Anknüpfend an Johannes‘ Bericht viewtopic.php?t=30243 möchte ich noch ein paar Aspekte ergänzen und über die nächtliche Blitzshow berichten.
Am späten Nachmittag nach 16 Uhr, nachdem Georg, Harald (hhkes) und ich uns getroffen haben, wurden die Quellungen über Graz mehr:

Wir fuhren zum Airport Graz weiter, um uns mit Johannes (jfk) zu treffen.
Gegen NE regnete sich eine recht stationäre Zelle im östlichen Grazer Bergland ab:

Gegen SW vorerst nur Cumulus mediocris und congestus:

Nach 17 Uhr wurde der Outflow der Zelle hier spürbar:

Langsam wurde es auch im W und SW spannender:

Die Wolkendecke schließt sich bald fast zur Gänze:

Gegen 18 Uhr war es mit der Blitzaktivität gegen NE vorbei:

Im SW löste es hingegen aus:

Bald bildete sich eine Multizelle aus:

Aus der eine Superzelle wurde…:

Wir fuhren weiter; die Superzelle bei Kalsdorf bei Graz:

Noch weiter südlicher bei Wildon gegen 19 Uhr. Ein schöner Böenkragen hat sich ausgebildet.

Südlich davon zog eine Wallcloud südwärts.

Während der nördliche Teil nordostwärts zog, ein Stormsplit zeichnete sich ab:

Nachdem wir weiter nach Lebring gefahren waren, schlug ein starker positiver Blitz sehr wahrscheinlich in einen der Schornsteine des Fernheizkraftwerkes Mellach (voriges Bild) ein. Wir sahen den grellen Lichtblitz, auf den einige Sekunden später ein „Kanonendonner“ folgte:

Quelle: Kachelmannwetter/ Blitzortung ALDIS, https://kachelmannwetter.com/at/blitze
Bei Lebring konnten wir noch die tiefbasige Wallcloud, mit einem Kondensationsniveau von etwa 600 m Seehöhe, beobachten:

Bald jedoch löste sich die Zelle auf, während die nordöstliche Zelle im Raum Graz in abgeschwächter Form weiter Richtung NE zog:

Bei St.Veit am Vogau zeigte sich nur Bewölkung von Gewitterresten:

Da sich jedoch über dem W Sloweniens kräftige Gewitter am Radar zeigten, die ostwärts zogen, gaben wir diesmal nicht gleich auf. Wir (ohne Johannes) fuhren weiter ins Dravsko polje um die Blitzshow festzuhalten.

Quelle: Slowenisches Niederschlagsradar, https://meteo.arso.gov.si/met/sl/weather/observ/radar/
Nach 21:30 Uhr MESZ war es soweit. Wir stellten uns bei Brunšvik mit Blickrichtung SW-W auf, da es hier keinen Regen aus Neubildungen gab:

Quelle: OpenStreetMap, https://www.openstreetmap.org/
Es folgten für etwa eine Stunde Blitze fast im Sekundentakt. Zahlreiche Erdblitze waren auch dabei. Die Strukturen einer Superzelle konnte man im Blitzlicht gut erkennen:






Die beiden Superzellen aus Westen näherten sich. Die nördlichere konnten wir gut festhalten. Schon im Vorfeld zogen blitzschwächere Neubildungen norostwärts:

Quelle: Slowenisches Niederschlagsradar






Nach 22:30 Uhr MESZ war das Spektakel weitgehend vorbei. Wir versuchten noch, die südlichere Zelle festzuhalten, doch fing es zu dann zu regnen an. Außerdem schwächte sich auch die südliche Zelle bald ab und löste sich in Folge auf.
Dennoch war das das größte nächtliche Blitzspektakel im mageren Gewitterjahr 2025 im Südosten.
Hier noch 2 kurze Videos:
Hier erscheint normalerweise ein Video von YouTube. Bitte wende dich an einen Administrator.
Hier erscheint normalerweise ein Video von YouTube. Bitte wende dich an einen Administrator.
Hier erscheint normalerweise ein Video von YouTube. Bitte wende dich an einen Administrator.
Hier erscheint normalerweise ein Video von YouTube. Bitte wende dich an einen Administrator.
LG.