Erwärmung destabilisiert nur kleine Bereiche die nun unter, dann über der Samtabilitötslinie liegen. Wahrscheinlich ist der tauende Permafrostboden da bedenklicher.
hochalm hat geschrieben:
Samstag 25. Januar 2020, 19:47
Herfried hat geschrieben:
Freitag 24. Januar 2020, 14:56
Ich rechne auch damit, dass spETM, mit einem Glibalmittel von 30 Grad übrigens, ...

CH4 am Meeresgrund darf ziemlich egal sein. Spannend ist nur ein in seiner Tiefe etwa 100 - 200 m umfassender Streifen. Am Ozeangrund ist unter dem irren Druck das Ckathrat noch bei 100 Grad stabil.
hast du für die beiden Punkte Quellen? Würde mich sehr interessieren..
Schöne Grüße aus Mühldorf bei und 100 m über Feldbach, Herfried Spät-Schneefrosch 2011

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