14.06.2026 – Akute Unwettergefahr im Süden und Südosten Österreichs

Eine Kaltfront liegt derzeit über dem Alpenraum und sorgt besonders im Süden und Südosten Österreichs für eine zunehmend brisante Wetterlage.

Während sich westlich und nördlich der Front bereits kühlere Luftmassen durchsetzen, lagern südlich davon weiterhin sehr feuchte und energiereiche Luftmassen. Durch das Umströmen der Kaltluft im Osten bildet sich zudem eine markante Luftmassengrenze (Dryline). Gleichzeitig herrscht in mittleren Höhen eine ausgeprägte Windscherung, wodurch die Bildung organisierter Gewitter (Superzellen) begünstigt wird.

Ab den Nachmittagsstunden (etwa ab 15 Uhr) werden erste Gewitter zwischen dem Grazer Becken und dem Leibnitzer Becken sowie weiter östlich zwischen dem Weizer Bergland und dem südlichen Burgenland erwartet. Die Gewitter ziehen zunächst rasch von West nach Ost. Organisierte Gewitterzellen und mögliche Superzellen dürften jedoch verstärkt nach Südosten (Stormsplit) ausscheren. Nach aktuellem Stand weisen die südlicher gelegenen Zellen die besseren Voraussetzungen für eine langlebige Organisation auf.

Für Kärnten bleibt die Lage dagegen etwas unsicherer. Zwar sind die atmosphärischen Bedingungen grundsätzlich auch dort für kräftige Gewitter geeignet, hochauflösende Wettermodelle simulieren derzeit jedoch überwiegend einzelne Schauer und Gewitter statt organisierter Multi- oder Superzellen.

Im Laufe des Abends und während der ersten Nachthälfte verlagern sich die Gewitter weiter nach Südosten und können anschließend vor allem in Slowenien, Kroatien und Ungarn für teils schwere Unwetter sorgen.

Forecaster: jfk
Gültig von: 14.06.2026, 14:00
bis: 14.06.2026, 18:00
Erstellt: 14.06.2026, 08:21